Infografik

Die Rahmenbedingungen der Arbeit sind vielfältig. Die Auswertung der Racer Benchmarks zeigt: 75 Prozent der Mitarbeiter sind mit den ihnen zur Verfügung stehenden Arbeitsmitteln im Unternehmen zufrieden. Bei den Führungskräften ist der Anteil nochmals höher. In Bezug auf Work-Private-Life-Balance und Gehalt zeigt sich vergleichsweise weniger Zufriedenheit.

Der Bereich „Rahmenbedingungen der Arbeit“ umfasst unter anderem Fragen zur Zufriedenheit mit den benötigten Arbeitsmitteln, der angemessenen Bezahlung und der Work-Private-Life-Balance. Führungskräfte sind in diesem Bereich insgesamt deutlich zufriedener. Auf einer Skala von eins (höchste Ablehnung) bis fünf (höchste Zustimmung) bewerten Führungskräfte (3,92) die Aspekte der Rahmenbedingungen insgesamt positiver als Mitarbeitern (3,82).

„Im Vergleich zur Bewertung anderer organisationaler Aspekte liegt der Indexwert zu den Kontextbedingungen der Arbeit eher im Mittelfeld. “Prof. Karsten Müller, Uni Osnabrück

Deutlich wird dies auch in den einzelnen Aspekten. 85 Prozent der Führungskräfte stimmen der Aussage zu „Ich habe die Arbeitsmittel, die ich brauche, um gute Arbeit zu leisten“. Bei den Mitarbeitern ist der Anteil mit 75 Prozent zwar etwas geringer, aber immer noch in einem guten Bereich.

„Insbesondere die hohe Zufriedenheit mit den Arbeitsmitteln zeigt, dass die Mitgliedsunternehmen im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit und Qualität großen Wert auf die Ausführungsbedingungen der Arbeit legen.“ Detlef Hartmann, CEO Racer Benchmark Group.

Führungskräfte sind zufriedener mit der Bezahlung

Diese Tendenz, dass Führungskräfte zufriedener mit den Rahmenbedingungen sind, spiegelt sich auch in Bezug auf die Bezahlung wider. Hier geben nur 49,5 Prozent der Mitarbeiter an, dass Sie sich angemessen bezahlt fühlen. Führungskräfte sehen ihre angemessene Bezahlung positiver, denn 60,5 Prozent geben an, angemessen bezahlt zu werden.

Work-Life-Balance ist gefragt: Frauen leicht vorne

Die Möglichkeit Arbeit und Privatleben gut zu vereinbaren schätzen Führungskräfte (3,78) und Mitarbeiter (3,80) ähnlicher ein. 65 Prozent der Führungskräfte und 66 Prozent der Mitarbeitenden stimmen zu, eine Balance zwischen Arbeit und Privatleben finden zu können.
Bei der Betrachtung anderer Subgruppen hinsichtlich der Work-Private-Life-Balance wird deutlich, dass es scheinbar Frauen subjektiv besser (Zustimmung: 71 Prozent) gelingt, die Kombination aus Arbeit und Privatleben zu bewältigen als Männern (Zustimmung: 63 Prozent).

Die Jüngsten und Ältere sind am zufriedendsten

Außerdem interessant ist die Betrachtung des Index in Bezug auf die verschiedenen Altersgruppen. Für die jüngsten (<25) und ältesten (56+) Mitarbeitenden fallen diese mit 3,95 und 3,92 positiver aus, als im Vergleich zu den anderen Altersgruppen. Diese sind im Detail mit 3,70 für die 26-40 jährigen und 3,78 für die 41-55 jährigen geringer.

Rahmenbedingungen der Arbeit im internationalen Vergleich

USA (3,78), Deutschland (3,83) und Türkei (3,84) weisen im Vergleich der ausgewählten Länder die geringste Zufriedenheit mit den Rahmenbedingungen auf. In Indien (3,97), China (3,97), Brasilien (4,02) und Russland (4,11) fällt die Bewertung der Rahmenbedingungen positiver aus.

Autoren:

M.Sc. Psych. Patrick Hofschröer, wissenschaftlicher Mitarbeiter Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Osnabrück

M.Sc. Psych. Svenja Schumacher, wissenschaftliche Mitarbeiterin Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Osnabrück

Prof. Dr. Karsten Müller, Leitung des Fachgebiets für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Osnabrück

Schlagworte zum Thema:  Benchmarking, Kennzahl, Gehälter, Work-Life-Balance