Welche Faktoren die Arbeitgeberattraktivität steigern
Talente sind auf dem Arbeitsmarkt umkämpft; der sogenannte „War for Talent“ ist in vollem Gange. Die Digitalisierung scheint die Konkurrenz unter den Betrieben offenbar noch zu verschärfen. Das zeigte jüngst eine Umfrage der Personalberatung Odgers Berndtson unter 2.124 Managern aus der DACH-Region: Über die Hälfte (53 Prozent) der Studienteilnehmer gab an, der globale Kampf um die besten Köpfe habe durch die technologisch bedingte Sichtbarkeit von qualifizierten Talenten noch deutlich zugenommen.
Studie zur Arbeitgeberattraktivität
Kaum verwunderlich also, dass den Unternehmen verstärkt daran gelegen ist, als guter Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Doch was ist für die Arbeitnehmer eigentlich ein attraktives Unternehmen? Anhaltspunkte dazu liefert eine aktuelle Studie, für die das Marktforschungsinstitut Infofact AG im Auftrag der Targobank 1.053 Arbeitnehmer, Studenten und Auszubildende befragt hat.
Was den Arbeitnehmern wichtig ist
Fast zwei Drittel (61 Prozent) der Befragten sehen die Vergütung als wichtiges Merkmal für die Arbeitgeberattraktivität. Der Lohn ist damit der meistgenannte Faktor. Beinahe ebenso viele Studienteilnehmer (60 Prozent) legen jedoch auch großen Wert darauf, dass ihr Job langfristig gesichert ist – etwa durch einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Weitere Einflussfaktoren aus anderen Bereichen des Arbeitslebens folgen laut Studie erst mit einigem Abstand: Jeweils 37 Prozent der Befragten gaben an, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie ein guter Unternehmensstandort seien wesentlich für die Arbeitgeberattraktivität.
Weitere Punkte, die für die Arbeitnehmer offenbar kaum eine Rolle spielen: Nur sieben Prozent der Befragten sind der Ansicht, die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens sei ausschlaggebend. Die Bekanntheit des Arbeitgebers hat sogar für nur vier Prozent der Befragten einen hohen Stellenwert.
Gründe für einen Jobwechsel
In der Studie wurde ebenfalls untersucht, unter welchen Umständen die Mitarbeiter ihren Arbeitgeber verlassen würden: Als Hauptgründe für einen Jobwechsel nannten die Befragten Mobbing (60 Prozent), Streitigkeiten mit dem Vorgesetzten und hohe Stressbelastung (je 45 Prozent). Weitere oft genannte Kündigungsmotive sind laut der Studie unbezahlte Mehrarbeit (40 Prozent) und eine schwache Gehaltsentwicklung (38 Prozent).
Was ein gutes Betriebsklima ausmacht
Um die Mitarbeiter auch langfristig im Unternehmen halten zu können, scheint es mit Blick auf die genannten Kündigungsgründe umso wichtiger, dass ein positives Betriebsklima vorherrscht. Auch in dieser Sache haben die Marktforscher der Infofact AG im Auftrag der Targobank bei den Arbeitnehmern nachgefragt. Wovon aus ihrer Sicht ein gutes Betriebsklima abhängt, verrät die Infografik.
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