Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Wert des Betriebsvermögens (Abs. 5 a.F.)

1. Regelungsbereich von § 12 Abs. 5 Satz 1 ErbStG a.F. Rz. 165 Zur Bewertung des durch Erbfall oder Schenkung übergehenden Betriebsvermögens bestimmte § 12 Abs. 5 Satz 1 ErbStG a.F., dass die Verhältnisse zur Zeit der Steuerentstehung maßgebend sind für "den Bestand und die Bewertung von Betriebsvermögen". Rz. 166 Die Stichtagsbewertung des Betriebsvermögens stellte die Bete...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Erblasserschulden (Abs. 5 Nr. 1)

a) Vom Erblasser herrührend Rz. 61 Erblasserschulden sind die vom Erblasser "herrührenden" Schulden, also solche, die nach § 1922 BGB i.V.m. § 1967 Abs. 2 BGB, § 45 Abs. 1 AO als Nachlassverbindlichkeiten auf den oder die Erben übergehen.Auch bei Erwerbern, die keine Erben sind, können solche Schulden als Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden. Dies folgt aus § 10 Abs. 1...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Verkürzung der gewöhnlichen Nutzungsdauer

Rz. 355 Kommt es aufgrund von nicht behebbaren Baumängeln oder Bauschäden sowie aufgrund einer Abbruchverpflichtung zu einer Verkürzung der gewöhnlichen Nutzungsdauer, kann dies nicht über die Berücksichtigung eines fiktiven Baujahres in die Berechnung der Alterswertminderung einfließen. Denn es fehlt an einer Parallelvorschrift zu § 146 Abs. 4 Satz 2 BewG. Dem Steuerpflich...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 7. Abzug der Nachlassverbindlichkeiten

Rz. 39 Entgegen dem unglücklich gewählten Begriff Nachlassverbindlichkeiten fallen darunter nicht nur Schulden des Erblassers, sondern ganz allgemein Schulden und Lasten (s. § 10 Abs. 6 Satz 1 ErbStG) sowie auch Schulden, die sich nicht gegen den Erben, sondern gegen andere Erwerber wie z.B. Vermächtnisnehmer, Pflichtteilsberechtigte u.a. richten. Was als Nachlassverbindlich...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Erwerb von Anteilen an gewerblich nicht tätigen Personengesellschaften oder anderen Gesamthandsgemeinschaften (Abs. 1 Satz 4)

Rz. 43 Aus der Verweisung im neuen ErbStG auf § 97 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 BewG ergibt sich, dass diese Bestimmung nur für nicht gewerblich tätige (vermögensverwaltende) Personengesellschaften und andere vermögensverwaltende Gesamthandsgemeinschaften, z.B. ungeteilte Erbengemeinschaften und Partnergesellschaften, gilt. Die Regelung erfolgte durch den Gesetzgeber nachträglich im J...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / X. Anwartschaft eines Nacherben (Abs. 4)

Rz. 58 Entgegen § 2108 Abs. 2 BGB stellt das Erbschaftsteuergesetz in § 10 Abs. 4 ErbStG das Anwartschaftsrecht des Nacherben aufschiebend bedingten Erwerben gleich. Die Erbschaftsteuer entsteht erst beim Eintritt des Nacherbfalls. Auch die Schenkung der Nacherbenanwartschaft stellt keinen steuerpflichtigen Erwerb dar (§ 1 Abs. 2 ErbStG). Veräußert jedoch der Nacherbe sein A...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Vergleich der Bewertungsverfahren

Rz. 188 Verglich man die Bewertung des Betriebsvermögens einer natürlichen Person bzw. einer Personengesellschaft mit der Bewertung von Anteilen an Kapitalgesellschaften, ergaben sich bei letzteren von bestimmten Renditen an meist höhere steuerliche Anteilswerte. Rz. 189 Die Bewertung des Betriebsvermögens war bei Einzelunternehmen und Anteilen an Mitunternehmerschaften – w...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Gestaffelte Mietänderung

Rz. 183 Sofern der Eigentümer mit dem Mieter eine so genannte Staffelmiete vereinbart, ist als Jahresmiete nur die Miete anzusetzen, die im Besteuerungszeitpunkt unter Berücksichtigung der Mietsteigerungen nach der vorgesehenen Staffelung vertraglich vereinbart ist. Die in der Zukunft weiter zu erwartenden Mietsteigerungen aufgrund der vorgesehenen Staffelung sind nicht zu ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Jahresmiete bei mehrstöckigen Mietverhältnissen

Rz. 181 Bei der Ermittlung der Jahresmiete ist darauf abzustellen, was der Mieter dem Eigentümer für die Nutzung des Grundstücks zu zahlen hat. Das gilt auch bei mehrstöckigen Mietverhältnissen. Somit kommt es stets darauf an, welche Jahresmiete der Eigentümer mit dem Hauptmieter vereinbart hat. Auf das Untermietverhältnis kommt es nur insoweit an, wie der Eigentümer an der...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Sonstige Nachlassaktiva

