10.04.2014 | Serie Podcasts zu Gesundheit und Prävention

Prävention - wie geht das?

Serienelemente
Prävention bedeutet oft: Überzeugungsarbeit leisten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Prävention bedeutet Vorbeugen oder Verhüten. Im Zusammenhang mit Gesundheit meint es also Krankheiten verhindern. Doch wer ist für die Prävention verantwortlich? Und was bedeutet Prävention für ein Unternehmen? Diesen Fragen geht der Podcast "Prävention – geht das?" nach.

Prävention meint, Risikofaktoren zurückzudrängen oder auszuschalten. Dabei unterscheidet man zwischen der primären Prävention, bei der eine Erkrankung von vornherein verhindert werden soll. Aber auch die sekundäre Prävention spielt eine Rolle, denn nicht alle Erkrankungen können vorhergesehen werden. Dann ist es wichtig, eine Krankheit möglichst früh zu erkennen, um sie behandeln zu können.

Mit der Prävention schon früh beginnen

Im Podcast plädieren Wissenschaftler dafür, mit dem Thema Prävention bereits in der Schule zu beginnen. Bei Kindern lässt sich ein Verhalten prägen, bei Erwachsenen ist eine Verhaltensänderung meist sehr schwer. Die Schule bietet sich an, weil man dort alle Kinder und Jugendlichen erreicht.

Nachhaltige Präventionsmaßnahmen im Betrieb

Auch in den Unternehmen, kann man große Teile der Bevölkerung erreichen. Doch wenn ein Unternehmen heute sagt, „Wir tun etwas für unsere Mitarbeiter“, meint es oft nur punktuelle Angebote wie einen Gesundheitstag oder Salatwochen in der Kantine. Solche Veranstaltungen haben keine nachhaltige Wirkung.

Nachhaltige Prävention bedeutet Verhältnisse dauerhaft zum Guten verändern

Besser ist es, die Verhältnisse bei der Arbeit dauerhaft zu ändern. Das kann mit einer täglichen gesunden Ernährung in der Betriebskantine erfolgen oder mit ergonomisch ausgestatteten Arbeitsplätzen. Auch Verbote durch das Arbeitsschutzgesetz, z. B. von besonders besorgniserregenden Gefahrstoffen oder das Rauchverbot haben präventiven Charakter und einen gesundheitsfördernden Aspekt.

Prävention als Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements: Verhaltensänderung fördern

Bei der Prävention und Gesundheitsförderung ist auch jeder selbst für sein Wohlbefinden, seine Sicherheit und Gesundheit verantwortlich. Spezielle Trainings im Betrieb, zugeschnitten auf die jeweilige Zielgruppe, können eine Verhaltensänderung unterstützen.

Präventive Maßnahmen schützen vor Fehlbelastungen und chronischen Erkrankungen

Aber auch vor Belastungen und chronischen Erkrankungen – wie unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Diabetes oder psychische Krankheiten – können präventive Maßnahmen im Unternehmen schützen bzw. bereits bestehende Leiden lindern.

Gesundheit – ein Thema für Politik und Wirtschaft

Prävention und Gesundheitsförderung verfolgen beide das Ziel, die Gesundheit des Individuums und der Gesellschaft zu verbessern. Das Thema Gesundheit betrifft alle politischen Bereiche und ist vor allem durch Bildung und soziale Gerechtigkeit zu erreichen. Deshalb muss Prävention im sozialen Bereich ansetzen. Hier sind Politik und Wirtschaft gefordert.

Schlagworte zum Thema:  Prävention, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung, Podcast

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