| Vorschlag des IASB

Nicht jede Novation bedeutet das Aus für ein Derivategeschäft

Eine Novation führt zum Abgang eines Derivats aus der Bilanz - der IASB will Ausnahmen machen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat den Entwurf ED/2013/2 zur Novation von Derivaten und die Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften veröffentlicht.

Mit dem Änderungsvorschlag soll eine Erleichterung von der Pflicht zur Beendigung des Hedge Accountings geschaffen werden. Denn entsprechend den Vorgaben von IAS 39 und IFRS 9 führt die Novation eines OTC-Derivats zu einem bilanziellen Abgang und somit auch verpflichtend zu einer Beendigung des Hedge Accountings, falls dieses Derivat als Sicherungsinstrument genutzt wurde. Der Vorschlag des IASB will nun eine Ausnahme schaffen: Sofern eine solche Novation auf eine gesetzliche oder regulatorische Pflicht zur „Zwischenschaltung“ einer zentralen Clearingstelle zurückzuführen ist und keine über die Novation hinausgehenden Änderungen an den Konditionen des Derivats vorliegen, soll eine Fortführung der Sicherungsbeziehung ermöglicht werden.

Stellungnahmen zu den Vorschlägen werden in elektronischer Form erbeten und sind bis zum 2. April 2013 auf der Internetseite des IASB www.ifrs.org einzureichen. Mit der kurzen Kommentierungsfrist wird dem Umfang der Änderungen und der angenommenen Dringlichkeit Rechnung getragen.

Schlagworte zum Thema:  IASB, IAS, IFRS, Hedge Accounting

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