Norm Erläuterung Inkrafttreten Änderungsgesetz Verfahrensstand
§§ 8 Abs. 2 S. 6 u. 7 EStG; § 17 Abs. 1 Nr. 3 SGB IV, R 8.1 Abs.7 und 8 LStR

Die Werte für Verpflegung und Unterkunft sind jährlich an die Entwicklung der Verbraucherpreise anzupassen. Der Verbraucherpreisindex für Verpflegung und für Unterkunft oder Mieten ist im maßgeblichen Zeitraum von Juni 2012 bis Juni 2013 gestiegen. Auf dieser Grundlage wird der Wert für die Verpflegung, für verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeiten und für Unterkunft oder Mieten in 2014 angehoben. Für freie Wohnungen wird weiterhin kein amtlicher Sachbezugswert festgesetzt. Dafür ist unverändert der ortsübliche Mietpreis anzusetzen

Mahlzeiten, die arbeitstäglich unentgeltlich oder verbilligt an die Arbeitnehmer abgegeben werden, sind lohnsteuerlich mit dem anteiligen amtlichen Sachbezugswert nach der Sozialversicherungsentgeltverordnung als Arbeitsentgelt zu bewerten. Die Sachbezugswerte werden bundeseinheitlich an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst. Sie betragen für die freie Verpflegung monatlich 229 EUR (2013: 224), freie Unterkunft monatlich 221 EUR (216), Gesamtsachbezugswert 450 EUR (440), Frühstück je Monat/Mahlzeit 49/1,63 EUR (48/1,60), Mittag- Abendessen, Monat/Mahlzeit 90/3,00 EUR (86 / 2,93).

Die geänderten Werte für gewährte Sachbezüge sind einheitlich sowohl für die Steuer als auch für die Sozialversicherung zugrunde zu legen und die Anpassungen unmittelbar nach dem Jahreswechsel für den steuerlichen geldwerten Vorteil zu beachten (R 8.1 Abs. 7 und 8 LStR). Mahlzeiten, die unentgeltlich oder verbilligt an die Arbeitnehmer abgegeben werden (z.B. in einer Kantine), sind mit dem anteiligen amtlichen Sachbezugswert als Arbeitsentgelt zu bewerten. Dies gilt ab 1. Januar 2014 gem. § 8 Abs. 2 Satz 8 EStG auch für Mahlzeiten, die dem Arbeitnehmer während einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit oder im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung zur Verfügung gestellt werden, wenn der Preis der Mahlzeit 60 EUR nicht übersteigt. (BMF, Schreiben vom 12.11.2013, IV C 5 - S 2334/13/10002). Zudem ist das BMF-Schreiben zur Reform des steuerlichen Reisekostenrechts vom 30.9.2013 (IV C 5 -S 2353/13/10004, BStBl 2013 I S. 1279) zu beachten.

Nach dem neuen Reisekostenrecht ab 2014 können die Sachbezugswerte bei Mahlzeiten nur dann angesetzt werden, wenn der Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Zahlung einer Verpflegungspauschale hat (z.B. bei Dienstreisen mit weniger als 8 Stunden Abwesenheit). Damit werden oftmals auf veranlassten Reisen keine Sachbezugswerte mehr angesetzt werden können. Stattdessen wird in diesen Fällen die Verpflegungspauschale typisierend um einen auf die Verpflegungspauschale für eine 24-stündige Abwesenheit bezogenen Pauschalsatz gekürzt, um 20 % für ein Frühstück (= 4,80 EUR) und um 40 % für Mittag- und Abendessen (= 9,60 EUR).
1.1.2014 Sechste Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) vom 21.10.2013 Verkündet am 30.10.2013 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 3871
§§ 8 Abs. 2 S. 6 u. 7 EStG; § 17 Abs. 1 Nr. 3 SGB IV, R 8.1 Abs.7 und 8 LStR Für die Sachbezugswerte für Verpflegung und Unterkunft für das Jahr 2015 ist die Entwicklung des Verbraucherpreisindex im Zeitraum von Juni 2013 bis Juni 2014 maßgebend. Hiernach ergab sich nur eine Erhöhung des Sachbezugswerts für Unterkunft und Miete von 221 EUR auf 223 EUR. Somit sind im Jahr 2015 3,92 EUR und bei einfacher Ausstattung 3,20 EUR je Quadratmeter anzusetzen. Der Wert für Verpflegung bleibt mit 229 EUR im Monat unverändert. 1.1.2015 Siebte Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) vom 24.11.2014 Verkündet am 28.11.2014 im Bundesgesetzblatt Teil I S. 1799.
§§ 8 Abs. 2 S. 6 u. 7 EStG; § 17 Abs. 1 Nr. 3 SGB IV, R 8.1 Abs.7 und 8 LStR Auf Basis der Verbraucherpreisentwicklung bis zum 30.6.2015 sind die Sachbezugswerte überprüft bzw. neu festgesetzt worden. Die Monatswerte für Verpflegung erhöhen sich ab 1.1.2016 auf nunmehr 236 EUR. Daraus errechnen sich 1,67 EUR für das Frühstück bzw. jeweils 3,10 EUR für Mittag- bzw. Abendessen. Hingegen gab es dieses Mal für die Sachbezugswerte für Unterkunft bzw. Miete keine Änderungen, diese bleiben unverändert bei 3,92 EUR je qm bzw. bei einfacher Ausstattung bei 3,20 EUR je qm. Alternativ kann auf den ortsüblichen Mietpreis abgestellt werden. 1.1.2016 Achte Verordnung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) vom 18.11.2015 Verordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Beschluss im Bundesrat am 6.11.2015. Verkündet am 25.11.2015 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2075.
§§ 8 Abs. 2 S. 6 u. 7 EStG; § 17 Abs. 1 Nr. 3 SGB IV, R 8.1 Abs.7 und 8 LStR Auf Basis der Verbraucherpreisentwicklung bis zum 30.6.2016 sind die Sachbezugswerte überprüft bzw. neu festgesetzt worden. Die Monatswerte für Verpflegung erhöhen sich ab 1.1.2017 auf nunmehr 241 EUR. Daraus errechnen sich 1,70 EUR für das Frühstück bzw. jeweils 3,17 EUR für Mittag- bzw. Abendessen. Hingegen gab es auch für 201...

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