31.08.2015 | Serie Elternzeit

Mitarbeiterbindung während der Elternzeit

Serienelemente
Während der Elternzeit steht das Baby im Fokus, dennoch wollen Mütter Kontakt zum Unternehmen pflegen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Während der Elternzeit mit den Mitarbeitern Kontakt zu halten und sie zu binden ist eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Wiedereinstieg. Teil zwei unserer Serie zeigt, wie die Phase der beruflichen Auszeit eines Mitarbeiters arbeitgeberseitig gestaltet werden kann.

Mit der Geburt des Kindes beginnt die berufliche Auszeit für den Arbeitnehmer. Während dieser Phase der Elternzeit beziehungsweise des Mutterschutzes zu Beginn ist es wichtig, dass der persönliche Kontakt gehalten wird und wichtige Unternehmensinformationen weitergegeben werden. Üblicherweise liegt während der Elternzeit der Fokus der frischgebackenen Mutter zwar auf dem Baby, die meisten wollen aber dennoch über betriebliche Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden und den Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten aufrecht erhalten. Dadurch entsteht keine Grenze - was eine ideale Voraussetzung für den erfolgreichen Wiedereinstieg ist. 

Maßnahmen zur Kontaktpflege während der Elternzeit

In den meisten Fällen kann dies ohne großen Aufwand geschehen, zum Beispiel durch Versenden von Newslettern oder der Mitarbeiterzeitung. Wenn die Möglichkeiten vorhanden sind, können auch Mentoren dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt werden. Diese Mentoren begleiten den Arbeitnehmer während der Elternzeit und unterstützen auch später beim Wiedereinstieg. Neben fachlichem Austausch, geht es in erster Linie aber darum, dass erfahrene Mentoren, die bereits den Wiedereinstieg erfolgreich im Unternehmen geschafft haben, ihre persönlichen Erfahrungswerte weitergeben.

Wenn Unternehmensveranstaltungen wie Betriebsversammlung, Weihnachtsfeier oder Teamevents geplant sind, sollte auch der Arbeitnehmer, der sich gerade in seiner beruflichen Auszeit befindet, eingeladen werden. Die Arbeitnehmer werden ein solches Kontakthalten während ihrer Elternzeit schätzen.

Coaching während der Elternzeit anbieten

In dieser Phase kann dem Mitarbeiter bereits ein Coaching zu seiner neuen Lebenssituation angeboten werden. Was hat sich bei ihm verändert aufgrund des neuen Lebensereignisses? Wie geht es nach der Elternzeit weiter und passt der Job, den er vorher hatte mit seiner neuen Lebens- und Familiensituation zusammen? Der Arbeitnehmer findet gemeinsam mit dem Coach heraus, wie es für ihn weitergehen kann und mobilisiert seine Stärken für den Wiedereinstieg. Vielleicht findet er im Rahmen des Coachings auch heraus, dass er eine berufliche Neuorientierung wünscht.

Planungssicherheit für den Arbeitgeber

Der Arbeitgeber bekommt durch das Mitarbeitercoaching eine rechtzeitige Planungssicherheit zum Wiedereinstieg und kann zudem mögliche Maßnahmen treffen, falls der Mitarbeiter sich für eine berufliche Neuorientierung entscheidet. Diese Maßnahmen müssen nicht immer gleich mit Neubesetzungen zusammenhängen, sondern es können auch Personalentwicklungsmaßnahmen stattfinden, um die erforderlichen Kompetenzen zu erlangen, damit die berufliche Neuorientierung auch innerhalb des Unternehmens gelingen kann.


Autorin: Sabrina Klix ist Personalentwicklerin und unterstützt mit ihrer Beratung "Mamihelden" Unternehmen in Fragen rund um das Management von Elternzeiten.

Schlagworte zum Thema:  Elternzeit, Mitarbeiterbindung, BEEG, Coaching, Mutterschutz

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