Infografik

Die HR-Kennzahl "Nachhaltiges Engagement" setzt an der individuellen Einstellung und Wirkung der Arbeitnehmer an. Der Index weist sowohl bei Führungskräften als auch bei Mitarbeitern hohe Zustimmungswerte auf.

Der Index „Nachhaltiges Engagement“ setzt im Vergleich zu den vier bereits benannten Indizes des Arbeitserlebens mehr an der individuellen Einstellung und Wirkung an. Dabei umfasst der Index „Nachhaltiges Engagement“ unter anderem Fragen zum Stolz auf das Unternehmen, zur Einsatzbereitschaft, aber adressiert im Sinne des nachhaltigen und langfristigen Engagements auch explizit die Bewältigung der Arbeitsbelastung. Für die Beantwortung wurde eine Skala von eins (höchste Ablehnung) bis fünf (höchste Zustimmung) genutzt.

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Hohe Engagement-Werte bei Führungskräften und Mitarbeitenden

Mit Blick auf die Einzelaspekte des Indexes „Nachhaltiges Engagement“ wird deutlich, dass sich bei Führungskräften (FK) und Mitarbeitern (MA) in Bezug auf die Einsatzbereitschaft (FK: 4,6; MA: 4,3) und den Stolz (FK: 4,5; MA: 4,1) hohe Zustimmungswerte finden lassen. So geben fast 95 Prozent der Führungskräfte eine Bereitschaft an, sich für den Erfolg des Unternehmens über das erwartete Maß hinaus einzusetzen. Bei den Mitarbeitern ist der Anteil mit 86 Prozent zwar geringer, aber immer noch auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zu diesen Werten liegen die Führungskräfte und Mitarbeiter in der Bewertung, ob sie Leistungsdruck und Arbeitsbelastung normalerweise gut bewältigen können, dichter beieinander. Dabei stimmen in beiden Fällen etwas mehr als 70 Prozent der Führung und Mitarbeiter diesem Aspekt zu.

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Kaum Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Bei der Betrachtung der Werte für Frauen und Männer finden sich kaum Unterschiede in der Bewertung der Aspekte des nachhaltigen Engagements. So liegen die Zustimmungsanteile für Frauen und Männer in der Benchmark-Datenbank bezogen auf die Einsatzbereitschaft bei 87 Prozent. Auch beim Aspekt „Stolz auf das Unternehmen“ stimmen etwa drei von vier Frauen oder Männer zu. Lediglich bei der Bewältigung von Leistungsdruck und Arbeitsbelastung lassen sich leichte Unterschiede ausmachen, hier ist der Anteil der Zustimmung bei den Frauen höher (Frauen: 71,2 Prozent, Männer: 65,4 Prozent).

Nachhaltiges Engagement im internationalen Vergleich

In allen betrachteten Ländern bekommt der Index zum nachhaltigen Engagement die höchsten Zustimmungswerte im Vergleich mit den anderen vier vorgestellten Index-Werten (siehe bereits veröffentlichte Benchmarks oben). Dabei findet sich die höchste Zustimmung in Brasilien (4,63), Indien (4,63) und Russland (4,48). Aber auch in den anderen Ländern liegt die Bewertung des nachhaltigen Engagements deutlich im positiven Bereich: Deutschland (4,17); China (4,27); Türkei (4,38); USA (4,4).

Autoren:

Prof. Dr. Karsten Müller, Leitung des Fachgebiets für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Osnabrück

M.Sc. Psych. Svenja Schumacher, wissenschaftliche Mitarbeiterin Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Osnabrück

Dr. Tammo Straatmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Osnabrück

Detlef Hartmann, CEO Racer Benchmark Group

Schlagworte zum Thema:  Benchmarking, Kennzahl, Nachhaltigkeitsmanagement