Fachbeiträge & Kommentare zu DGUV

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Formaldehyd / Zusammenfassung

Begriff Formaldehyd ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das in Wasser leicht löslich ist. Handelsüblich sind wässrige Lösungen mit unterschiedlichen Konzentrationen – je nach Verwendungszweck. Formalin ist eine 35-37 %ige Lösung des Gases in Wasser, es wird auch als Synonym für Formaldehyd benutzt. Formaldehyd ist wichtiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Kunst...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Pulverbeschichtung / 3.2 Organisatorische Schutzmaßnahmen

Organisatorische Schutzmaßnahmen sind z. B.: Betriebsanweisungen erstellen (vgl. Muster-Betriebsanweisung "Elektrostatisches Beschichten" Anhang C DGUV-I 209-052) und Unterweisungen vor Aufnahme der Tätigkeit und danach mind. jährlich durchführen. Explosionsschutzdokument erstellen und explosionsgefährdete Bereiche festlegen: Zonen werden nach der rechnerischen mittleren Durch...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Pulverbeschichtung / Zusammenfassung

Begriff Pulverbeschichtung ist ein Verfahren zur Oberflächenbehandlung. Dabei schlägt sich Pulver auf einem geerdeten, elektrisch leitfähigen Werkstück nieder. Bei der elektrostatischen Pulverbeschichtung werden die Pulverteilchen mittels Hochspannung aufgeladen, beim triboelektrischen Verfahren erfolgt die Aufladung durch Reibung. Anschließend kommen behandelte Werkstücke i...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Zoneneinteilung / 2 Zoneneinteilung gem. Betriebssicherheitsverordnung

Im Explosionsschutz existieren 6 verschiedene Zoneneinteilungen: Zonen 0, 1, 2 für Gas-Luft-Gemische und Zonen 20, 21, 22 für Staub-Luft-Gemische. Diese Zonen sind in Anhang I Nr. 1 Abschn. 1.7 GefStoffV folgendermaßen definiert (vgl. auch Tab. 1): Zone 0 ist ein Bereich, in dem gefährliche explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebel...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Laboratorien / 2 Gefährdungsbeurteilung

Wegen der unterschiedlichen Arten von Laboren und der Vielzahl von Tätigkeiten genügt zur Gefährdungsbeurteilung oft nicht die sonst übliche Vorgehensweise, nämlich die Beurteilung der Stoffeigenschaften und der ausgeübten Tätigkeiten. Typische Gefährdungen in Laboren sind (vgl. Abschn. 3.1 TRGS 526): Gefahr von Gesundheitsschäden, Augen- und Hautgefährdung durch Ätz- oder Reiz...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Flüssiggasanlagen / Zusammenfassung

Begriff Flüssiggasanlagen sind ortsfeste bzw. stationäre Druckbehälter für Flüssiggas. Flüssiggas ist bei normalen Druck und normaler Temperatur gasförmig. Gasförmiges Flüssiggas lässt sich schon durch geringe Druckveränderung verflüssigen und somit abfüllen. Flüssiggasanlagen werden mit Flüssiggas abgefüllt. Bei einer Abnahme wird das Flüssiggas innerhalb der Anlage zu Gas ...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Xylol / 3.2 Organisatorische Maßnahmen

Betriebsanweisung erstellen und Unterweisung regelmäßig durchführen explosionsgefährdete Bereiche in Zonen einteilen, Explosionsschutzdokumente erstellen Sicherstellen, dass die Arbeitsplatzgrenzwerte eingehalten werden Einhaltung des Biologischen Grenzwerts (BGW) für den Stoff im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge prüfen Das Betreten der Betriebsbereiche nur Beschäftigten...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Acetylen / 4.1 Technisch

sehr gute Be- und Entlüftung des Arbeitsraumes Einrichtungen zum Erkennen und Melden von Gasgefahren sollten vorhanden sein nur geschlossene Apparaturen verwenden geeignete Sicherheitseinrichtungen vorsehen, wenn durch Wärmeeinwirkung ein gefährlicher Druck entsteht ggf. Absaugung: Deckenabsaugung ggf. Abluftreinigung ggf. über Fackel ins Freie führen Leitungen sollten von ungefähr...mehr

