Global MBA Ranking der Financial Times

Das "Global MBA Ranking" der Financial Times, das die weltweit 100 besten Vollzeit-Programme für den Master of Business Administration bewertet, gilt in der Szene als eines der wichtigsten Rankings überhaupt. Wharton kehrt zurück in das Ranking – und steht zum elften Mal ganz oben. Einige Schulen mussten Federn lassen. So rutschte der Vorjahressieger Insead um zwei Ränge ab. 

Einige renommierte Business Schools, die 2021 nicht am Ranking teilnahmen, sind wieder zurück. Das hat das Ranking stark aufgemischt und bei erfolgreichen Schulen aus dem Vorjahr zu starken Rangunterschieden geführt, vor allem nach unten. 

FT Global MBA-Ranking 2022: Die Gewinnerschulen 

Die Wharton Business School verteidigte 2022 zum elften Mal den ersten Platz, gefolgt von der Columbia Business School und der Harvard Business School, die auch bereits sechs Mal ganz oben stand. Den größten Sprung machte die Lancaster University Management School, von Rang 96 auf Rang 76. Wharton verbesserte sich in zehn der 20 Ranking-Kategorien, etwa in Sachen Gehaltszuwachs (2020: 107 Prozent, 2022: 115 Prozent), Frauenanteil (von 46 auf 52 Prozent) und dem Anteil ausländischer Studierender (von 32 auf 51 Prozent). Ferner haben Absolventen der Business School drei Jahre nach Abschluss das höchste Gehalt, nämlich 237.530 Dollar. Bei der Veröffentlichungsliste von Alumni kann Wharton punkten und steht hier auf Platz zwei. Insgesamt dominieren die US-Schulen die vorderen Ränge.

Rückkehrer verdrängen viele Vorjahres-Aufsteiger

2021 hatten fünf der sieben einflussreichsten Wirtschaftshochschulen der Welt (M7) ihre Teilnahme am "Global MBA Ranking 2021" ausgesetzt: Harvard, Stanford, Wharton – die Bestplatzierten von 2020 – MIT und die Columbia Business School. Auch UC-Berkeley und UCLA nahmen nicht am Ranking teil. Deren Rückkehr bewirkte, dass viele Schulen, die 2021 noch vordere Ränge einnahmen, nun das Nachsehen haben. Der Vorjahressieger Insead steht jetzt auf Rang drei, die London Business School ist von Rang zwei auf den achten Platz gerutscht, CEIBS Shanghai verlor neun Plätze, von Platz sieben auf 16. Insgesamt haben sich 69 der 91 Schulen, die letztes Jahr am Ranking teilnahmen, verschlechtert. 33 Schulen erlebten sogar eine Verschlechterung im zweistelligen Bereich. Umgekehrt konnte der Rückkehrer Stanford nicht an die Platzierung von 2020 anknüpfen. Damals stand die Business School noch auf dem dritten Platz, jetzt auf Rang sechs. 

Die Aufsteiger im Ranking der Financial Times

Sieben Business Schools gelang es, den Rückkehrern zu trotzen und zweistellige Aufstiege zu erreichen. Darunter: Rochester’s Simon Business School (plus 17 Plätze), Ohio State’s Fisher College of Business (plus 19 Plätze), Notre Dame’s Mendoza School of Business (plus 15 Plätze) und Rutgers Business School (plus 17 Plätze). Auch drei europäische Schulen schafften es, zehn oder mehr Ränge gut zu machen. Dazu gehören: Imperial College Business School in London (plus 10 Plätze), die sich als einzige europäische Top 40-Schule verbesserte, Lancaster University’s Business School (plus 20 Plätze) und die ESSEC Business School, die um 17 Plätze auf Rang 64 kletterte.

Drei deutsche Schulen im FT-Ranking

Wie bereits 2021 sind drei Business Schools aus Deutschland im Ranking vertreten, die allerdings auch alle Plätze verloren. Die Mannheim Business School rutschte um 14 Plätze nach unten, auf Rang 72, steht aber in Sachen Frauenanteil auf Platz 2 (mit 60 Prozent). Auf Platz 74 folgt die WHU Business School aus Vallendar, die 20 Plätze einbüßte. Ebenfalls im Ranking vertreten ist die ESMT Berlin auf Platz 88, mit einem Verlust von acht Plätzen.

Kriterien des "Global MBA Rankings" 

Insgesamt 151 Business Schools haben sich laut Financial Times am Ranking von 2021 beteiligt, die besten 100 Hochschulen sind im Ranking aufgeführt. Insgesamt gibt es für das Ranking 20 Kriterien. Acht davon basieren auf einer Befragung von MBA-Absolventen, das macht 61 Prozent des Rankings aus. Für elf weitere Kriterien werden Daten der Business Schools herangezogen, die mit 29 Prozent ins Gewicht fallen. Die restlichen zehn Prozent kommen vom sogenannten Kriterium "FT research rank". Für diesen ist entscheidend, wie viele Fachartikel von aktuellen MBA-Studierenden zwischen 1. Januar 2019 und Juli 2021 in 50 ausgewählten wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen sind. Innerhalb des Kriterienkatalogs zählen zwei der 20 Kriterien je 20 Prozent – und haben damit am meisten Gewicht im Ranking: Das Gehalt der Absolventen drei Jahre nach dem MBA-Abschluss – umgerechnet in US-Dollar nach IWF-Kaufkraftparitätskurs –und der Gehaltszuwachs der Alumni im Vergleich zum Gehalt vor dem MBA-Abschluss.

Ranking Financial Times 2022: Global MBA

Platz 2022Business SchoolVergleich zu 2021

1.

Pennsylvania (Wharton)

/ NR

2.

Columbia Business School

/ NR

3.

Harvard Business School

/ NR

3.

INSEAD

-2

5.

Northwestern (Kellogg)

+1

6.

Stanford Graduate School of Business

/NR

7.

Chicago (Booth)

+2

7.

London Business School

-2

9.

Yale School of Management

+6

10.

IESE Business School

-6

72.

Mannheim Business School

-14

74.

WHU – Otto Beisheim School of Management (Vallendar)

-20

88.

ESMT Berlin

-8

Selbst zusammengestellte Tabelle, nach © The Financial Times Ltd 2022

Hier gelangen Sie zum kompletten Ranking der Financial Times sowie zur ausführlichen Methodik.


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