Rz. 10 Zu den Nachlassaktiva gehören folgende Posten: der gesamte Nachlass des Alleinerben, unabhängig davon, welche Absprachen der Erblasser mit dem Erben über die Verwendung einzelner Nachlassposten getroffen hat; die Todesfallentschädigung aus einer zugunsten des Erblassers eingreifenden Kfz-Insassenunfallversicherung; die beim Tod des Erblassers ausbezahlte Lebensversicher...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Folgen für die Bewertung von Einzelunternehmen und Personengesellschaften

Rz. 70 Durch die Anwendung des § 11 BewG sowohl für Kapital- als auch Personengesellschaften und Einzelunternehmen ist seit 1.1.2009 – wie bei Anteilen an Kapitalgesellschaften – für die Wertermittlung primär auf zeitnahe Verkäufe abzustellen. Im Hinblick auf die oben (Rz. 31) dargestellte Problematik, dass der Steuerpflichtige neben dem Substanzwert und vereinfachten Ertra...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Bei der Einheitsbewertung ...

Rz. 122 Bei der Einheitsbewertung auf den 1.1.1964 wird für die Ertragsbewertung eine Jahresrohmiete zugrunde gelegt, bei der nur die Kosten des Betriebs der zentralen Heizungs-, Warmwasserversorgungs- und Brennstoffversorgungsanlage sowie des Fahrstuhls als Betriebskosten außer Ansatz bleiben. Für die Ertragsbewertung ab dem 1.1.1996 hat sich der Gesetzgeber dafür ausgespr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IX. Konfusion und Konsolidation (Abs. 3)

Rz. 54 Zivilrechtlich erloschene Rechtsverhältnisse wegen Zusammentreffens der Gläubiger- und Schuldnerstellung in einer Person (sog. Konfusion – z.B. Sohn leiht seinem Vater vor dem Tode 10.000 EUR und wird dessen Alleinerbe) oder wegen Erlöschens von Recht und Belastung (sog. Konsolidation, z.B. § 1063 BGB) gelten im ErbStG als nicht erloschen. Wegen des Eintritts des Erb...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Mietvorauszahlungen

Rz. 182 Vereinbaren Grundstückseigentümer und Mieter im Rahmen der Nutzungsüberlassung Mietvorauszahlungen, stellt sich die Frage, wie die Mietvorauszahlungen bei der Ermittlung der im Besteuerungszeitpunkt maßgebenden Miete zu berücksichtigen sind. Die Hinweise 167 zu Tz. 46 der gleich lautenden Erlasse v. 2.4.2007 enthalten folgendes Beispiel zur Ermittlung der Jahresmiet...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Einheitsbewertung zum 1.1.1964

Rz. 1 Bei der Einheitsbewertung zum 1.1.1964 sind Gebäude und Gebäudeteile sowie Anlagen, die zum Schutz der Bevölkerung sowie lebens- und verteidigungswichtiger Sachgüter vor der Wirkung von Angriffswaffen geschaffen worden sind, bei der Ermittlung des Einheitswerts außer Betracht zu lassen, wenn sie im Frieden nicht oder nur gelegentlich oder geringfügig für andere Zwecke...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Regelungsbereich von § 12 Abs. 5 Satz 1 ErbStG a.F.

Rz. 165 Zur Bewertung des durch Erbfall oder Schenkung übergehenden Betriebsvermögens bestimmte § 12 Abs. 5 Satz 1 ErbStG a.F., dass die Verhältnisse zur Zeit der Steuerentstehung maßgebend sind für "den Bestand und die Bewertung von Betriebsvermögen". Rz. 166 Die Stichtagsbewertung des Betriebsvermögens stellte die Beteiligten vor eine schwierige Aufgabe, weil sie die Aufs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Beschränkte Steuerpflicht (Abs. 6 Satz 2)

Rz. 180 § 10 Abs. 6 Satz 2 ErbStG regelt zwei Fälle des Abzugs von Schulden und Lasten bei beschränkter Steuerpflicht: Einerseits den Erwerb von Inlandsvermögen i.S.d. § 121 BewG durch einen Ausländer im Rahmen der beschränkten Steuerpflicht nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG und andererseits die Fälle unbeschränkter Steuerpflicht (s. den Verweis von § 10 Abs. 6 Satz 2 über § 19 ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Begriff der umlagefähigen Betriebskosten

Rz. 124 Der Gesetzgeber bezieht sich zur Umschreibung der umlagefähigen Betriebskosten in § 146 Abs. 2 Satz 3 BewG auf § 27 Abs. 1 II. Berechnungsverordnung. Nach dieser Vorschrift in der bis zum 31.12.2003 geltenden Fassung war bei der Ermittlung der Betriebskosten die Anlage 3 "Aufstellung der Betriebskosten" zur II. Berechnungsverordnung zugrunde zu legen. Ab dem 1.1.200...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Abzug von Kosten aufgrund des Erbfalls (Abs. 5 Nr. 3)

