Erfolge im betrieblichen Ge... / 6 BGF-bezogene Kennzahlen

Die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) wird im Rahmen eines BGM als die Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit der Beschäftigten in den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung, Stress/Entspannung und Sucht verstanden. Aber auch die Durchführung von Gesundheitstagen, arbeitsplatzspezifischen Programmen und verhältnisbezogenen Maßnahmen gehört zur BGF. Grundlage der Maßnahmen sind i. d. R. Erkenntnisse aus Befragungen und Gesundheitszirkeln, sodass sich Kennzahlen in diesem Bereich auch auf weiche Faktoren beziehen.

6.1 Akzeptanz

Werden im Unternehmen Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit, wie z. B. Rückenschulen, Entspannungskurse oder Gesundheitstage durchgeführt, kann die Akzeptanz der durchgeführten Maßnahmen gemessen werden. Ermittelt wird dies anhand der Anzahl der Mitarbeiter, die an der jeweiligen Maßnahme teilgenommen haben und an deren Zufriedenheit. Folglich kann die Akzeptanz sowohl in Form von Teilnehmerquoten an Maßnahmen, als auch in Form von Rücklaufquoten bei Mitarbeiterbefragungen oder eines Zufriedenheitswertes dargestellt werden.

6.2 Effekte

Maßnahmen werden i. d. R. mit einer gewissen Zielrichtung durchgeführt, d. h., es werden gewisse Ergebnisse bzw. Wirkungen erwartet. Diese sog. Effekte, wie z. B. weniger Rückenschmerzen aufgrund von Rückenprogrammen, stellen wiederum weitere Kennzahlen für den Bereich des BGM dar. In Tab. 4 sind einige wenige Beispiele für solche Zielgrößen dargestellt.

 
Maßnahme Ziel/erwünschter Effekt
Rückenschule Reduktion Rückenschmerzen, richtiges Heben und Tragen
Entspannungskurs Stressabbau, besserer Umgang mit Stresssituationen
Gesundheitstag Sensibilisierung der Belegschaft, Motivation, Commitment
Ergonomieschulung Optimierung der Arbeitsbedingungen
Bewegungsprogramme Erhaltung der Leistungsfähigkeit, Reduzierung Risikofaktoren

Tab. 4: Maßnahmen und resultierende Effekte im BGM

Das Messen von Effekten kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Beispielhafte Möglichkeiten sind z. B. das direkte Messen der Ergebnisse von medizinischen oder sportmotorischen Tests oder das Befragen der Beschäftigten in Interviews oder einer schriftlichen Mitarbeiterbefragung.

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