Psychologisches Empowerment in der Führung
Insbesondere, wenn man bedenkt, wie Führungskräfte ausgewählt werden, nimmt das Empowerment eine entscheidende Rolle ein. Beispielsweise werden Führungskräfte beim Mittagessen, durch „Vitamin B“ oder nach Betriebszugehörigkeit ausgewählt und nicht selten, wenn überhaupt, mittels eines Workshops geschult.
Steigerung der Zufriedenheit durch Empowerment
Die Arbeits- und Organisationspsychologie unterscheidet nach Spreitzer (2008) das strukturelle und psychologische Empowerment. Mit dem Ziel, Machtunterschiede abzubauen, lässt sich das organisationale Empowerment einsetzen (Schermuly (2016a)). Das psychologische Empowerment wurde von Spreitzer (1995) stark geprägt und nimmt eine individuumsbezogene Perspektive ein. Es werden vier Wahrnehmungsdimensionen definiert, die es im psychologischen Empowerment zu beeinflussen gilt. Hierzu zählen das Erleben von der eigenen Kompetenz, Bedeutsamkeit, sowie Einfluss und Selbstbestimmung.
Durch psychologisches Empowerment lassen sich die Arbeitszufriedenheit, das affektive Commitment, die Arbeitsleistung oder auch die psychische Gesundheit positiv beeinflussen (Schermuly (2016b)).
Die Arbeit an den Menschen anpassen
Führungskräfte können über Personalauswahl- und Personalentwicklung die Passung von Mensch und Arbeitsaufgaben erhöhen. Psychologisches Empowerment kann jedoch noch über weitere Organisationsentwicklungsmaßnahmen gestärkt werden.
Dazu zählen Arbeitsgestaltungsmaßnahmen, die eine Entfaltung von Empowerment ermöglichen, das soziale System, und positive Formen von Führung. Hier haben sich beispielsweise ein partizipativer Führungsstil oder auch ein transformationaler Führungsstil bewährt (Schermuly 2016b).
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