Grundrente (Entgeltpunkte f... / 3.3 Jährliche Einkommensüberprüfung

Besteht Anspruch auf einen Grundrentenzuschlag, erfolgt eine Einkommensprüfung nicht nur zum Zeitpunkt des Rentenbeginns bzw. bei Bestandsrenten erstmals zum 1.1.2021, sondern jährlich fortlaufend zum 1.1 des Folgejahres. Dabei ist das zu berücksichtigende Einkommen anzupassen. Die Rentenversicherungsträger stellen für die Bestimmung des zu berücksichtigenden Einkommens auf den 30.9 eines Jahres ab.

 
Praxis-Beispiel

Jährliche Einkommensüberprüfung

Ein verheirateter Versicherter bezieht ab 1.1.2022 eine Regelaltersrente und hat Anspruch auf einen Zuschlag an Entgeltpunkten für langjährig Versicherte. In den Jahren vor Rentenbeginn war er beschäftigt. Kapitalerträge werden nicht erzielt.

Lösung:

Zum Zeitpunkt des Rentenbeginns am 1.1.2022 ist auf das zu versteuernde Einkommen des vorvergangenen Jahres (2020) abzustellen. Es gelten die Freibeträge des Jahres 2022 von 1.950 EUR/ 2.300 EUR (für Verheiratete), die sich nicht von denen des Jahres 2021 unterscheiden.

Zum Zeitpunkt der ersten Einkommensüberprüfung zum 1.1.2023 verbleibt es bei dem Rückgriff auf das zu versteuernde Einkommen des Jahres 2020 als vorvergangenes Kalenderjahr, da maßgebend für die Bestimmung der 30.9.2022 ist. Es gelten die Freibeträge des Jahres 2023, die sich voraussichtlich gegenüber dem Jahr 2022 erhöhen, da der aktuelle Rentenwert voraussichtlich zum 1.7.2022 steigt.

Zum Zeitpunkt der Einkommensüberprüfung zum 1.1.2024 ist auf das zu versteuernde Einkommen des Jahres 2021 als vorvergangenes Kalenderjahr zurückzugreifen, da maßgebend für die Bestimmung der 30.9.2023 ist. Es gelten die Freibeträge des Jahres 2024, die sich gegenüber dem Jahr 2023 erhöhen, falls der aktuelle Rentenwert zum 1.7.2023 steigt.

Zum Zeitpunkt der Einkommensüberprüfung zum 1.1.2025 ist auf das zu versteuernde Einkommen des Jahres 2022 als vorvergangenes Kalenderjahr zurückzugreifen, da maßgebend für die Bestimmung der 30.9.2024 ist. Es ist das erste Jahr, in dem sich der Rentenbezug (abzüglich Grundrentenzuschlag) im zu berücksichtigenden Einkommen niederschlagen wird. Es gelten die Freibeträge des Jahres 2025, die sich gegenüber dem Jahr 2024 erhöhen, falls der aktuelle Rentenwert zum 1.7.2024 steigt.

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