Nichtraucherprämie
  

Begriff

Im Wege der Gesundheitsförderung bezahlen Unternehmen ihren Arbeitnehmern eine Prämie dafür, dass diese keine Tabakwaren konsumieren bzw. den Konsum von Tabakwaren einstellen. Nichtraucherprämien stellen steuerpflichtigen Arbeitslohn bzw. beitragspflichtiges Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung dar. Lohnsteuerrechtlich sind sie als sonstige Bezüge zu berücksichtigen, beitragsrechtlich als einmalig gezahltes Arbeitsentgelt.

Sofern der Arbeitgeber keine Nichtraucherprämie gewährt, sondern den Arbeitnehmer durch die Übernahme der Kosten für einen Raucherentwöhnungskur unterstützt, besteht die Möglichkeit im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung einen Zuschuss bis zu jährlich 500 EUR steuerfrei und sozialversicherungsfrei zu gewähren.

 

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

Lohnsteuer: Zur Lohnsteuerpflicht der Nichtraucherprämie s. § 19 Abs. 1 EStG i. V. m. R 19.3 LStR. Zur Lohnsteuerfreiheit der Gewährung von Nichtraucherkursen s. § 3 Nr. 34 EStG.

Sozialversicherung: Die Beitragspflicht der Nichtraucherprämie als Arbeitsentgelt ergibt sich aus § 14 Abs. 1 SGB IV. Die Beitragsfreiheit als Konsequenz der Anwendung des Steuerfreibetrags ergibt sich aus § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SvEV.

 

Kurzübersicht

 
Entgelt LSt SV
Nichtraucherprämie pflichtig pflichtig
Zuschuss zu Gesundheitsleistungen bis 500 EUR jährlich frei frei

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge