Veranstaltungsbranche bereit für mehr hybride Tagungen
Ab Herbst 2021 ist mit einer Erholung des Tagungsmarkts zu rechnen. Das ist das Fazit des aktuellen "Meeting- und Event-Barometers 2020/2021". Es wurde im Mai 2021 von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), dem Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) und dem German Convention Bureau (GCB) präsentiert.
Meeting- und Event-Barometer: Deutschland als Top-Destination
Wie überall ist der Markt für Veranstaltungen auch in Deutschland im letzten Jahr stark eingebrochen: Die Anzahl an Präsenzveranstaltungen verzeichnet einen Rückgang um 70 Prozent, die Teilnehmendenzahlen sanken um 86 Prozent. Der Anteil der internationalen Teilnehmenden ist wie erwartet gesunken - von zehn Prozent im Jahr 2019 auf 2,4 Prozent im Jahr 2020. Trotz Corona-bedingter Rückgänge konnte Deutschland in 2020 seine exponierte Stellung als Top-Destination europäischer Business Traveller bestätigen. Mit fünf Millionen Business Trips führte Deutschland das Ranking an, weit vor Frankreich und Großbritannien auf den Plätzen zwei und drei. Das laufende Geschäftsjahr bietet Anlass für vorsichtigen Optimismus.
Veranstaltungsbranche: Strukturelle Veränderung des Marktes
Der Veranstaltungsmarkt in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr strukturell verändert - quantitativ wie auch qualitativ. Unter allen Veranstaltungsarten erlebten insbesondere Business Events einen starken Wandel hin zu digitalen und hybriden Formaten. Insgesamt wurde ein beträchtlicher Teil der für 2020 geplanten Präsenzveranstaltungen aufgrund der Pandemie umgeplant und virtuell durchgeführt. Zählt man zu den 0,8 Millionen Präsenzveranstaltungen die Veranstaltungsformen der hybriden und virtuellen Veranstaltungen dazu, dann wurden 2020 in Deutschland rund 2,3 Millionen Veranstaltungen mit ungefähr 234 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt.
Hotels garantieren sicheren Re-Start
Die deutschen Veranstaltungslocations haben ihre Kapazitäten durch die Hygienevorgaben deutlich verringert. Der daraus und durch die vielen Absagen von Veranstaltungen entstandene Umsatzverlust im Jahr 2020 betrug 70 Prozent. Für 2022 wird ein Umsatzverlust von nur noch 17,7 Prozent erwartet. "Die Veranstaltungszentren, Tagungshotels und Eventlocations stellen sich auch unter den erschwerten Bedingungen gut auf. Mit den entsprechenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sowie der nötigen Technologie und Infrastruktur, um auch hybride und virtuelle Formate durchführen zu können, stehen die Veranstaltungszentren für einen sicheren Re-Start der Präsenzveranstaltungen im 'New Now' parat", sagt Ilona Jarabek, Präsidentin des EVVC.
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