Lexikonbeitrag aus Haufe Personal Office Platin
Erste Hilfe / Zusammenfassung

Begriff Unter dem Begriff Erste Hilfe werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die bei Unfällen, Vergiftungen oder akuten Erkrankungen ergriffen werden, um einen akuten gesundheitsgefährdenden oder lebensbedrohlichen Zustand von einer Person abzuwenden, und diese zur weiteren Behandlung an den Rettungsdienst, einen Arzt oder das Krankenhaus zu übergeben. Die Maßnahmen der Erst...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Beschichtungsstoffe / 2 Stoffe und Verfahren

Beschichtungsstoffe können manuell oder mithilfe von Sprüheinrichtungen (z. B. Sprühdüsen, Spritzpistole) aufgebracht werden. Im gewerblichen Bereich erfolgt dies überwiegend unter Einsatz von Personal. Im industriellen Bereich sind Beschichtungsverfahren weitgehend automatisiert. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich vorwiegend auf handwerklich strukturierte Betriebe...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Peroxide / Zusammenfassung

Begriff Peroxide sind chemische Verbindungen, die Sauerstoff in Form einer -O-O-Gruppe enthalten. Es gibt anorganische Peroxide (M2O2) und organische Peroxide (R-O-O-R’). Das wichtigste und einfachste Peroxid ist Wasserstoffperoxid (H2O2). Organische Peroxide sind Stoffe, die sich vom Wasserstoffperoxid ableiten und bei denen eine oder beide Wasserstoffatome durch organische ...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Exposition / 4 Exposition in elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen Feldern

Der Unternehmer muss in der Gefährdungsbeurteilung ermitteln, in welchen Betriebsbereichen elektrische, magnetische oder elektromagnetische Felder auftreten. Diese Bereiche müssen dann den in DGUV-V 15 "Elektromagnetische Felder" definierten, verschiedenen Expositionsbereichen zugeordnet werden. Für diese Expositionsbereiche gelten jeweils unterschiedliche Grenzwerte, Aufent...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Flüssiggasanlagen / 3.3 Prüfungen

Überwachungsbedürftige Flüssiggasanlagen unterliegen den in der Betriebssicherheitsverordnung festgelegten Prüfpflichten. Für nicht überwachungsbedürftige Flüssiggasanlagen sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung Prüfungen durchzuführen. Es ist empfehlenswert, sich dabei an die in § 33 DGUV-V 79 aufgeführten Prüfungen und Prüffristen zu orientieren. Überwachungsbedürftige F...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Beschichtungsstoffe / 2.2 Lackierräume und -anlagen

Leicht- und extrem entzündbare (bisher: leicht- und hochentzündliche) Beschichtungsstoffe dürfen grundsätzlich nur in Lackierräumen, Spritzkabinen oder Spritzständen verarbeitet werden. Ist dies aus betrieblichen Gründen nicht möglich, können sie nur dann in anderen Räumen verarbeitet werden, wenn der Bereich in einem Umkreis von 5 m um die Verarbeitungsstelle als feuergefäh...mehr

Lexikonbeitrag aus Haufe Personal Office Platin
Sitz-Steh-Dynamik / Zusammenfassung

Begriff Sitz-Steh-Dynamik ist der häufige Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Bewegen bei der Displayarbeit mit dem Ziel, die einseitige Belastung durch langes Sitzen zu vermeiden. Die Sitz-Steh-Dynamik will einen durch Dauersitzen geprägten Arbeitsstil durch den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen zugunsten von mehr Bewegung verändern, um Gesundheit, Wohlbefinden und Leistun...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Anästhesiegase / Zusammenfassung

Begriff In der Human- und Veterinärmedizin werden Mittel eingesetzt, um beim Patienten einen kontrollierten und reversiblen Bewusstseinsverlust zu erreichen: Der Patient empfindet keine Schmerzen, zeigt keine Abwehrreflexe und seine Muskeln sind entspannt. Umgangssprachlich wird dieser Zustand der Allgemeinanästhesie Narkose genannt. Gasförmige Narkosemittel werden als Anäst...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Selbstentzündliche Stoffe / Zusammenfassung

Begriff Pyrophore (bisher: selbstentzündliche) Stoffe sind Stoffe, die sich ohne äußere Flammeneinwirkung bzw. Wärmezufuhr erhitzen und schließlich selbst entzünden. Die Gefahr der Selbstentzündung entsteht unter bestimmten Umgebungsbedingungen durch eine physikalische (Anlagerung von Sauerstoff an der Oberfläche, z. B. von Metallpulver), chemische (stoffliche Veränderung bzw....mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Gase / 1 Arten von Gasen

