Rechtsreferendariat in Teilzeit geplant
Den im öffentlichen Dienst Beschäftigten steht ein Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung zu, wenn sie ein minderjähriges Kind oder einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen. Dies soll künftig auch für Rechtsreferendare gelten. Bisher steht das Deutsche Richtergesetz einer derartigen Regelung für den juristischen Vorbereitungsdienst entgegen. Der von Bundesrat und Bundesregierung befürwortete Gesetzesentwurf (BT-Drs. 18/10878) sieht deshalb eine Änderung des Gesetzes vor. Den Ländern soll die Möglichkeit gegeben werden, über die Einführung einer derartigen Teilzeitmöglichkeit durch Landesrecht entscheiden zu können.
Uneinigkeit bei Länderöffnungsklausel
Die Bundesregierung befürwortet zwar den Entwurf des Bundesrates, steht jedoch einer Länderöffnungsklausel kritisch gegenüber. Vielmehr will sie eine Teilzeitmöglichkeit bundesweit einführen, um eine Einheitlichkeit der Prüfungsanforderungen zu gewährleisten. Durch Landesrecht sollen dann die Einzelheiten der Durchsetzung geregelt werden können, wie beispielsweise die Dauer des Vorbereitungsdienstes, die Dauer der einzelnen Pflichtstationen und dem Zeitraum für die schriftlichen Prüfungen.
Einschränkung auf Teilzeit aus familiären Gründen
Um die Chancengleichheit sicherzustellen, soll eine Teilzeit nur aus familiären Gründen möglich sein. Das bedeutet, wenn mindestens ein Kind unter achtzehn Jahren oder ein nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftiger Angehöriger tatsächlich gepflegt wird. Dadurch verhindert der Entwurf, dass eine Verlängerung der Vorbereitungszeit auf die zweite Staatsprüfung ohne jegliche Gründe in Anspruch genommen wird.
Vereinbarkeit von Rechtsreferendariat und Familie
Aufgrund der langen Dauer der juristischen Ausbildung, müssen vor allem Frauen Familie und Ausbildung zeitgleich bewältigen. Dies bedeutet für die Betroffenen eine Einschränkung der beruflichen Chancen aufgrund einer Doppelbelastung und für den Arbeitsmarkt den Verlust qualifizierter Arbeitskräfte. Insbesondere sind Nachwuchskräfte für die Justiz und den öffentlichen Dienst aktuell Mangelware.
Lesen Sie auch:
Absenkung der Unterhaltsbeihilfe für Rechtsreferendare in Nordrhein-Westfalen ist rechtmäßig
-
Besoldungserhöhung für Bundesbeamte fällt geringer aus
3.791
-
Krankmeldung im öffentlichen Dienst
1.0271
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
9482
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
928
-
Urlaubsanspruch auch bei Erwerbsminderungsrente
723
-
Entgelttabelle TV-L
471
-
Gewerkschaften stimmen der TV-L Tarifrunde 2026 zu
434
-
Zwölftelung des Urlaubsanspruchs im öffentlichen Dienst
411
-
Hilfsweise ordentliche Kündigung „zum nächstmöglichen Termin“
357
-
Probezeitkündigung im öffentlichen Dienst - das gilt es zu beachten
347
-
Probezeit-Kündigung unwirksam: BAG rügt fehlerhafte Personalratsbeteiligung
13.05.2026
-
BVerwG legt EuGH Fragen zum bezahlten Vaterschaftsurlaub vor
07.05.2026
-
Polizeibeamter nach Körperverletzung im Amt aus dem Beamtenverhältnis entfernt
07.05.2026
-
Entgelttabelle TV-V
30.04.2026
-
Entgelttabelle TV-Hessen
30.04.2026
-
Entgelttabelle TV-L
30.04.2026
-
Entgelttabelle TV-L Sozial- und Erziehungsdienst
30.04.2026
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
30.04.2026
-
Entgelttabelle TVöD - Sozial- und Erziehungsdienst
30.04.2026
-
Entgelttabelle TVöD/Bund
30.04.2026