16.01.2015 | Niedersachsen

Tarifverhandlungen für Diakonie steuern auf Schlichtung zu

Beschäftigte der Diakonie fordern 3,5 Prozent Gehaltserhöhung.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Trotz einer Grundsatzeinigung steuern die seit mehr als vier Jahren laufenden Tarifverhandlungen in der Diakonie in Niedersachsen auf die Schlichtung zu.

Nachdem die Verhandlungen für die rund 37.000 Beschäftigten am Dienstag ergebnislos blieben, habe Verdi das drohende Scheitern erklärt und die erste Stufe der Schlichtung eingeleitet, teilte die Gewerkschaft mit. Für den 26. Januar wurden erste Protestaktionen in Hannover, Braunschweig und Oldenburg angekündigt.

Schlichtung statt Streikregelung

Jahrelanger Streitpunkt war zunächst die Einbindung der Gewerkschaft in die Entgeltverhandlungen bei Diakonie und Kirche. Der Kampf um Mitsprache und ein Streikrecht führte Kirche und Diakonie bis vor das Bundesarbeitsgericht, das beiden Seiten in Teilen Recht gab. Im September erzielten Diakonie und Verdi in Niedersachsen eine Einigung mit bundesweiter Signalwirkung, die eine Einbindung der Gewerkschaft mit einer Schlichtung statt einer Streikregelung vorsieht.

Erst bei den danach angelaufenen Verhandlungen über die Bezahlung begann das Tauziehen um Prozente und Laufzeiten. Verdi fordert eine Anhebung um 100 Euro sowie darauf eine Erhöhung von 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 4,2 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung bei einer Laufzeit bis Ende 2016 geboten.

Schlagworte zum Thema:  Diakonie, Tarifverhandlung

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