Entgeltersatzleistung: Ausw... / 1.1 Fortbestand der Mitgliedschaft in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung

Die Mitgliedschaft in der Kranken- und Pflegeversicherung bleibt erhalten, solange Anspruch auf Krankengeld oder Mutterschaftsgeld besteht bzw. diese Leistungen bezogen werden oder nach den gesetzlichen Regelungen Elterngeld bezogen wird. Gleiches gilt für die Dauer der Inanspruchnahme von Elternzeit oder wenn Pflegeunterstützungsgeld bezogen wird.

Darüber hinaus bleibt die Mitgliedschaft in der Kranken- und Pflegeversicherung erhalten, solange während einer medizinischen Maßnahme zur Rehabilitation von einem Reha-Träger (z. B. Arbeitsagentur, Berufsgenossenschaft, Rentenversicherungsträger oder Versorgungsamt) Verletzten-, Versorgungskranken- oder Übergangsgeld bezogen wird.

 

Hinweis

Fortbestand der Mitgliedschaft bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung vertreten die Auffassung, dass die Mitgliedschaft in der Kranken- und Pflegeversicherung auch dann bestehen bleibt, wenn nach Abschluss von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation weitere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erforderlich sind und das Verletzten-, Versorgungskranken- oder Übergangsgeld nach § 51 Abs. 1 SGB IX weiter gezahlt wird. Bei einer streng am Gesetzeswortlaut orientierten Auslegung besteht Kranken- und Pflegeversicherungsschutz lediglich bei Bezug einer Entgeltersatzleistung während einer medizinischen Reha-Maßnahme. Das wäre vom Sinn und Zweck der Vorschrift her allerdings nicht gerechtfertigt.

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