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| Recruiting

Die mobile Mitarbeitersuche ist Realität

Von unterwegs eine Bewerbung abschicken: Mobile Recruiting kommt in der Praxis an.
Bild: GESOBAU, Thomas Manss & Company

Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets hat großen Einfluss auf die Mitarbeiterrekrutierung. Das ist inzwischen mehr als ein Lippenbekenntnis der Berater. Der Trend zum "Mobile Recruiting" ist in der Praxis angekommen, belegt die Studie "Recruiting Trends 2015".

Drei Viertel der Arbeitgeber in Deutschland sind der Ansicht, dass die Ansprache von Kandidaten über mobile Endgeräte sinnvoll ist. 57 Prozent gehen außerdem davon aus, dass sich Kandidaten in Zukunft verstärkt über mobile Endgeräte bewerben werden. So die Ergebnisse von "Recruiting Trends 2015", einer empirischen Umfrage unter den Top-1.000 Unternehmen aus Deutschland.

Laut der Studie von Monster Deutschland und dem Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg weisen die Arbeitgeber den Themen "mobile Recruiting" und mobile Bewerbung deutlich höhere Bedeutung zu als noch vor einem Jahr.

Karrierewebseiten inzwischen mobil optimiert

Auch in der Praxis zeigt sich ein gewichtiger Trend in Richtung Mobile Recruiting: 44 Prozent der Unternehmen haben 2014 die Darstellung ihrer Karriere-Webseite für mobile Endgeräte optimiert (plus 20 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr). 31 Prozent (plus neun Prozentpunkte) haben ihre Online-Stellenanzeigen für mobile Endgeräte optimiert und 23 Prozent (plus zwölf Prozentpunkte) bieten Apps für die Suche nach freien Stellen im Unternehmen an.

Mittelstand hat nach wie vor Probleme

Ergebnisse aus der aktuellen Kandidatenstudie "Bewerbungspraxis 2015", ebenfalls von Monster Deutschland und CHRIS, zeigen jedoch, dass die Darstellung von Karriere-Webseiten auf dem eigenen Smartphone nur bei rund 30 Prozent der Stellensuchenden problemlos funktioniert. Es besteht also noch technischer Nachholbedarf – insbesondere offenbar im Mittelstand. "Dort ist das mobile Thema bislang kaum umgesetzt", berichtete Studienleiter Professor Tim Weitzel.

Mobile Bewerbung kommt, doch langsam

Auch die mobile Bewerbung ist im Kommen. Bisher haben sich zwar nur acht Prozent der Kandidaten bereits via Smartphone bei einem Unternehmen beworben. Doch diese unterscheidet sich auch nach Berufsgruppen: Am häufigsten kommen mobile Bewerbungen laut Studie in Design, Marketing und dem Transportwesen vor.

Die Präferenz der Unternehmen liegt weiterhin bei den Online-Bewerbungsformularen (72 Prozent), gefolgt von E-Mail-Bewerbungen (22 Prozent) und Papiermappen (zwei Prozent) – so zumindest in Großunternehmen. Im Mittelstand ist die E-Mail (55 Prozent) die beliebteste Bewerbungsform. Doch die Bewerbung wird sich in den nächsten Jahren stark wandeln – davon gehen die befragten Arbeitgeber aus. Sie sprechen Kurzprofilen in Karrierenetzwerken eine steigende Bedeutung im Bewerbungsprozess zu, gefolgt von persönlichen Kontakten beziehungsweise Referenzen und einem kurzen Lebenslauf mit den wichtigsten Informationen. Sinken wird dagegen aus Sicht der Arbeitgeber die Bedeutung eines ausführlichen Anschreibens. Auch ein geradliniger und lückenloser Lebenslauf sowie das Bewerbungsfoto werden weniger relevant für den Bewerbungsprozess.

Social Media überholen die Print-Medien

Ein weiteres wichtiges Thema für die Mitarbeitergewinnung ist – neben Mobile Recruiting – das Thema Social Media. Sie sind mittlerweile in der Praxis verankert und stehen bei den Kanälen, aus denen die Unternehmen ihre Einstellungen generieren, an vierter Stelle nach der Unternehmens-Webseite, Internet-Stellenbörsen und Mitarbeiterempfehlungen. Erstmals haben Social Media die Printmedien im Ranking der erfolgreichsten Recruiting-Kanäle überholt.

Allerdings belegte erst vor kurzem eine Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half, dass Social Media zwar immer häufiger im Recruiting eingesetzt werden. Der tatsächliche Recruiting-Erfolg über Social Media ist jedoch noch gering. Am häufigsten setzen Personaler Social Media als Informationstool ein; das gaben 56 Prozent von 250 Befragten in einer Umfrage von ADP an. 29 Prozent nutzen sie danach für das Recruiting.

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Haufe Online Redaktion

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