Deutscher Bauherrenpreis 2026: Die Bewerbungsfrist läuft
Der Deutsche Bauherrenpreis wird seit 1986 alle zwei Jahre vergeben. Prämiert werden Projekte, die zeigen, wie gutes Wohnen unter den heutigen Rahmenbedingungen gelingen kann – vom Neubau bis zur Umnutzung bestehender Gebäude.
Am 3.11.2025 ist die Auslobung für die Ausgabe 2026 gestartet: Bewerbungen werden bis zum 26.1.2026 um 24 Uhr ausschließlich online über das Portal "Einreichungen Deutscher Bauherrenpreis" angenommen.
Auslobende Verbände sind der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) und der Deutsche Städtetag (DST). Die Preisverleihung findet traditionell Ende Juni beim Wohnzukunftstag des GdW auf dem EUREF-Campus in Berlin statt.
Gefördert wird der Preis vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Partner ist der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla).
Sieger-Projekte beim Bauherrenpreis 2024
Beworben hatten sich im vergangenen Jahr 195 Projekte, darunter Neubauten, Modernisierungen und Umbauten, von denen 30 nominiert wurden. Ausgzeichnet wurden fünf herausragende Beispiele. Drei weitere Beiträge zu den Themen "Freiraumgestaltung / Klimaanpassung", "Denkmalschutz" und "Bauen mit Holz" erhielten jeweils einen Sonderpreis.
Umbau Gesobau-Verwaltungssitz zu Seniorenwohnen, Berlin
Der Gesobau ist es mit dem Umbau des ehemaligen Verwaltungssitzes gelungen, Büroflächen zu Wohnungen umzuwandeln und sich dabei an den Bedürfnissen der Mieter in der Nachbarschaft zu orientierten. Der Umbau zeigt laut Jury vorbildlich, wie die Transformation von Bürogebäuden zur Schaffung von mehr Wohnraum gelingen kann.
Umbau Gesobau-Verwaltungssitz zu Seniorenwohnen, Berlin
Bauherr: Gesobau AG, Berlin
Architektur: Anne Lampen Architekten BDA, Berlin
Freiraumplanung: Mewis Landschaftsarchitekten, Biesenthal
Rheinwohnungsbau Düsseldorf: Wohnquartier Sermer Weg / Volkardeyer Weg
Die Rheinwohnungsbau macht mit dem Projekt "Wohnquartier Sermer Weg / Volkardeyer Weg" deutlich, dass eine vernünftige Kombination aus Abriss, Neubau und Bestandserhalt gute Antworten für die qualitätsvolle Weiterentwicklung von Wohnquartieren bieten kann.
Wohnquartier Sermer Weg / Volkardeyer Weg, Düsseldorf
Bauherr: Rheinwohnungsbau GmbH, Düsseldorf
Architektur: hector3architekten; Schmale Architekten GmbH, Grevenbroich
Freiraumplanung: Green Landschaftsarchitekten Clever + De Jonghe PartGmbB, Duisburg
Eigenbetrieb Immobilienwirtschaft Erftstadt: Wohnen für Geflüchtete – Typenhäuser
Mit dem Projekt "Wohnen für Geflüchtete" zeigt Erftstadt nicht nur Verantwortung für die Unterbringung von Geflüchteten, sondern zugleich auch eindrucksvoll, dass Flüchtlingswohnungen mit einer hohen architektonischen Qualität künftig in den normalen Wohnungsmarkt überführt werden können.
Wohnen für Geflüchtete – Typenhäuser, Erftstadt-Liblar
Bauherr: Eigenbetrieb Immobilienwirtschaft Stadt Erftstadt, Erftstadt
Architektur: Lorber Paul Architektur und Städtebau, Köln
Freiraumplanung: Club L94 Landschaftsarchitekt*innen, Köln
Gemeinde Feldkirchen: Wohnanlage Raiffeisengelände
Mit der Wohnanlage Raiffeisengelände ist es der Gemeinde Feldkirchen in besondere Weise gelungen, ein integriertes Wohnquartier und qualitätsvollen neuen Stadtbaustein zu schaffen, der positiv in die Nachbarschaft hineinwirkt.
Wohnanlage Raiffeisengelände, Feldkirchen
Bauherr: Gemeinde Feldkirchen, Feldkirchen
Architektur: Felix+Jonas Architekten mit m3 Bauprojektmanagement für LPH 6-9, München
Freiraumplanung: Mahl Gebhard Konzepte, Landschaftsarchitekten BDLA Stadtplaner, München
Neubau Studierenden- und Auszubildendenwohnheim dgj 223, Heidelberg
Dem Collegium Academicum in Heidelberg ist es gelungen, in einem partizipativen Prozess mit den künftigen Bewohnern einen innovativen Holzbau für Azubis und Studierende zu schaffen, der durch die konsequente Orientierung auf nachhaltiges, gemeinschaftlich orientiertes und bezahlbares Bauen in besonderer Weise beeindruckt.
Neubau Studierenden- und Auszubildendenwohnheim dgj 223, Heidelberg
Bauherr: Collegium Academicum GmbH, Heidelberg
Architektur: DGJ Architektur GmbH, Frankfurt am Main
Freiraumplanung: GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur partg mbb, Heidelberg
Sonderpreise 2024: Von Denkmalschutz bis Holz
Howoge: Wohnbauten in der Hauptstraße, Berlin
Der Howoge ist es nach Auffassung der Jury mit der Ergänzung der Wohnanlage in Berlin-Rummelsburg vorbildlich gelungen, den Herausforderungen des Klimawandels durch eine bewusste Freiraumgestaltung und umfangreiche Maßnahmen zur Klimaanpassung zu begegnen und eine hohe Aufenthaltsqualität für die Bewohner zu schaffen.
Wohnbauten in der Hauptstraße, Berlin
Bauherr: Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH, Berlin
Architektur: Roedig.Schop Architekten bda, Berlin
Freiraumplanung: HochC Landschaftsarchitekten, Berlin
GWG: Alte Schule – Wohnen am Pestalozzipark, Halle (Saale)
Mit dem Umbau der denkmalgeschützten "Alten Schule" aus dem Jahr 1929 in Wohnungen und einer Geschäftsstelle der GWG "Eigene Scholle" zeigt die Genossenschaft durch großen Ideenreichtum beispielhaft, welche Umnutzungspotenziale in leergefallenen Schulgebäuden bestehen.
Alte Schule – Wohnen am Pestalozzipark, Halle (Saale)
Bauherr: GWG "Eigene Scholle" eG, Halle (Saale)
Architektur: Enke Wulf Architekten, Berlin
Freiraumplanung: Enke Wulf Architekten, Berlin
Sozialbau Kempten: Wohnen am Weiher
Die Sozialbau Kempten zeigt, dass auch hochgeschossige Wohngebäude ausschließlich aus einheimischen Hölzern und ohne Beton auf der Grundlage innovativer Brandschutzkonzepte gebaut werden können. Ein wichtiges Zeichen für nachhaltiges Bauen in Deutschland.
Wohnen am Weiher, Kempten
Bauherr: Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau GmbH, Kempten
Architektur: Die Sozialbau, Kempten
Freiraumplanung: Geiger & Waltner Landschaftsarchitekten, Kempten
Weitere Informationen zum Deutschen Bauherrenpreis
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