In Abhängigkeit von ihren Eigenschaften sind sicherheitstechnisch die in Tab. 1 aufgeführten Gruppen von Gasen relevant.mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Flüssiggasanlagen / 3.1 Sichere Aufstellung

Die Anlagen müssen grundsätzlich so aufgestellt werden, dass Betrieb, Wartung und Instandhaltung sicher durchgeführt werden können. Flüssiggasanlagen können unterirdisch im Freien oder in Räumen, die nicht unter Erdgleiche liegen, aufgestellt werden. Die Anlagen müssen fest installiert auf Fundamenten aufgestellt und technisch dicht sein. Tritt dennoch Flüssiggas aus, darf es ...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Gase / 2 Was ist beim Umgang mit Gasen zu beachten?

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung müssen v. a. Eigenschaften von Gasen, Tätigkeiten mit Gasen unter Druck, Freisetzung, Einwirkungen von außen sowie Gefährdungen beim Mischen beurteilt und geeignete Maßnahmen umgesetzt werden. Detaillierte Hinweise dazu liefert die TRGS 407. Um ein Gas oder ein Gasgemisch sicher handhaben zu können, müssen die sicherheitsrelevanten Eigensc...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
KMR-Stoffe / Zusammenfassung

Begriff KMR-Stoffe (oder CMR-Stoffe) sind Stoffe mit den folgenden Eigenschaften: krebserzeugend bzw. karzinogen, keimzellmutagen (erbgutverändernd), reproduktionstoxisch (fortpflanzungsgefährdend). Das Europäische Altstoffregister (EINECS) enthält etwa 100.000 Substanzeinträge. Darunter sind auch CMR- bzw. KMR-Stoffe. Bei Verwendung von KMR-Stoffen müssen besondere Vorkehru...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Xylol / 3.1 Technische Maßnahmen

Technische Schutzmaßnahmen sind u. a.: Bildung von Dämpfen und Nebeln vermeiden, ggf. Absaugung gute Be- und Entlüftung des Arbeitsraumes bei hoher Gefährdung durch Hautkontakt möglichst in geschlossenen Anlagen arbeiten ggf. technische Lüftung ggf. Abluftreinigung Maßnahmen zum Brand- und Explosionsschutz, u. a.: von Zündquellen (auch elektrische Geräte ohne Ex-Schutz) fernhalten,...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Sicherheitsschränke / 1.2 Sicherheitsschränke für Druckgasflaschen (Sicherheitszelle)

Druckgasflaschen sollten bevorzugt außerhalb von Arbeitsräumen aufgestellt bzw. gelagert werden. Ist eine Lagerung in Arbeitsräumen dennoch notwendig, weil keine Lagerung im Freien möglich ist bzw. keine zentrale Gasversorgung existiert, müssen Druckgasflaschen in Sicherheitsschränken gelagert werden (für Labore s. TRGS 526 und DGUV-I 213-850). In Arbeitsräumen dürfen Druckg...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Quecksilber / 3.3 Persönliche Maßnahmen

Augenschutz: Gestellbrille mit Seitenschutz, ggf. Korbbrille ggf. Atemschutz: Maske mit Spezialfilter: Hg-P3 (Kennfarbe: rot-weiß), die Gebrauchsdauer beträgt i. A. 50 Stunden (grundlegend sind aber die Herstellerangaben, vgl. Anhang 1 A 1.2.2 DGUV-R 112-190) geeignete Schutzkleidung, ggf. Chemikalienschutzanzug, Arbeitskleidung ohne Taschen oder nur Taschen mit Patten geeignet...mehr

Lexikonbeitrag aus Haufe Personal Office Platin
Erste Hilfe / 6 Ersthelfer

Um eine effektive Erste Hilfe im Betrieb sicher zu stellen, ist jeder Betrieb verpflichtet, Ersthelfer zu benennen. Die Schulung der Ersthelfer muss durch eine von den Berufsgenossenschaften anerkannte Ausbildungseinrichtung erfolgen. I. d. R. sind das die etablierten Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfallh...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Ortsfeste Druckanlagen für ... / Zusammenfassung

Begriff Neben ortsbeweglichen Druckgasbehältern (z. B. Gasflaschen, Aerosol- und Druckgaspackungen) gibt es auch ortsfeste Druckgasbehälter, die selbst ortsfeste Druckanlagen für Gase oder Teil derartiger Druckanlagen sein können. Ortsfeste Druckanlagen für Gase sind definiert als druckbeaufschlagte Arbeitsmittel oder überwachungsbedürftige Anlagen nach § 2 Nr. 30 ProdSG (Abs...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Flüssiggasanlagen / 3.2 Sicheres Betreiben und Instandhalten

