Erfolge im betrieblichen Ge... / 2.2 Nohl-Werte

Um i. S. der Prävention eine Erkrankung oder einen Unfall zu vermeiden bzw. die Häufigkeit und Schwere zu reduzieren, sollten die Arbeitsplätze und Tätigkeiten mit einer Risikokennzahl bewertet werden. Die Arbeitswissenschaftler Nohl und Thiemecke entwickelten daher eine Systematik zur Risikobewertung[1], die aktuell unter dem Namen "Verfahren nach Nohl" bekannt ist und zu den Standard-Verfahren in der Arbeitsanalyse gehört. Dieses Verfahren stellt 2 grundsätzliche Betrachtungsebenen in Form einer Matrix (Abb. 1) gegenüber:

  1. Die möglichen Gesundheitsrisiken bzw. das Schadensausmaß: Welche (gesundheitlichen) Folgen sind aufgrund der vorhandenen Gefährdung möglich?
  2. Die Wahrscheinlichkeit: Wie wahrscheinlich ist das Eintreten der Gefährdung bzw. die sich daraus ergebende mögliche Folge für die Gesundheit?

Abb. 1: Risikomatrix nach Nohl[2]

[1] Nohl/Thiemecke, Systematik zur Durchführung von Gefährdungsanalysen, 1988.
[2] Gruber/Kittelmann, Leitfaden für die Gefährdungsbeurteilung, 10. Aufl. 2013; Nohl/Thiemecke, Systematik zur Durchführung von Gefährdungsanalysen, 1988 (eigene Darstellung).

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