Beleuchtung / 3.1 Beleuchtungsniveau und Beleuchtungsstärke

Das Beleuchtungsniveau muss der Art der Sehaufgabe Rechnung tragen und wird hauptsächlich von der Beleuchtungsstärke definiert. Folgende Beleuchtungsstärken werden unterschieden:

  • horizontal: wird als Bewertungsgröße für das Beleuchtungsniveau auf horizontalen Flächen (z. B. Arbeitstisch) verwendet. Im Arbeitsbereich muss sie mind. 500 lx betragen.
  • zylindrisch: gilt als Maß für den Helligkeitseindruck im Raum. Im Besonderen wird sie als Bewertungsgröße für die Helligkeit von Gesichtern vor dem Hintergrund der Forderung nach der Gewährleistung einer guten visuellen Kommunikation genutzt. Im Arbeitsbereich muss sie im Mittel in einer Höhe von 120 cm über dem Fußboden mind. 175 lx betragen.
  • vertikal: dient der Beurteilung des Beleuchtungsniveaus an vertikalen Flächen (Schrank, Wand, Regal etc.). Werden gelegentlich Lesetätigkeiten an Schrank- oder Regalflächen erforderlich, muss die vertikale Beleuchtungsstärke mind. 175 lx betragen; werden diese Sehaufgaben häufig abgefordert mind. 300 lx.

Die Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke wird in der Berechnung von Beleuchtungsanlagen mittels der 2 Werte:

  • "g1" Quotient aus minimaler Beleuchtungsstärke Emin und mittlerer Beleuchtungsstärke Ē
  • "g2" Quotient aus minimaler Beleuchtungsstärke Emin und maximaler Beleuchtungsstärke Emax

Die gleichmäßige Beleuchtung soll die Entstehung von störenden Helligkeitsunterschieden vermeiden und somit u. a. der Ablenkung von der Sehaufgabe vorbeugen.

Bei der Planung der Beleuchtungsanlage muss ein Wartungsfaktor angegeben werden, da mit zunehmender Betriebszeit die Beleuchtungsstärke durch Alterung und Verschmutzung abnimmt. Aus diesem Grund muss die Neuanlage eine höhere Beleuchtungsstärke aufweisen, d. h. die Abnahme wird mit dem Wartungsfaktor erfasst. Der Wartungswert der Beleuchtungsstärke (Ēm) ist der Wert, unter den die mittlere Beleuchtungsstärke auf einer bestimmten Fläche nicht sinken darf (Abb. 3). Es handelt sich um die mittlere Beleuchtungsstärke zu dem Zeitpunkt, an dem eine Wartung durchzuführen ist.

Abb. 3: Neuwert – Wartungswert und Wartung

Der Wartungsfaktor ist abhängig von:

  • Lampen und Leuchtenart,
  • Staub- und Verschmutzungsgefahr der Umgebung,
  • Wartungsmethode,
  • Wartungsintervall.

Da die betriebsbedingten Einflüsse bei der Planung oft nicht bekannt sind, wird bei einem Wartungsintervall von 3 Jahren ein Wartungsfaktor von 0,67 in sauberen Umgebungen und von bis zu 0,50 in schmutzigen Umgebungen angesetzt.

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