Rahmenbedingungen: Sand im Getriebe des Glasfaserausbaus

Der Glasfaserausbau kommt nicht so recht voran: Planungen werden gestreckt, Investoren drücken auf die Bremse. Die Gründe sind vielfältig, mit Auswirkungen auf das Ausbautempo bei der Wohnungswirtschaft und die vertraglichen Rahmensetzungen.

Politik wird mit Zahlen gemacht. Wie immer kommt es aber darauf an, welche Maßeinheiten verwendet werden, um Werturteile über Erfolg, Stagnation oder gar Misserfolg abgeben zu können. Die Währungseinheiten der Glasfaserindustrie sind:

  • Homes Passed (Gebäude und Wohnungen sind anschließbar, Glasfasertrasse liegt nur im öffentlichen Straßenraum)
  • Homes Connected (FTTH-Ausbau bis in die Wohnungen mit und ohne Nutzung durch Glasfaserbasierte Endkundenprodukte)
  • Homes Activated (mit Glasfaserprodukten aktiv geschaltete Anschlüsse)

Laut Branchenverband VATM waren Ende 2024 rund 21,1 Mio. (46,2 %) Wohnungen Homes Passed, aber nur 8,8 Mio. (= 19,3 %) Homes Connected. Letztendlich nutzten aber nur 5,2 Mio. Wohnungen ein Glasfaserprodukt. Die sogenannte Take-up-Rate (Quotient von Homes Activated zu Homes Passed) betrug 24,6 %. Damit nutzt nur jeder Vierte in Deutschland die in erreichbarer Nähe vorhandenen Glasfaserleitungen. Ökonomisch ist das für alle Glasfaserinvestoren ein Problem, wenn 75 % der be...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW Die Wohnungswirtschaft 8/2025

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Wohnungswirtschaft