08.09.2015 | Serie Elternzeit

Erfolgreicher Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Serienelemente
Flexible Arbeitszeitmodelle erleichtern den Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Auch ein Coaching hilft.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Wenn ein Mitarbeiter aus der Elternzeit zurückkehrt, sollte der Wiedereinstieg bereits geplant und vorbereitet sein. Damit dies gelingt, hat die Personalabteilung einige Handlungsmöglichkeiten. Wir stellen sie im letzten Teil unserer Serie zum Thema Elternzeit vor.

Um den Wiedereinstieg nach der Elternzeit gut zu begleiten sollte einige Woche vor dem geplanten Termin ein Rückkehrgespräch mit Arbeitnehmer und Vorgesetzten stattfinden. Bei diesem Rückkehrgespräch empfiehlt es sich einen gemeinsamen Einarbeitungsplan aufzusetzen und über Erwartungen und Wünsche von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu sprechen.

Wenn der Arbeitnehmer sein Arbeitszeitmodell ändert und nach der Elternzeit in Teilzeit arbeitet, kann bereits hier schon besprochen werden wie das neue Stellenprofil aussehen wird. Dem Arbeitnehmer wird so Unsicherheit genommen. Er weiß, was ihn eventuell bei seiner Rückkehr erwartet und beide Seiten haben eine gute Planungssicherheit.

Flexible Arbeitszeitmodelle nach der Elternzeit

Alternative Arbeitszeitmodelle, die Arbeitnehmern mit Kind mehr Flexibilität schaffen, sind zum Beispiel flexibles oder klassisches Teilzeitmodell und Homeoffice.

Eventuell ergibt sich auch mit einem anderen Arbeitnehmer die Möglichkeit über ein Jobsharing einen Arbeitsplatz zu teilen. Vorteil für den Arbeitgeber ist, dass diese Stelle zu 100 Prozent besetzt ist und die Produktivität deutlich höher ausfallen kann. Gerade für Arbeitnehmer, die vor ihrer Elternzeit Führungsaufgaben wahrgenommen haben, ist dieses in Teilzeit kaum möglich. Mit Jobsharing können qualifizierte Arbeitnehmer so  wieder ihre Führungsrolle wahrnehmen und das Leistungspotenzial bleibt dem Arbeitgeber erhalten.

Coaching nach drei Monaten

Nachdem der Arbeitnehmer zurückgekehrt ist und die ersten drei Monate vergangen sind, empfiehlt es sich ein Mitarbeitercoaching durchzuführen. Wie geht es dem Arbeitnehmer mit der neuen Lebens- und Arbeitssituation? Was hat sich verändert? Wo sind eventuell noch Unsicherheiten da und wie können diese verbessert werden? Wo benötigt der Arbeitnehmer noch Unterstützung?

Mit diesem abschließenden Mitarbeitercoaching gewinnt der Arbeitnehmer mehr Sicherheit und Zuversicht für den Wiedereinstieg und kann wieder zeitnah sein volles Potenzial ausschöpfen. Davon Profitiert natürlich auch der Arbeitgeber.

Schlagworte zum Thema:  Elternzeit, BEEG, Coaching, Arbeitszeit, Mutterschutz

Aktuell

Meistgelesen