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Der Businessplan ist eines der zentralen betriebswirtschaftlichen Werkzeuge eines Unternehmers. Erfahren Sie hier mehr über die grundlegenden Aspekte.

Ein Businessplan (deutsch etwa: Geschäfts-/Unternehmensplan) ist ein strukturiertes schriftliches Dokument, mit dem das gesamte Unternehmen und das Umfeld beschrieben werden, in dem der Unternehmer aktiv ist oder werden möchte.

Bestandteile und Umfang eines guten Businessplans

Ein Businessplan sollte etwa 25–35 Seiten umfassen und in mehrere Bestandteile oder Teilpläne (Kapitel) untergliedert werden, etwa

  • Unternehmenszweck,
  • Produkte/Leistungen,
  • Markt und Wettbewerb,
  • Marketing und Vertrieb,
  • Management-/Unternehmerteam,
  • Prozesse und Ressourcen,
  • Finanzierung und Finanzplanung (Umsätze, Kosten, Gewinn, Liquidität),
  • Termine und Meilensteine sowie
  • Chancen und Risiken.

Zum Businessplan gehört eine Management-Summary, in der auf einer Seite alle wichtigen Sachverhalte kompakt zusammengefasst werden. Die Summary soll Geldgeber oder andere Geschäftspartner für den eigenen Betrieb interessieren und motivieren, sich den Rest des Plans anzusehen. Unterlagen, die z.B. Dinge erklären oder belegen, z.B. Detail-Planungen, Zeugnisse, Patente, Produktmuster, gehören in den Anhang.

„Den“ Businessplan gibt es nicht

Wichtigstes Ziel eines Businessplans ist es, darzustellen, wie sich der Geschäftserfolg eines Unternehmens in den kommenden 3–5 Jahren voraussichtlich entwickeln wird. Um dieses Ziel zu erreichen, wird zum einen eine mittelfristige Planung benötigt. Zum anderen müssen nicht nur Verkaufszahlen, Preise und Kosten geplant, sondern der Gesamtkontext beurteilet werden. Dazu gehört, sich Fragen dazu zu beantworten, wie sich z.B. Kundenwünsche, Wettbewerberverhalten oder technischer Fortschritt entwickeln.

Und es gibt kein Rezeptbuch, das man lediglich ausfüllen kann. Es muss immer der Kontext beachtet werden, in dem sich ein Betrieb bewegt. Unternehmen in der IT haben andere Anforderungen als Firmen der Lebensmittel-Branche. Abhängig von der Größe können einzelne Kapitel auch entfallen, etwa Meilensteine bei kleinen Betrieben. Oder Kapitel lassen sich zusammenlegen, z.B. Markt und Wettbewerb mit Marketing und Vertrieb. Oder es können Kapitel dazukommen, wenn bestimmte Inhalte für den Erfolg eines Unternehmens besonders wichtig sind, z.B. Logistik oder Forschung.

Bestandsunternehmen können zur Erstellung des Plans auf Erfahrungen und vorhandene Geschäftsverbindungen aufbauen. Gründer müssen auf Studien, allgemein erkennbare Entwicklungen und eigene Umfragen zurückgreifen.

Wichtige Anforderungen an Businesspläne

Trotz Individualität gibt es Gemeinsamkeiten und Anforderungen, die jeder Businessplan erfüllen muss. Beispielsweise sollten stets folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie ist die Ausgangslage im Betrieb? Wo steht er, was bietet er wem an?
  • Welches Entwicklungspotenzial hat er, um das Geschäft zu sichern und langfristig erfolgreich zu gestalten?
  • Welches Alleinstellungs-/Differenzierungsmerkmal gibt es zum Wettbewerb? Warum sollten Kunden beim eigenen Betrieb kaufen und nicht woanders? Was fehlt Kunden, wenn es den eigenen Betrieb nicht mehr gibt?
  • Wie und wieviel Geld lässt sich heute und künftig mit dem Unternehmen verdienen?

Auch formale Anforderungen müssen erfüllt werden, etwa

  • Titelseite mit Firmennamen,
  • einheitliches Schriftbild,
  • vollständiges, aussagefähiges Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen,
  • einfache, klare Sprache,
  • keine Schreib-, Rechenfehler,
  • je Kapitel lediglich 2-4 Seiten.

Adressaten von Businessplänen schließen von der Form auf den Inhalt; ist die Form schlecht, sinken die Chancen, dass sich z.B. Investoren weiter mit dem Gesamtplan befassen.

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