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Compliance wird gerade im internationalen Kontext immer wichtiger. Regelkonformes Verhalten bildet die Basis im immer komplexer werdenden Welthandel und stellt Compliance-Verantwortliche vor herausfordernde Aufgaben. Das zeigt auch das Beispiel eines Zulieferers der Automobilindustrie.

Technische Brillanz, Innovationen und Effektivität sind nur ein Teil des Erfolgs international tätiger Unternehmen. Geschäftspartner wollen heute verlässliche Lieferanten, denen sie auch bei komplexen Produkten und Projekten über Ländergrenzen und Kontinente hinweg vertrauen können. Ein möglicher erster Schritt auf dem Weg zum Compliance-Management-System sind Compliance-Trainings, die Mitarbeiter für das Thema sensibilisieren und Aufmerksamkeit schaffen. Unternehmen sind heute in wachsendem Maße mit ihren Abnehmern und Kunden verbunden. Komplexe Produkte und Geschäfte mit Partnern auf anderen Kontinenten, in anderen Kulturen, erfordern Vertrauen über die förmliche Einhaltung vertraglicher und gesetzlicher Regeln hinaus. Themen wie Corporate Social Responsibility, Qualitätssicherung und Anti-Korruption spielen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern eine ebenso große Rolle wie in den Unternehmen mit ihren komplexen Strukturen selbst. In einer Umfrage unter 720 Unternehmen aus dem Jahr 20151 kam heraus, dass die große Mehrheit von ihren Lieferanten und Dienstleistern erwartet, dass sie über ein Compliance Management System (CMS) verfügen. Für rund 72 Prozent der Auftraggeber war dies wichtig bis sehr wichtig. Dabei gilt: Je größer die Organisation, desto wichtiger ist ihr ein CMS bei ihren Lieferanten. Die Autoren der Studie stellen daher fest: Compliance hat inzwischen Eingang in die Marktwirtschaft gefunden, Marktgesetze sind der Treiber der Entwicklung. Auch über wirtschaftliche Bindungen und teilweise Abhängigkeiten verbreiten sich CMS. Wer sich mit dem Thema Compliance beschäftigt, kann sogar einen Wettbewerbsvorteil erzielen, wenn die Partner das erwarten. Um ins Detail zu gehen: 15 Prozent der befragten 720 Unternehmen verlangten von ihren Vertragspartnern in der Regel Nachweise über geeignete Compliance-Richtlinien und -Schulungen. Bei neuen Auftragnehmern sind es demnach sogar 40 Prozent!

E-Learning als nachhaltige Lösung

Diesen Herausforderungen sah sich auch ein Zulieferer für die Automobilindustrie gegenüber, der mit rund 9.000 Mitarbeitern und Standorten in Europa, Asien und Lateinamerika zu den führenden Unternehmen in seinem Bereich gehört. Einen unternehmenseigenen Code of Conduct gab es bereits, doch den Verantwortlichen war klar: Dass ein Verhaltenskodex existiert, reicht nicht aus, wenn die darin beschriebenen Werte nicht im ganzen Unternehmen bekannt sind und umgesetzt werden. Damit daraus gelebte Compliance wird und die Awareness dafür steigt, müssen die Mitarbeiter mehr darüber erfahren und sich ein Grundwissen über die darin behandelten Themen aneignen. Das gilt nicht nur für einzelne Abteilungen und Standorte, sondern für möglichst viele, wenn nicht alle Mitarbeiter. Gesucht wurde eine möglichst effiziente, flexible und skalierbare Schulungslösung, die einfach zu implementieren ist und den Anforderungen auch qualitativ entspricht. Sich für eine E-Learning-Lösung zu entscheiden, lag nahe, da damit zudem die für Compliance-Schulungen erforderlichen Nachweise und das Reporting über ein Learning Management System abgebildet werden können.

