Die Thüringer Landesverwaltung soll effizienter werden. Aus 19 Behörden werden drei neue Landesämter entstehen. An den einzelnen Standorten soll sich aber nichts ändern.

Im Verantwortungsbereich des Infrastrukturministeriums werden ab 1. Januar 2019 drei neue Landesbehörden entstehen, wie Ministerin Birgit Keller (Linke) in Erfurt erklärte. Voraussetzung sei, dass der Thüringer Landtag in seiner Dezember-Sitzung den entsprechenden Plänen zustimmt.

Behörden werden zusammengefasst

Die vier Straßenbauämter im Land sollen mit dem alten Landesamt für Bau und Verkehr zu einem neuen Landesamt verschmelzen. Zudem sollen auch ein Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation sowie ein Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum geschaffen werden. Von den Umstrukturierungen seien etwa 2.700 Beschäftigte des Landes betroffen.

Service und Standorte bleiben erhalten

Trotz des strukturellen Umbaus würden die Behörden aber in der Fläche des Freistaats präsent bleiben, erklärte Keller. «An den einzelnen Standorten und dem dort gewohnten Service wird sich nichts ändern.» Allerdings sei die Veränderung nötig, damit zum Beispiel Anträge von Menschen im Land schneller oder überhaupt noch bearbeitet werden könnten. Nicht zuletzt angesichts des demografischen Wandels stehe die Landesverwaltung vor großen Herausforderungen, sagte Keller. Da in den nächsten Jahren nur etwa die Hälfte der frei werdenden Stellen nachbesetzt würden, müsse die Verwaltung effizienter werden.

Drei neue Landesämter

Insgesamt werden durch die Strukturreform nach Angaben der Ministerin aus 19 Behörden drei neue Landesämter. Diese Bündelung ermögliche es unter anderem, die Führungsebene im Aufgabenbereich des Ministeriums zu verschlanken, sagte Keller.

Nach Angaben des Ministeriums werden beispielsweise in Zukunft bei den neuen Länderämter nur noch 14 Abteilungsleiter gebraucht, statt der bisher mehr als 50 Abteilungsleiter. Die dadurch frei werdenden Beschäftigten könnten dann eingesetzt werden, um die Arbeit innerhalb der Ämter zu beschleunigen, hieß es.

Änderungen sollen 2019 umgesetzt werden

Sollte der Landtag die Verwaltungsreform nicht wie geplant im Dezember, sondern erst Anfang 2019 beschließen, würden die neuen Landesämter entweder rückwirkend oder im Laufe des nächsten Jahres aufgestellt, sagte Keller. Entscheidend sei, dass das Ministerium auf die Neuordnung vorbereitet sei.

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