Guthaben auf den Arbeitszeitkonten wieder deutlich höher
Die bezahlten Überstunden sind bereits seit Jahresbeginn wieder auf dem Vorkrisenniveau und haben sich seitdem nicht nennenswert verändert. Der durchschnittliche Arbeitnehmer leistete im dritten Quartal 0,94 Überstunden pro Kalenderwoche. Erfahrungsgemäß kommen zu den bezahlten noch unbezahlte Überstunden in ungefähr der gleichen Größenordnung hinzu.
Kurzarbeit ist deutlich gesunken
Arbeitsausfälle durch Kurzarbeit spielten im dritten Quartal 2011 nur noch eine geringe Rolle. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im Monatsdurchschnitt des dritten Quartals 2011 auf rund 80.000 Personen. Im dritten Quartal des Vorjahres lag sie noch bei 265.000.
"Die in der Wirtschaftskrise aufgelösten Arbeitszeitreserven sind inzwischen großenteils wieder aufgebaut, und wegen der guten Konjunktur stieg die Beschäftigtenzahl kräftig", erklären die Arbeitsmarktforscher Eugen Spitznagel und Ines Zapf.
Zahl der Vollzeitbeschäftigten leicht gestiegen
Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten stieg im dritten Quartal 2011 um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Unter dem Einfluss der lebhaften Wirtschaftsentwicklung setzte sich die starke Dynamik des ersten und zweiten Quartals 2011 damit weitgehend unvermindert fort. Auch die Teilzeitbeschäftigung expandierte, aber mit 0,4 Prozent deutlich schwächer. Die Vollzeitbeschäftigung hänge stärker als die Teilzeitbeschäftigung von der Konjunktur ab, so Spitznagel und Zapf.
Erwerbstätige arbeiteten im Schnitt 38,17 Wochenstunden
Die reguläre Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten belief sich im dritten Quartal 2011 auf 38,17 Wochenstunden. Unter Berücksichtigung aller Faktoren – Teilzeit, Überstunden, Arbeitsausfälle durch Krankheit und so weiter – wurden im dritten Quartal 2011 unterm Strich von jedem Erwerbstätigen 358,3 Arbeitsstunden geleistet. Das waren 0,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im zweiten Quartal war noch ein Zuwachs um 0,7 Prozent und im ersten Quartal um 1,5 Prozent zu verzeichnen. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im dritten Quartal 2011 um 1,2 Prozent. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen nahm um 1,4 Prozent zu.
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