Hohe Standards, einfache Umsetzung

Sich für Compliance-Schulungen per E-Learning zu entscheiden, ist das eine. Den passenden E-Learning-Anbieter für internationale Compliance-Schulungen zu finden, eine andere Sache. Für den Automobilzulieferer waren zwei Punkte besonders wichtig: Zum einen ging es dem Unternehmen um eine Lösung, auf die man sich verlassen kann, mit hohen Standards bei den Basisinhalten und der Möglichkeit einer schnellen, reibungslosen Individualisierung. Zum anderen bestand der Bedarf nach individueller Unterstützung bei der Administration und dem Reporting. Man wünschte sich eine Lösung, die es so einfach wie möglich macht, Compliance-Schulungen zu implementieren und administrieren, an das gesamte Unternehmen zu kommunizieren und schließlich mit einem verlässlichen Reporting zu verbinden. So fiel die Entscheidung für das Haufe Compliance College inklusive der individuellen Services der Haufe Akademie.

Individualisierung steigert Nachhaltigkeit

Eine Aufgabe von Compliance-Trainings ist es, Mitarbeiter für regelkonformes Verhalten zu sensibilisieren, eine andere, das Haftungsrisiko zu senken. Die Trainings können nur dann nachhaltig wirken, wenn sie das für den jeweiligen Arbeitsplatz relevante Wissen so vermitteln, dass der Bezug zur Arbeit jederzeit anschaulich gegeben ist. Die Individualisierung von Standardinhalten hat deshalb einen hohen Stellenwert. Rein technisch ist die Aufgabe schnell gelöst, wichtig ist die Beratung, in der die Schwerpunkte und Details für die gewünschte Individualisierung festgelegt werden. Daran arbeiteten die externen Berater als Partner der Haufe Akademie gemeinsam mit dem Unternehmen und legten somit den Grundstein zu einem nachhaltigen Erfolg.

Learning Management System erleichtert Kommunikation und Administration

Ein weiterer wichtiger Punkt bei Compliance-Trainings ist die Administration und das Reporting für Compliance- oder Trainingsverantwortliche. Dafür muss das Unternehmen keine eigene IT-Infrastruktur schaffen, sondern kann auf das Learning Management System der Haufe Akademie zurückgreifen. Der Kunde entscheidet, welche Services er in Anspruch nehmen möchte. In diesem Fall konzipierte die Haufe Akademie das Lernerlebnis in der Haufe Lernwelt. Die Teilnehmer wurden initial einmalig eingepflegt. Einladungen zu Pflichtkursen und Erinnerungstermine werden automatisch durch die Lernwelt versendet.

Von jedem Standort aus können Compliance-Verantwortliche neue Mitarbeiter selbstständig nachmelden und Einladungen versenden, sodass sichergestellt ist, dass auch für neue Kollegen an allen Standorten Unterweisungen zuverlässig erfolgen. Hat der Mitarbeiter einen Kurs absolviert und seinen Abschlusstest bestanden, registriert das System dies automatisch, die Nachweispflicht ist erfüllt. Auch die Anforderung, dass Reportings weltweit von den Mitgliedern der Compliance-Organisation überwacht werden müssen, ist damit abgedeckt. Die Reports passen zu den Rollen und Verantwortlichkeiten eines jeden Compliance-Verantwortlichen und es ist möglich, per Knopfdruck, den für ihn freigeschalteten Report abzurufen, um einen tagesaktuellen Einblick in den Stand der Schulungen der eigenen Mitarbeiter zu erhalten. Mit dem Compliance College der Haufe Akademie hat der Kunde eine leicht zu implementierende und individuelle Lösung gefunden, auf die er sich verlassen kann, auch in Zukunft. Denn eines ist sicher: In einem volatilen, internationalen Umfeld wird Compliance noch wichtiger werden.


Hinweis:

Der Originaltext entspringt dem Haufe Akademie Blog. In diesem Blog finden Sie Fachartikel, Interviews und Beiträge rund um das Thema der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung.

Schlagworte zum Thema:  Compliance-Organisation, Compliance, E-training, Schulung

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