Das Bundesland Thüringen wird künftig wieder Lehrer zu Beamten auf Lebenszeit ernennen. Dadurch soll die Attraktivität des Lehrerberufs gesteigert werden.

Nach mehr als elf Jahren werden in Thüringen in den kommenden Tagen die ersten 14 Lehrer zu Beamten auf Lebenszeit ernannt. Bis Oktober sollen rund 1.300 Pädagogen im Freistaat diesen Status erhalten, wie das Bildungsministerium am Dienstag mitteilte. Für diese Lehrer endet damit eine Bewährungszeit, in der sie Beamte auf Probe waren. Nach Angaben einer Ministeriumssprecherin wurden in dieser Zeit Eignung, Befähigung und fachliche Leistung überprüft. Dazu gehören unter anderem ein Gesundheitscheck und eine Beurteilung durch die jeweilige Dienststelle. Die ersten zwei Lehrer sollten am Dienstag zu Beamten auf Lebenszeit ernannt werden. Seit dem Jahr 2007 waren im Land grundsätzlich keine Lehrer mehr verbeamtet worden.

Verbeamtung soll Attraktivität des Lehrerberufs steigern

«Mit der Wiedereinführung der Verbeamtung steigern wir die Attraktivität des Lehrerberufs», erklärte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke). Die rot-rot-grüne Landesregierung will damit auch dem zunehmenden Lehrermangel entgegenwirken. Die Verbeamtung sei unverzichtbar, um die Attraktivität des Bildungslandes Thüringen im Wettbewerb um die besten Lehrer zu erhalten, erklärte Holter. Gleichzeitig betonte er, dass die Verbeamtung nur ein Teil eines Bündels von Maßnahmen sei, um für genügend Lehrernachwuchs zu sorgen. Zum Ende des vergangenen Schuljahres gab es nach Angaben des Bildungsministeriums 17.327 Lehrer in Thüringen.

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