Fehlbelegung: Schlüsselproblem angespannter Wohnungsmärkte?

Seit Jahren geht die Zahl öffentlich geförderter Wohnungen in Deutschland kontinuierlich zurück. Doch ist die Erhebung einer Fehlbelegungsabgabe, wie sie jüngst wiederholt gefordert wurde, die richtige Lösung zu einer sozial gerechteren Wohnraumversorgung? Ein Debattenbeitrag.

In einem Artikel der Wochenzeitung "Die Zeit" vom 12.11.2025 greift dies auch die Bundesbauministerin Verena Hubertz auf. Sie verweist darauf, dass sich die Zahl der Sozialwohnungen nach Angaben des Deutschen Mieterbunds in Deutschland seit 2006 nahezu halbiert habe. Bundesweit gebe es heute nur noch rund 1,1 Millionen Sozialwohnungen, aber mehr als 11 Millionen Mieterhaushalte mit Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und damit auf eine Sozialwohnung.

Eine gerechtere Versorgung mit Sozialwohnungen wird immer lauter gefordert. Gerade in sehr nachgefragten Ballungsgebieten scheint dies nicht nur ein Erfordernis zu sein, sondern mehr und mehr unumgänglich zu werden – um einkommensschwächere Haushalte mit Wohnraum versorgen zu können. Doch nur in sehr nachgefragten Ballungsgebieten treffen eine hohe Nachfrage und ein Mangel an preiswerten oder sozialgebundenen Wohnungen aufeinander. Doch eine sozialverträgliche Verteilung wird auch durch weitere Effekte behindert.

So verschärfen der so...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW Die Wohnungswirtschaft 2/2026

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungsmarkt, Wohnungsnot, Wohnungspolitik