Befindlichkeitsstörungen ernst nehmen
Bereits kleine Störungen können mit der Zeit so lästig werden, dass sie eine Belastung darstellen. Und dann wird aus einer verstopften Nase oder trockenen Augen weitaus mehr. Beschwerden sollte man deshalb als Fachkraft für Arbeitssicherheit immer ernst nehmen.
Erst einmal sammeln: Mögliche Belastungen im Büro
Bevor man zeit- und kostenaufwendige Analyseverfahren anstrebt, sollte man mögliche Ursachen genauer eingrenzen. Unterschiedliche Quellen können Befindlichkeitsstörungen auslösen. So sollte man zunächst klären:
Handelt es sich um einen Neubau oder um ein gerade erst saniertes bzw. renoviertes Gebäude? Denn dann könnten Emissionen aus Bauprodukten als Auslöser infrage kommen.
Wie ist die Beleuchtung? Schlechte Lichtquellen oder falsch platzierte können das Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen.
Gibt es Lärmbelastungen? So können etwa Hintergrundgeräusche auf die Dauer nerven.
Spielen elektromagnetische oder elektrostatische Felder eine Rolle? Bei diesem Thema scheiden sich die Geister, doch lässt es sich nicht ausschließen, dass Personen unterschiedlich sensibel darauf reagieren.
Im Gespräch mit den Betroffenen sollte über die auftretenden Symptome gesprochen werden. Dabei sollte auch thematisiert werden, ob die Beschwerden überall auftreten oder nur in bestimmten Räumen.
Typische Ursachen für Befindlichkeitsstörungen im Büro
Oft verursacht schlechte Luft die Befindlichkeitsstörung. Sie kann
zu trocken,
zu warm oder zu kalt,
mit einer zu hohen Konzentration an CO2 versehen oder
mit Emissionen aus Materialien – Teppichböden, Kleber, Wandfarbe, Möbel etc. – belastet
sein.
Mögliche gesundheitliche Gefährdungen lassen sich messen
Messungen sind zwar nicht immer so einfach durchzuführen wie Temperatur- oder Luftfeuchtemessungen. Ein hochempfindliches Analyseverfahren ist aber z. B. die VOC-Messung, mit der die Konzentration an flüchtigen organischen Stoffen in Innenräumen nachgewiesen werden kann.
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