Vereinigtes Königreich / 1 Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisrecht

Grundsätzlich bedürfen Ausländer zur Aufnahme einer Arbeitnehmertätigkeit in Deutschland eines Aufenthaltstitels, der zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt. Die Ausländerbehörde fällt eine gebündelte aufenthaltsrechtliche Entscheidung, die zugleich den Zugang zum Arbeitsmarkt regelt ("one-stop-government"). Die Agentur für Arbeit wird in einem verwaltungsinternen Zustimmungsverfahren beteiligt.[1]

Staatsangehörige der EU-Staaten bedürfen keines Aufenthaltstitels. Aufgrund der für sie geltenden gemeinschaftsrechtlichen Grundfreiheit der Freizügigkeit unterliegen sie lediglich einer Ausweis- und Meldepflicht.[2] Abhängig vom Ausgang der Brexit-Austrittsverhandlungen dürften britische Staatsangehörige zukünftig nicht mehr unter die privilegierenden Regelungen des Gesetzes über die allgemeine Freizügigkeit von EU-Bürgern (FreizügG/EU) fallen. Möglich ist die weitere Gültigkeit aufgrund eines Assozierungsabkommens mit der EU. Für den Aufenthaltsstatus von EU-Bürgern im Vereinigten Königreich wird auf britischer Seite eine "Bleiberechtsgarantie" erwogen, welche die Rechte der derzeit in Großbritannien aufenthalts- und arbeitsberechtigten EU-Bürger garantiert. Möglicherweise kommt es zukünftig sogar zu einem vereinfachten Aufenthaltsgenehmigungsverfahren.

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