Sachverhalt

Eine Arbeitnehmerin war im Frühjahr 2018 arbeitsunfähig krank. Im Anschluss war sie schwanger. Es folgten Beschäftigungsverbote nach dem MuSchG. Nahtlos an die Schutzfrist nach der Geburt ihres Kindes hatte sie bis zum 10.12.2019 Elternzeit. Danach war sie bis 31.12.2020 arbeitsunfähig krank. Das Arbeitsverhältnis endete mit Ablauf des 8.1.2021. Anschließend stritten sich die Parteien um die Frage, ob die Klägerin für 2018 Urlaubsabgeltung beanspruchen kann oder dieser Anspruch verfallen sei.

Ergebnis

Nach § 24 Satz 2 MuSchG, § 17 Abs. 2 BEEG kann nicht genommener Urlaub nach Ablauf des Beschäftigungsverbots während der Schwangerschaft bzw. der Elternzeit im laufenden oder im Folgejahr genommen werden, hier also bis Ende 2020. Da die Arbeitnehmerin aber zu diesem Zeitpunkt arbeitsunfähig krank war, wurde der Urlaub aus 2018 gemäß § 7 Abs. 3 Satz 2 BUrlG zumindest bis zum 31.3.2021 übertragen. Da das Arbeitsverhältnis aber bereits mit Ablauf des 8.1.2021 endete, war der zu diesem Zeitpunkt noch bestehende Urlaub nach § 7 Abs. 4 BUrlG abzugelten.[1]

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge