Der Personalbedarf steigt und steigt
Auf 7.258.489 offene Stellen konnten sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland in den Monaten Januar bis Juni 2023 bewerben. Das sind deutlich mehr Stellenausschreibungen als im gleichen Vorjahreszeitraum - damals zählte die Stellenmarkt-Auswertung von Index Research 6.481.969 Jobinserate. Zum Vergleich: Im Coronajahr 2021 wurden in den ersten sechs Monaten "nur" 4.654.110 Stellenanzeigen geschaltet.
Branchen mit den besten Jobaussichten
Die meisten Stellen deutschlandweit schaltete im ersten Halbjahr 2023 der Handel mit fast 892.000 Positionen. Auf dem zweiten Rang folgt die Industrie mit über 821.000 Positionen und auf Platz drei das Gesundheits- und Sozialwesen mit mehr als 634.000 Positionen. Den mit Abstand stärksten Anstieg des Jobangebots im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet der Energiesektor (plus 20 Prozent).
Eine große Bedeutung bei der Mitarbeitersuche haben mittlerweile auch die Personaldienstleister. Im ersten Halbjahr 2023 schrieben sie für sich selbst und für Kundenunternehmen fast 2,6 Millionen Stellen aus.
Diese Berufe sind besonders gefragt
Ein Blick auf die Berufsbilder zeigt, dass sich von Januar bis Juni 2023 die meisten Stellenangebote an Fachkräfte in Bau und Handwerk richteten: Fast 1,5 Millionen Positionen waren in diesen Berufen ausgeschrieben. An zweiter Stelle stehen Expertinnen und Experten mit Technik-Background wie beispielsweise Ingenieurinnen/Ingenieure und Architektinnen/Architekten: Für sie waren 1,2 Millionen offene Stellenangebote zu finden. Vertriebs-Fachkräfte stehen an dritter Stelle der gefragtesten Fachkräfte mit rund 986.000 Jobofferten.
Regionen mit dem größten Personalbedarf
Die meisten freien Stellen im untersuchten Zeitraum fanden die Personalmarktforscher in den bevölkerungsreichen Bundesländern Nordrhein-Westfalen (über 1,4 Millionen Stellen), Bayern (fast 1,3 Millionen Stellen) und Baden-Württemberg (fast 1,1 Millionen Stellen). Im Städte-Ranking liegt Berlin (fast 469.000 Stellen) deutlich vor München (rund 273.000 Stellen) und Hamburg (fast 269.000 Stellen).
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