Erhaltene Darlehen sind mit dem Erfüllungsbetrag zu passivieren.[1]

Erfüllungsbetrag ist der Betrag, den der Schuldner aufwenden muss, um die Verbindlichkeit zu begleichen. Das ist bei Geldleistungsverpflichtungen regelmäßig der Rückzahlungsbetrag. Für die Folgebewertung von Verbindlichkeiten gilt das Höchstwertprinzip.

Nicht ausdrücklich im Gesetz geklärt ist, wie zu verfahren ist, wenn der Stichtagswert der Schuld nach einer Zuschreibung sinkt.

Ist ein Disagio vereinbart, so ist dieses als Rechnungsabgrenzungsposten[2] zu erfassen.

 
Praxis-Beispiel

Kreditaufnahme für Anschaffung einer Maschine mit banküblichen Zinsen

Ein Unternehmen U nimmt einen Kredit zur Finanzierung einer neuen Maschine auf. Die Darlehenslaufzeit beträgt 10 Jahre. Darlehenssumme = 2 Mio. EUR, Disagio = 2 %.

Buchung bei Geldeingang

 

Konto

SKR 03 Soll

Konten-

bezeichnung
Betrag

Konto

SKR 03 Haben

Konten-

bezeichnung
Betrag
1200 Bank 1.960.000 1708 Sonstige Darlehensverbindlichkeiten (Restlauf größer als 5 Jahre) 2.000.000
0986 Damnum/Disagio 40.000      
 

Konto

SKR 04 Soll

Konten-

bezeichnung
Betrag

Konto

SKR 04 Haben

Konten-

bezeichnung
Betrag
1800 Bank 1.960.000 3567 Sonstige Darlehensverbindlichkeiten (Restlauf größer als 5 Jahre) 2.000.000
1940 Damnum/Disagio 40.000      

Bilanzielle Bewertung

  • Über die Tilgung nimmt der Darlehensbetrag jährlich ab.
  • Sollte es sich um ein unverzinsliches Darlehen handeln, muss die Verbindlichkeit mit dem abgezinsten Betrag in der Bilanz passiviert werden.[3]

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Finance Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Finance Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge