Betriebsveranstaltung / 5.2 Aufwendungen für den äußeren Rahmen

Kosten für den äußeren Rahmen der Veranstaltung, wie z. B. Saalmiete, Ausgaben für Musik, Kegelbahn, Sanitäter, für künstlerische oder artistische Darbietungen, sind ebenfalls zu berücksichtigen. Hierunter fallen auch die Aufwendungen zur Vorbereitung der Veranstaltung. Eine konkrete Bereicherung des Arbeitnehmers ist nicht erforderlich. Aufwendungen für den äußeren Rahmen, die der Arbeitgeber gegenüber Dritten aufwendet, sind in die Berechnung des Freibetrags von 110 EUR auch dann einzubeziehen, wenn sie für den Empfänger keinen marktgängigen Wert haben. Das FG Münster vertritt ebenfalls die Auffassung, dass alle Aufwendungen in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen sind, d. h. auch solche für den äußeren Rahmen, denen kein marktgängiger Wert zukommt.[1] Die Entscheidung ist zur Pauschalbesteuerung von Incentiv-Maßnahmen nach § 37b EStG ergangen. Es ist deshalb fraglich, ob eine anders ausfallende Entscheidung des BFH im Revisionsverfahren aufgrund der für Betriebsveranstaltungen festgelegten abweichenden gesetzlichen Regelung insoweit Folgewirkungen haben kann.

[1] FG Münster, Urteil v. 27.11.2018, 15 K 3383/17 L, Rev. beim BFH unter VI R 4/19.

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