Flüssiggasanlagen dürfen nur durch unterwiesenes und zuverlässiges Personal betrieben und gewartet werden. Räume und Bereiche im Freien müssen deutlich erkennbar und dauerhaft gekennzeichnet sein. Ortsfeste Druckanlagen für Gase sind vor Eingriffen Unbefugter zu schützen. Praxis-Beispiel Beispiel für Schutzmaßnahmen zum Schutz vor Eingriff Unbefugter Umfriedung der Anlage (z. B....mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Beschichtungsstoffe / 2.1.1 Wasserlacke

Wasserlacke enthalten einen wesentlich geringeren Anteil an organischen Lösemitteln (i. Allg. 3 – 10 %) als konventionelle Lacke, der Anteil an Wasser liegt bei 50 – 70 %. Wasserlack kann entzündbar sein, wenn er einen bestimmten Anteil an organischen Lösemitteln überschreitet (Formel zur Berechnung in DGUV-I 209-046). Es sind dann Maßnahmen zum Brand- und Explosionsschutz u...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Pulverbeschichtung / 1 Verfahren

Vor dem Beschichten werden Werkstücke i. Allg. chemisch und mechanisch vorbehandelt. Dabei werden Rückstände entfernt, sie werden entfettet, gereinigt und erhalten Konversionsschichten, um die Lackanbindung zu verbessern. Es folgt i. d. R. eine Zwischentrocknung. Das zu beschichtende elektrisch leitfähige Werkstück (i. d .R. Oberflächen aus Stahl, verzinktem Stahl, Aluminium)...mehr

Beitrag aus Arbeitsschutz Office
Gefahrstoffe – Schritte der... / 2.2.1 Informationsquelle Sicherheitsdatenblatt

Für die Ermittlung der stoffspezifischen Eigenschaften von Gefahrstoffen ist das Sicherheitsdatenblatt die erste Informationsquelle. Ein Sicherheitsdatenblatt wird losgelöst von Ihrer betrieblichen Situation erstellt und ersetzt deshalb nicht die Gefährdungsbeurteilung. Welche Punkte für die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung besonders wichtig sind, zeigt Tab. 2.mehr

Beitrag aus Arbeitsschutz Office
Gefahrstoffe – Schritte der... / 2.4.3 Zusätzliche Schutzmaßnahmen

Nicht immer gibt es eine TRGS oder Handlungsempfehlung oder diese decken nicht alle Tätigkeiten mit Gefahrstoffen ab. In diesen Fällen müssen Sie selber geeignete Schutzmaßnahmen finden. Eine praxisnahe Hilfestellung bietet das o. g. EMKG. Zusätzliche Schutzmaßnahmen sind immer dann zu ergreifen, wenn Ihre Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass die allgemeinen Schutzmaßnahmen ni...mehr

Beitrag aus Arbeitsschutz Office
Gefahrstoffe – Schritte der... / 2.7 Gefährdungsbeurteilung fortschreiben

Sie müssen sicherstellen, dass Änderungen von Gesetzen, Verordnungen, Technischen Regeln und DGUV-Regelwerk berücksichtigt werden. Fortbildungen helfen, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die wichtigsten Punkte für eine anlassbezogene Gefährdungsbeurteilung sind: Einführung neuer Gefahrstoffe, Änderung der Arbeitsbedingungen (Mengen, Arbeitsverfahren, Schutzmaßnahmen, Lüftungsv...mehr

Beitrag aus Arbeitsschutz Office
Gefahrstoffe – Schritte der... / 2.3.1 Inhalative Gefährdungen ermitteln und beurteilen

Die Höhe der inhalativen Gefährdung, ausgehend von einem Gefahrstoff, ist ersichtlich durch Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW), Expositions-Risiko-Beziehungen (ERB), in einer TRGS genannten Konzentrationswerte, andere Beurteilungsmaßstäbe (z. B. DNEL, MAK-Werte) oder aus der Einstufung. Wie hoch die Belastungshöhen der Beschäftigten vor Ort sind, ergibt sich aus diesen Fragen: Wie f...mehr

Beitrag aus Arbeitsschutz Office
Gefahrstoffe – Schritte der... / 2.4.1 Substitution

Die erste Maßnahme ist immer zu prüfen, ob der Gefahrstoff oder das Verfahren durch ein weniger gefährlicheres ersetzbar ist. Die entsprechende Technische Regel hierzu ist die TRGS 600 "Substitution". In dieser Regel finden Sie im Anhang z. B. das Spaltenmodell, Hilfestellungen zu Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Datenbanken zu Ersatzstoffen und Ersatzverfahren. Eine übe...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Fahrzeuginstandhaltung / Zusammenfassung

Begriff Unter Instandhaltung versteht man Wartung, Inspektion sowie Reparatur. Für die etwa 42 Mio. Pkw, Lkw und Krafträder in Deutschland gibt es annähernd 38.000 Werkstätten, in denen etwa 460.000 Beschäftigte die Instandhaltung an den Fahrzeugen durchführen. Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung In folgenden Schriften wird die Fahrzeuginstandhaltung thematisiert: DGUV-R ...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Kühlschmierstoffe / Zusammenfassung

Begriff Kühlschmierstoffe (KSS) sind nichtwassermischbare, wassermischbare und wassergemischte flüssige Zubereitungen zum Kühlen, Schmieren und Spülen bei Fertigungsverfahren der spanenden und umformenden Be- und Verarbeitung. Den KSS sind zur Verbesserung ihrer Eigenschaften verschiedene chemische Stoffe zugesetzt, die bei den Beschäftigten durch Hautkontakt oder Einatmen g...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Explosionsschutz / Zusammenfassung

Begriff Unter dem Begriff Explosionsschutz versteht man den Schutz vor Explosionsgefährdungen, die durch explosionsfähige Atmosphäre entstehen. Als explosionsfähige Atmosphäre bezeichnet man explosionsfähige Gas-/Dampf-/Nebel-Luft bzw. Staub-Luft-Gemische oder sog. hybride Gemische, die aus Luft und brennbaren Stoffen in unterschiedlichen Aggregatzuständen bestehen. Gefährlic...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Kühlschmierstoffe / 4.3.1 Hautschutzmaßnahmen

Sind Hautgefährdungen durch KSS zu erwarten, sind entsprechende Hautschutzmaßnahmen erforderlich. Dazu gehört die Erstellung eines Hautschutzplans, in dem die Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel unter Berücksichtigung der verwendeten KSS und des Fertigungsablaufes festgelegt sind. Weiterführende Hinweise sind zu finden in Abschn. 6.4.4 TRGS 401 "Gefährdung durc...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Kühlschmierstoffe / 4.1.1 Trockenbearbeitung/Minimalmengenschmierung

Die Minimalmengenschmierung (MMS) ist eine Verlustschmierung. Im Gegensatz zur Nassbearbeitung/Überflutungsschmierung ist kein Kreislaufsystem vorhanden und der Schmierstoff wird in Form von Tröpfchen (Aerosolen) direkt auf die Wirkstelle aufgebracht. Damit wird die Schmierstoffmenge enorm reduziert. Verluste durch Verdampfung und Verschleppung werden ebenfalls minimiert. Neb...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Kühlschmierstoffe / 4.1.4 Brand- und Explosionsschutz

Es ist ein Kühlschmierstoff auszuwählen, von dem eine möglichst niedrige Gefährdung ausgeht. Brennbare KSS dürfen nur in dafür geeigneten Maschinen oder Anlagen eingesetzt werden. Können Brand- und Explosionsgefahren nicht sicher ausgeschlossen werden, sind Gegenmaßnahmen erforderlich. Dazu können gehören: Gestaltung der Werkzeugmaschine, Absauganlage, Druckentlastungseinrichtun...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Explosionsschutz / 2 Explosionsschutzdokument

Gem. § 6 Abs. 9 GefStoffV ist der Arbeitgeber verpflichtet, bei Gefährdung durch explosionsfähige Atmosphäre unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten ein Explosionsschutzdokument zu erstellen und auf aktuellem Stand zu halten. Darin sind die Gefährdungsbeurteilung, die vorgenommene Zoneneinteilung, abgeleitete Maßnahmen und deren Wirksamkeit zu dokumentieren. An dieser Ste...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Hydraulikflüssigkeiten / Zusammenfassung

