Richtige Zuordnung von Sach... / 1.3 Gemischt veranlasste Sachbezüge

Gemischt veranlasste Sachbezüge, die sowohl mit dem Ziel der Entlohnung als auch unter Berücksichtigung betriebsfunktionaler Gesichtspunkte gewährt werden (z.  B. Auslandsreisen mit touristischen und beruflichen Elementen), können grundsätzlich in Arbeitslohn einerseits und Leistung im überwiegend betrieblichen Interesse andererseits aufgeteilt werden.[1]

Voraussetzung ist, dass für die Aufteilung der Kosten ein geeigneter Aufteilungsmaßstab vorhanden ist. Damit hat der BFH seine langjährige Rechtsprechung aufgegeben, wonach ein Sachbezug nur entweder insgesamt eine Leistung im überwiegend betrieblichen Interesse oder Arbeitslohn darstellt (Gesamtwürdigung).[2] Die geänderten Abgrenzungs- und Aufteilungsgrundsätze im Lohnsteuerverfahren wurden durch die Entscheidung des Großen Senats zur Abzugsfähigkeit gemischter Aufwendungen als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben bestätigt.[3] Scheidet eine Aufteilung der Sachzuwendung aus, weil eine Aufteilung in Entlohnungsbestandteil und betriebsfunktionale Elemente nicht möglich ist, stellt die Gesamtleistung Arbeitslohn dar. Der Lohnsteuerabzug kann in diesem Fall nur dann unterbleiben, wenn die Sachleistung des Arbeitgebers unter eine gesetzliche Steuerbefreiungsvorschrift des § 3 EStG fällt.

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