Prof. Dietmar Walberg - Illustration

Der Wohnungsbau hat "Krise": Anträge, Genehmigungen und Fertigstellungen sind rückläufig. Lebendig wie selten ist stattdessen das Nachdenken über Belebungsstrategien, seine Zukunft, einfacheres, preiswerteres und schnelleres Bauen. Doch welches Bauen brauchen wir? 

Es gibt Momente, in denen eine Branche innehalten und sich fragen muss: Wer sind wir, und wohin wollen wir? Der deutsche Wohnungsbau befindet sich in einem solchen Moment – und er ist nicht freiwillig darin. Die Krise hat ihn dazu gezwungen. Baugenehmigungen brachen vielerorts um mehr als 50 Prozent ein, Bauanträge sogar um bis zu 80 Prozent und der sogenannte "Bauüberhang" wurde zum mythischen Narrativ. Der sogenannte Seneca-Effekt ist eingetreten: Ein System kollabiert schneller, als man schauen kann.

Und vielleicht gerade deshalb ist das Gespräch über das Neue so lebendig wie lange nicht mehr. Strohballen, Lehm, Hanf, Holz: Materialien, die man in anderem Kontext für romantische Nostalgie halten könnte, werden plötzlich mit einer Ernsthaftigkeit diskutiert, die überrascht.

Was bleibt? Was taugt? Was ist Zukunft, was ist Folklore?

Holz ist der am weitesten entwickelte Kandidat unter den Alternativen. Mehrgeschossiger Holzbau ist in Skandinavien und Österreich deutlich verbreiteter als i...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW Die Wohnungswirtschaft 7/2026

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungsbau, Neubau, Baukosten