bAV: Versorgungsausgleich / 7.1 Ausgleichsanspruch als Sonderausgaben bzw. als sonstige Einkünfte

Im Fall eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs richten sich die Ausgleichsansprüche des Berechtigten nach der Scheidung bzw. Auflösung der eingetragenen Lebenspartnerschaft direkt gegen den Ausgleichsverpflichteten und nicht gegen dessen Versorgungsträger. Folglich bezieht die ausgleichsverpflichtete Person die Einkünfte in voller Höhe und gibt davon einen Teil an die ausgleichsberechtigte Person ab.

Ausgleichszahlungen (Renten oder Kapitalzahlungen) können vom Ausgleichspflichtigen als Sonderausgaben im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung geltend gemacht werden. Die Höhe des Sonderausgabenabzugs richtet sich danach, in welchem Umfang die Ausgleichszahlungen beim Ausgleichspflichtigen der Besteuerung unterliegen. Sind die zugrunde liegenden Einnahmen nicht steuerbar oder steuerfrei, ist der Sonderausgabenabzug ausgeschlossen. Der Ausgleichsberechtigte versteuert Ausgleichszahlungen stets als sonstige Einkünfte. Der Umfang entspricht der Höhe der Leistungen, die beim Ausgleichsverpflichteten als Sonderausgaben abgezogen werden können (Korrespondenzprinzip).

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Personal Office Platin. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Personal Office Platin 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge