Grundgesetz / Art. 21 Parteien
 

(1) 1Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. 2Ihre Gründung ist frei. 3Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen. 4Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.

 

(2)[1] Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig.

 

(3)[2] 1Parteien, die nach ihren Zielen oder dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgerichtet sind, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind von staatlicher Finanzierung ausgeschlossen. 2Wird der Ausschluss festgestellt, so entfällt auch eine steuerliche Begünstigung dieser Parteien und von Zuwendungen an diese Parteien.

 

(4)[3] Über die Frage der Verfassungswidrigkeit nach Absatz 2 sowie über den Ausschluss von staatlicher Finanzierung nach Absatz 3 entscheidet das Bundesverfassungsgericht.

 

(5[4]) Das Nähere regeln Bundesgesetze.

[1] Abs. 2 geändert durch Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 21). Anzuwenden ab 20.07.2017.
[2] Abs. 3 eingefügt durch Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 21). Anzuwenden ab 20.07.2017.
[3] Abs. 4 eingefügt durch Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 21). Anzuwenden ab 20.07.2017.
[4] Geändert durch Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 21). Der bisherige Absatz 3 wird Absatz 5. Geänderte Zählung anzuwenden ab 20.07.2017.

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