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DGB kritisiert Nullrunde für Hessens Beamte

DGB fordert Anpassung der Beamtengehälter in Hessen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die geplante Nullrunde für die beim Land Hessen beschäftigten Beamten scharf kritisiert.

Die Beamten müssten mit dem vorgeschobenen Argument der Schuldenbremse die Zeche für die verfehlte Steuerpolitik, sagte Gabriele Kailing, Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen. Die Nullrunde führe dazu, dass der Berufsstand immer unattraktiver werde. Personalengpässe und Fachkräftemangel seien die Folge.

Arbeitgeberseite verweist auf die Schuldenbremse

Der DGB fordert, dass der jüngst verabschiedete Tarifvertrag im öffentlichen Dienst auch für die Beamten übernommen wird. Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte das kategorisch abgelehnt und mit der Schuldenbremse begründet. Laut einer DGB-Studie nimmt der Anteil der Personalkosten am Landesbudget ab - obwohl die Zahl der Beschäftigten zwischen 2002 und 2013 leicht gestiegen ist. «Wir sehen bei den Personalausgaben einen klar rückläufigen Trend», sagte Kai Eicker-Wolf, der beim DGB Hessen-Thüringen für Haushalts- und Wirtschaftspolitik zuständig ist.

Gewerkschaftsvertreter: Attraktivität des Beamtenstatus nimmt ab

Andreas Grün, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Hessen, bestätigte, dass die Attraktivität des Polizeiberufes unter der schlechten Bezahlung und den gestiegenen Anforderungen leide. Die angekündigte Nullrunde sorge für zusätzlichen Frust.

Schlagworte zum Thema:  Beamte, Besoldung, Beamtenbesoldung, Hessen

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