Beamtenbund positioniert sich für Tarifrunde 2014
Die Organisation kam am Montag, 6. Januar, in Köln zu ihrer Jahrestagung zusammen. Im Mittelpunkt des zweitägigen dbb-Treffens steht die im März beginnende Tarifrunde für die Angestellten des Bundes und der Kommunen.
dbb: Staat muss Verantwortung wahrnehmen
„Der Staat darf sich seiner Verantwortung gegenüber den Staatsbürgern nicht entziehen.“ Mit diesen deutlichen Worten hat der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt die Regierungen von Bund und Ländern aufgefordert, eine neue Balance im staatlichen Handeln zu finden. Der Abbau öffentlicher Leistungen einerseits und die politische Einmischung in funktionierende Systeme wie der Tarifpluralität andererseits seien nicht geeignet, die Funktionsfähigkeit des Landes zu sichern.
Ein Rückzug des Staates werde die Politik angesichts des demografischen Wandels und dem damit einhergehenden Fachkräftemangel zukünftig vor noch größere Herausforderungen stellen, sagte der dbb Chef. Der öffentliche Dienst müsse allgemein und das Berufsbeamtentum insbesondere gestärkt werden.
Beamtenbund warnt vor Personalmangel im öffentlichen Dienst
Der Beamtenbund prognostiziert eine Personallücke von 700.000 Stellen über die nächsten 15 Jahre. In diesem Zeitraum schieden 1,5 Millionen Beschäftigte altersbedingt aus dem öffentlichen Dienst aus. Demnach gebe es schon heute vor allem in der schulischen Bildung, der öffentlichen Sicherheit sowie in Gesundheit und Verbraucherschutz bereits «massive Unterbesetzungen».
Forderungen für die Einkommensrunde 2014
Vor Beginn der Einkommensrunde 2014 für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hat Willi Russ, Zweiter Vorsitzender und Verhandlungsführer des dbb, darauf hingewiesen, dass die Forderung am 11. Februar abschließend beraten und dann gemeinsam mit verdi vor der Presse mitgeteilt wird. „Was die Höhe angeht, wollen wir die wirtschaftlichen Zahlen, die die Bundesregierung bekannt gibt, erst einmal prüfen. Was strukturelle Forderungen angeht, da zeichnen sich schon gewisse Dinge ab“, sagte Russ.
Das Maß müsse sein, dass die Beschäftigten in Bund und Kommunen nicht schlechter gestellt werden als ihre Kolleginnen und Kollegen in den Ländern.
Zu den strukturellen Forderungen werde die nach einer unbefristeten Übernahme aller Auszubildenden gehören. Jungen Leuten solle eine Übernahmegarantie gegeben werden, um ausreichend Nachwuchs für den öffentlichen Dienst zu interessieren, so Russ.
Zum Verweis der Arbeitgeberseite auf die Schuldenbremse sagte der dbb Verhandlungsführer, dies sei ein gesamtwirtschaftliches Thema und könne kein Problem allein für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sein.
Tarifeinheit in der Diskussion
Bei der Jahrestagung werden auch Aussagen zum Vorhaben von Union und SPD erwartet, die Tarifeinheit in größeren Betrieben durch ein Gesetz zu regeln. Damit will die große Koalition bei Tarifauseinandersetzungen der Zersplitterung in immer mehr kleinere Spartengewerkschaften entgegenwirken. Die Pläne, die von den Arbeitgebern begrüßt werden, sind im Gewerkschaftslager heftig umstritten. Befürchtet wird eine Einschränkung des Streikrechtes.
-
Besoldungserhöhung für Bundesbeamte fällt geringer aus
1.600
-
Krankmeldung im öffentlichen Dienst
9831
-
Urlaubsübertragung und Urlaubsverfall im öffentlichen Dienst
9822
-
Urlaubsanspruch auch bei Erwerbsminderungsrente
778
-
Entgelttabelle TVöD/VKA
769
-
Gewerkschaften stimmen der TV-L Tarifrunde 2026 zu
743
-
Entgelttabelle TV-L
609
-
Beschäftigte des Landes Hessen erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt
556
-
Hilfsweise ordentliche Kündigung „zum nächstmöglichen Termin“
383
-
Zwölftelung des Urlaubsanspruchs im öffentlichen Dienst
373
-
Unwirksame außerordentliche Kündigung einer Oberärztin
23.04.2026
-
Besoldungserhöhung für Bundesbeamte fällt geringer aus
21.04.2026
-
Der Beamtenbund dbb vermeidet Kontakte und Auftritte mit AfD
15.04.2026
-
Zweifel an Verfassungstreue rechtfertigen Entlassung von Polzeikommissaranwärtern
13.04.2026
-
Ausschluss eines Polizeibewerbers wegen Harnstein
08.04.2026
-
Kontakt zum inhaftierten Lebensgefährten: Justizvollzugsbeamtin fristlos entlassen
02.04.2026
-
Vergaben des Bundes nur noch zu Tarifbedingungen
01.04.2026
-
Beschäftigte des Landes Hessen erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt
30.03.2026
-
Polizeihauptkommissar wegen Verstoß gegen Verfassungstreue um zwei Besoldungsgruppen zurückgestuft
23.03.2026
-
Kirchenaustritt ist kein Kündigungsgrund
18.03.2026
Goort
Thu Jan 09 13:53:24 UTC 2014 Thu Jan 09 13:53:24 UTC 2014
Beamtenbund positioniert sich für Tarifrunde 2014
Das Ergebnis wird wohl wieder so sein, dass die Berufsgruppen Angestellte und Arbeiter die Kartoffeln kriegen und die Beamten die -schalen. Solange Beamte einem öffentlich-rechtlichen Treueverhältnis unterlagen - also kein Streikrecht haben - wird sich an ihrer beispielhaften Abfütterung nichts ändern. Da sind der Beamtenbund und Verdi mit einem zahnlosen Tiger zu vergleichen
Paule
Thu Jan 09 12:56:53 UTC 2014 Thu Jan 09 12:56:53 UTC 2014
Wenn "das Maß sein muss, dass Bundes- und Kommunalbeamte nicht schlechter gestellt werden dürfen" als Landesbeamte, benötigen wir kaum Tarifverhandlungen. Es ist doch jetzt schon so, dass die Landesbeschäftigten hinter Bund- und Kommunalbeschäftigten hinterherhinken. Die Föderalismusreform hat hier Großes geleistet - für die Länder!