Ältere Frau liest Finanz- oder Steuerunterlagen am Tisch

Angefacht durch geplante Verschärfungen beim neuen Bürgergeld, warnen Mietervereine und Wohlfahrtsverbände: Steigende Wohnkosten können das Zuhause zur Armutsfalle machen. Bei den sozialen Vermietern wohnen viele Menschen mit geringem Einkommen. Sind Mieterlöse gefährdet?

Der Paritätische Gesamtverband betitelte seinen Ende 2025 veröffentlichten zweiten Bericht zur Wohnarmut mit "Mieten fressen Einkommen". Traditionell gelte die Empfehlung, dass nicht mehr als ein Drittel des Einkommens für Miete aufgewendet werden sollte. Doch inzwischen müssten viele Haushalte deutlich höhere Anteile ihres Einkommens für Wohnkosten aufbringen – in einigen Fällen über 50 Prozent. Demnach seien 5,4 Millionen mehr Menschen armutsgefährdet als nach konventionellen Berechnungen, die keine Wohnkosten berücksichtigen. Statt 13 Millionen gelten in der Rechnung des Paritätischen 18,4 Millionen Menschen in Deutschland als arm. Das seien 22,3 Prozent der Bevölkerung.

Auch der Deutsche Mieterbund (DMB) warnt. Laut Mietenreport 2025 geben rund 13 Prozent der Mieterhaushalte mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen aus. Diese Gruppe gelte als hochgradig insolvenzgefährdet, da kleinste finanzielle Erschütterungen sofort zu Mietschulden führen könnten. Der DMB warnt: "Die M...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW Die Wohnungswirtschaft 6/2026

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