08.11.2016 | Serie HR-Software 2020

Wie die Digitalisierung die HR-Arbeit verändert

Serienelemente
Bild: Pixabay

Die technische Entwicklung verändert nicht nur die HR-Software, sondern alle Bereiche der Personalarbeit. Auch dazu liefert der HCM-Branchenmonitor 2016 Anhaltspunkte. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst.

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und damit auch die Personalarbeit. Verantwortlich sind dafür auch die technologischen Entwicklungen im Softwarebereich. Wie die HR-Softwareanbieter diesen Wandel sehen und welche Herausforderungen sie für HR erwarten, zeigt der HCM Branchenmonitor 2016.

Personalentwicklung und Change Management

83 Prozent der Software-Unternehmen sind davon überzeugt, dass die neue Welle der Digitalisierung (Industrie 4.0) einen erheblichen Einfluss auf die Arbeitskräfte haben wird. Hierbei steht HR vor allem in den Bereichen Schulung, Entwicklung und Change Management vor neuen Aufgaben, glauben die Softwareanbieter. Möglicherweise wird es nach Ansicht der Befragten aber auch zu erheblichen Personalabbau-Maßnahmen kommen, wenn menschliche Arbeit zukünftig durch Maschinen und Roboter übernommen wird.

Employer Branding

Eine breite Zustimmung erhielt auch die Aussage, dass Employer Branding zur Verbesserung des Arbeitgeber-Images zwingend notwendig wird, um zukünftig überhaupt geeignete Nachwuchs- und Führungskräfte zu rekrutieren. 76 Prozent der Befragten stimmten zu, der Rest war unentschieden. HCM-Software kann die Marketingaktivitäten zur Mitarbeitergewinnung unterstützen, beispielsweise durch eine E-Recruiting-Lösung mit mobil optimierter Karriereseite, Anbindung verschiedener Social-Media-Kanäle und vor allem einen Workflow, der eine schnelle und professionelle Bearbeitung von Bewerbungen nicht nur zwischen Unternehmen und Kandidat, sondern auch innerhalb des Unternehmens gewährleistet.

Flexibilisierung und Mobilität

Nach Überzeugung von 66 Prozent der Befragten muss sich die Personalabteilung auch mit der Arbeitsorganisation der Zukunft befassen. Die Digitalisierung der Wirtschaft erfordert von den Arbeitnehmern ein höheres Maß an Flexibilisierung und Mobilität. Das Home-Office dürfte bald zum Normalfall werden. Die Ausführung der Arbeit wird immer weniger an feste Orte und feste Zeiten gebunden sein. Vor allem Führungskräfte, die es gewohnt sind, dass sie stets Sichtkontakt zu ihren Mitarbeitern haben, werden sich umstellen müssen. Auch die Mitarbeiter müssen lernen, zukünftig nicht mehr in erster Linie nach der geleisteten Zeit, sondern nach erzielten Ergebnissen kontrolliert und bezahlt zu werden. Die große Herausforderung für HR besteht darin, alle betroffenen Mitarbeiter für diese neue Arbeitswelt fit zu machen.

Diversity und Integration

Kein klarer Trend war bei der These erkennbar, ob Diversity und die Integration unterschiedlicher Mitarbeitergruppen, insbesondere von Flüchtlingen, die Personalabteilung vor neue Herausforderungen stellen wird. Lediglich 45 Prozent der Befragten stimmten der These zu, während mehr als die Hälfte keine eindeutige Meinung hierzu hatte.

Steht HR vor einem Bedeutungsverlust?

Auch auf die provokante Behauptung, die Digitalisierung führe zu einer weitgehenden Verlagerung der bisherigen Personalarbeit in die Fachabteilungen beziehungsweise an externe Dienstleister, womit ein erheblicher Bedeutungsverlust von HR sowie eine stark geschrumpfte Personalabteilung verbunden wären, reagierten die Befragten unterschiedlich. 42 Prozent stimmten der Aussage zu, 24 Prozent lehnten sie ab.


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Hintergrund: Der HCM-Branchenmonitor 2016

Welche Entwicklungen und Innovationen wird es im Bereich der HR-Software in den nächsten vier Jahren geben? Welche HR-Prozesse haben Sie im Fokus – welchen Entwicklungen messen Sie die größte Bedeutung bei? Unter diesen Aspekten bat das Personalmagazin in Zusammenarbeit mit Professor Wilhelm Mülder, Institut für Geschäftsprozessmanagement und IT der Hochschule Niederrhein und der HR-IT Marktexpertin Elke Singler im Mai 2016 die 70 größten HR-Softwareanbieter im deutschsprachigen Raum zur Onlinebefragung. Die Antworten von 33 HR-Software-Herstellern liegen nun vor – und bringen Transparenz in einen für HR-Experten bisher meist eher schlecht überschaubaren Markt.

           

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, HR-Management, HR-Software, Software-Anbieter

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