Auszubildende zum Verwaltungsfachangestellten sind sehr zufrieden

Im Ausbildungsreport 2019 der DGB-Jugend haben die Auszubildenden zum Verwaltungsfachangestellten den Ausbildern ein gutes Zeugnis ausgestellt. Die Studie zeigt aber auch, was noch verbessert werden muss.

Am 29. August 2019 wurde der Ausbildungsreport 2019 der DGB-Jugend vorgestellt. An der repräsentativen Befragung haben sich 16.181 Auszubildende aus den laut Bundesinstitut für Berufsbildung 25 häufigsten Ausbildungsberufen beteiligt.

Verwaltungsfachangestellte sind mit ihrer Ausbildung zufrieden

Die künftigen Verwaltungsfachangestellten erreichten in der Befragung den zweiten Platz (hinter den Auszubildenden zum Industriemechaniker).

Voraussetzung für ein gutes Abschneiden in der Gesamtbewertung waren gute Bewertungen in den vier Kriterien

  • Ausbildungszeiten
  • Ausbildungsvergütung
  • Fachliche Qualität der Ausbildung
  • Persönliche Beurteilung der Ausbildung

Gute fachliche Qualität der Ausbildung im öffentlichen Dienst

Bei der Bewertung der fachlichen Qualität der Ausbildung schnitt der öffentliche Dienst wie schon im Vorjahr am besten ab. Hier wurde den Ausbilderinnen und Ausbildern durch das Einhalten des Ausbildungsplans, kein Fordern von ausbildungsfremden Tätigkeiten und eine gute fachliche Anleitung und Betreuung ein gutes Zeugnis durch die Befragten ausgestellt.

Ausbildungsvergütung überdurchschnittlich

Bei der Ausbildungsvergütung liegen die Verwaltungsfachangestellten (1051 Euro im dritten Ausbildungsjahr) auf dem vierten Platz hinter den Bankkaufleuten (1109 Euro), den Industriemechanikern (1060 Euro) und den Zerspanungsmechanikern (1055 Euro). Durchschnittlich verdienten die befragten Auszubildenden im dritten Ausbildungsjahr 890 Euro.

Gute persönliche Beurteilung der Ausbildung

Bei der persönlichen Beurteilung der Ausbildung, also einer subjektiven Gesamteinschätzung, erreichten die Verwaltungsfachangestellten den zweiten Platz. Hier ging es beispielsweise um die Fragen, ob sich die Auszubildenden in der Ausbildung überfordert oder unterfordert fühlen, ob sie durch die Ausbilderinnen und Ausbilder korrekt behandelt werden oder ob sie nach der Ausbildung im erlernten Beruf weiter tätig sein möchten.

Auszubildende bemängeln Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt

Viele Auszubildende sehen sich durch ihre Berufsausbildung nur unzureichend auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet. Bei den künftigen Verwaltungsfachangestellten sind 86 Prozent der Meinung, dass die Bedeutung von Digitalisierung und Automatisierung in ihrem Ausbildungsberuf hoch sei. Nur 71 Prozent fühlen sich aber durch ihre Ausbildung auf die Anforderungen der Digitalisierung gut vorbereitet und lediglich 59 Prozent geben an, dass sie in der Ausbildung gezielt für die Nutzung digitaler Technologien qualifiziert worden seien. Hier gibt es wohl noch Nachbesserungsbedarf, vor allem an den Berufsschulen.

Den Ausbildungsreport 2019 der DGB-Jugend finden Sie hier.

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