Jobchancen für Personaler gestiegen
Der Adecco Stellendindex stellte in der Berufsgruppe Personaler und HR-Experten einen Anstieg der Stellenangebote im August um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr fest. Auch die Anzahl der ausschreibenden Unternehmen hat sich mit einem Plus von acht Prozent positiv entwickelt.
Personaldienstleister als Top-Arbeitgeber – Chancen aber auch in Industrie und Handel
Die Analyse der Jobangebote aus 155 Printmedien und 29 Online-Jobbörsen in Deutschland in den letzten zwölf Monaten zeigt, dass die meisten Stellenausschreibungen für Personaler mit rund 28.900 Angeboten von Personaldienstleistern stammen. An zweiter Stelle steht die Industrie mit rund 8.700 Inseraten, gefolgt vom Handel mit über 6.000 Stellenangeboten. Kaum Jobmöglichkeiten für HR-Profis bieten sich hingegen im Baugewerbe und im Immobiliengeschäft sowie bei Versorgungsunternehmen oder in der Freizeitindustrie.
Im Vergleich zum Gesamtstellenmarkt ist die Dynamik der HR-Stellenangebote jedoch schwächer geworden. "Betrachtet man die Entwicklung der Stellenangebote, liegen HR-Stellen zehn Prozentpunkte unter der starken Gesamtmarktentwicklung", fasst Petra Reinholz, Geschäftsführerin der Adecco Personaldienstleistungen GmbH, zusammen.
Sachbearbeiter am stärksten nachgefragt
In fast jedem siebten Inserat für Personaler wurden Sachbearbeiter gesucht, gefolgt von Lohnbuchhaltern und Führungskräften mit jeweils 14 Prozent. Im Vergleich zum Gesamtstellenmarkt fällt jedoch auf, dass im Personalwesen insgesamt relativ wenige Führungskräfte gesucht werden: Der Anteil im Personalwesen liegt sechs Prozentpunkte unter dem Gesamtschnitt von 23 Prozent. Viel öfter als im Durchschnitt wird andererseits ein abgeschlossenes Studium als Voraussetzung gefordert, mit 59 Prozent liegt die Quote 14 Prozentpunkte über dem Durchschnitt. Die Bewerber auf HR-Stellen können mit Verhandlungsgeschick, Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen punkten – diese Soft Skills werden oft in Stellenanzeigen für das Personalwesen angeführt.
Beste Jobchancen in Metropolen
Die wirtschaftsstarken Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg stellen mit einem gemeinsamen Anteil von 58 Prozent den überwiegenden Teil der Stellenangebote für Personalfachkräfte dar.
Generell lässt sich beobachten, dass HR-Profis in Städten ein größeres Stellenangebot vorfinden als in weniger urbanen Gebieten. München ist das beste Pflaster für Personalexperten: 6.900 HR-Stellenausschreibungen und damit elf Prozent aller bundesweiten HR-Stellen sind hier angesiedelt. Hamburg bot mit 4.800 Offerten in den letzten zwölf Monaten ebenfalls gute Jobchancen, ebenso Berlin mit 4.700 Inseraten. Gute Joboptionen gibt es auch in Düsseldorf, Stuttgart und Köln.
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
453
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
267
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
248
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
240
-
Arbeit trotz Krankheit – Kommission empfiehlt Teilkrankschreibung
229
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1664
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
162
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
145
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1138
-
Pflicht zur psychischen Gefährdungsbeurteilung
112
-
Im Recruiting stockt die Digitalisierung
21.05.2026
-
Human in the Loop: Wie KI die Dienstplanung fair und effizient macht
19.05.2026
-
Bike to Work: Wie gemeinsames Pendeln den Teamgeist stärken kann
19.05.2026
-
Recruiting mit KI: Wie Sie Effizienz steigern und Talente trotzdem überzeugen
18.05.2026
-
"Existenzberechtigung von Jobbörsen ist ungebrochen"
15.05.2026
-
KI schafft mehr Stellen für Facharbeiter und Handwerker
13.05.2026
-
Führung – der blinde Fleck der Transformation
13.05.2026
-
Warum Transformation ohne Daten scheitert
13.05.2026
-
"Komplexität nicht abbilden, sondern auflösen"
13.05.2026
-
Wo deutsche Unternehmen ihr Potenzial verschenken
12.05.2026