Begriff Hydraulikflüssigkeiten sind Druckflüssigkeiten, die i. d. R. Bestandteil einer Hydraulikanlage sind. Sie dienen hauptsächlich als Übertragungsmedium für Energie von der Pumpe zum Motor bzw. Zylinder. Daneben dient die Hydraulikflüssigkeit auch der Schmierung und dem Korrosionsschutz bestimmter Teile (Kolben, Lager etc.) in der Hydraulikanlage. Hydraulikflüssigkeiten ...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Hydraulikflüssigkeiten / 1 Allgemeine Anforderungen

Hydraulikflüssigkeiten müssen den auftretenden mechanischen, chemischen und thermischen Beanspruchungen standhalten und mit den in der Hydraulikanlage verwendeten Werkstoffen verträglich sein. Hydraulikflüssigkeiten die die giftigen und krebsauslösenden polychlorierten Biphenyle (PCB) und Terphenyle (PCT) enthalten, dürfen nicht verwendet werden. Schwerentflammbare und umwelts...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Strahlarbeiten / Zusammenfassung

Begriff Strahlarbeiten sind ein Vorgang, bei dem das zu reinigende Werkstück oder die zu behandelnde Oberfläche der kontinuierlichen Einwirkung von Strahlmitteln ausgesetzt wird, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung Kap. 2.24 DGUV-R 100-500 (Arbeiten mit Strahlgeräten (Strahlarbeiten) (bisher BGR 500)) Kap. 2.36 DGUV-R 100-500 (Arbe...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Kaltreiniger / Zusammenfassung

Begriff Kaltreiniger sind Flüssigkeiten, die bei Raumtemperatur zum Reinigen oder Entfetten eingesetzt werden. Kaltreiniger sind ggf. als Gefahrstoff eingestuft, sodass hierbei besondere Schutzmaßnahmen beim Umgang zu ergreifen sind. Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung Neben der Gefahrstoffverordnung ist TRGS 500 "Schutzmaßnahmen" zu beachten. Hinweise für die Praxis fin...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Dioxine / Zusammenfassung

Begriff Die Gruppe der polyhalogenierten Dibenzo-p-dioxine (PHDD) und polyhalogenierten Dibenzofurane (PHDF) wird allgemein als Dioxine bezeichnet. Am besten untersucht sind Dioxine, bei denen eine Chlorsubstitution vorliegt. Hier spricht man von polychlorierten Dibenzo-p-dioxinen (PCDD) und polychlorierten Dibenzofuranen (PCDF). Seit der Seveso-Katastrophe vom 10.7.1976 ist...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Strahlarbeiten / 2.2.1 Arbeiten an geschlossenen Strahlanlagen oder Strahlräumen

An geschlossenen Strahlanlagen kommen Schleuderstrahlmaschinen oder Druckluftstrahlmaschinen häufig vor. Wie auch beim Freistrahlen ist beim Strahlen in geschlossenen Systemen dafür zu sorgen, dass Personen durch Strahlmittel nicht verletzt werden. Sind Strahlräume oder -bereiche so groß, dass diese betreten werden können (oder müssen, z. B. bei Reinigung des Strahlraumes sel...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Schwefelwasserstoff / Zusammenfassung

Begriff Schwefelwasserstoff (Hydrogensulfid) ist ein farbloses, entzündbares Gas, das nach faulen Eiern riecht. Schwefelwasserstoff entsteht bei der Zersetzung von Biomasse, sein Geruch ist charakteristisch für Zersetzungs- bzw. Fäulnisprozesse. In der Natur entsteht er in Sümpfen, auch Erdöl und Erdgas enthalten Schwefelwasserstoff. Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung E...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Schwefelwasserstoff / 1 Anwendungsgebiete

Industrielle Anwendung findet Schwefelwasserstoff als Zwischenprodukt bei der Herstellung von: Natriumhydrogensulfid sowie Natriumsulfid organischen Schwefelverbindungen (Thiole, Thiophene) Sulfatzellstoff Schwefelwasserstoff wird auch verwendet zur: Schwefelgewinnung (aus Erdöl) Oberflächenbehandlung von Metallen (Korrosionsschutz) Eine höhere Exposition mit Schwefelwasserstoff er...mehr

Lexikonbeitrag aus Arbeitsschutz Office
Schwefelwasserstoff / 3.2 Organisatorische Maßnahmen

Betriebsanweisungen erstellen und regelmäßige Unterweisungen durchführen spezielle arbeitsmedizinische Vorsorge gemäß DGUV-I 240-110 anbieten Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche sowie werdende und stillende Mütter berücksichtigenmehr