Rz. 116 Der Erwerber kann gem. § 10 Abs. 5 Nr. 3 Satz 1 ErbStG weitere Kosten erwerbsmindernd abziehen: die Kosten der Bestattung des Erblassers, die Kosten für ein angemessenen Grabdenkmal und die übliche Grabpflege sowie die Kosten, die dem Erwerber unmittelbar mit der Abwicklung, Regelung oder Verteilung des Nachlasses oder mit der Erlangung des Erwerbs (z.B. Kosten für ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Keine Nachlassaktiva

Rz. 26 Nicht zum positiven Vermögensanfall gehören: originär entstandene Geschäftswerte; der Verkaufserlös einer vom Erblasser geerbten freiberuflichen Praxis soll nac Geck ebenfalls nicht dazu gehören, weil nach § 96 BewG (s. § 96 BewG Rz. 145 ff.) insofern die gleichen Regeln wie für Geschäftswerte gelten müssten; die Entschädigung aus einer Luftunfallversicherung; bereits ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 9. Ermittlung der üblichen Miete

Rz. 242 § 146 Abs. 3 BewG gibt keine Auskunft darüber, wie die übliche Miete in der Praxis zu ermitteln ist. Hier helfen die Bestimmungen des BGB bzw. in "älteren" Fällen das Miethöhengesetz weiter. Danach kann die übliche Miete durch Heranziehung von Vergleichsmieten, durch Rückgriff auf einen Mietspiegel, mit Hilfe einer Mietdatenbank oder durch ein Mietgutachten ermittel...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Wohngrundstücke mit nicht mehr als zwei Wohnungen

Rz. 359 Ein Zuschlag i.H.v. 20 % kommt nur für solche bebaute Grundstücke in Betracht, die nicht mehr als zwei Wohnungen enthalten. a) Wohnungsbegriff Rz. 360 Nach Auffassung der Finanzverwaltung ist unter Wohnung die Zusammenfassung von Räumen zu verstehen, die von anderen Wohnungen oder Räumen baulich getrennt sind. Jede Wohneinheit muss über einen dauerhaften baulichen Ab...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VIII. Zuwendung der Erbschaftsteuer oder Schenkungsteuer durch andere als zusätzliche Bereicherung (Abs. 2)

Rz. 48 Steuerschuldner ist i.d.R. der Erwerber, zumal seine Bereicherung als steuerpflichtiger Erwerb gilt (s. auch § 20 Abs. 1 ErbStG). Bürgerlich-rechtlich will ein Schenker im Zweifel nur den Gegenstand der Zuwendung schenken und nicht auch die Erwerbskosten. Trotz der Vorschrift des § 20 Abs. 1 Satz 1 ErbStG, dass bei einer Schenkung auch der Schenker Steuerschuldner is...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Mietpreisbindung

Rz. 142 Zur Mietpreisbindung wurde in R 167 Satz 6 ErbStR 2003 ausgeführt: "Maßgebend ist die Miete, die vertraglich vereinbart worden ist, unabhängig davon, ob Mietpreisbindungen bestehen." Bei der Ermittlung des Grundstückswerts ist somit auch dann von der tatsächlich vereinbarten Miete auszugehen, wenn Mietpreisbindungen öffentlich-rechtlicher oder privat-rechtlicher Art b...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / C. Wirtschaftliche Einheit des bebauten Grundstücks

I. Allgemeine Grundsätze Rz. 51 Die Frage, was zu der wirtschaftlichen Einheit des bebauten Grundstücks gehört, wird nicht in § 146 BewG beantwortet, sondern in § 138 Abs. 3 Satz 2 BewG. Dort wird Bezug genommen auf § 70 BewG. Danach ist jedes Grundstück eine wirtschaftliche Einheit des Grundvermögens (§ 70 Abs. 1 BewG). Der Begriff des Grundstücks bestimmt sich nicht nach d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Abfindungsansprüche bei einer Personengesellschaft oder GmbH

Rz. 9 Eine Ausnahme gilt nach Abs. 10 nur bei niedrigeren Abfindungen an einen Erben für ein geerbtes Mitgliedschaftsrecht an einer Personengesellschaft oder einem geerbten Geschäftsanteil an einer GmbH. Ist die Abfindung niedriger als deren Wert, so gehört nur der Abfindungsanspruch zum Erwerb.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Ausgangsgröße "Jahresmiete"

§ 146 Abs. 2 Satz 2 ... Rz. 80 § 146 Abs. 2 Satz 2 BewG definiert die Jahresmiete als Gesamtentgelt, das für die Nutzung des bebauten Grundstücks von dem Mieter oder Pächter aufgrund vertraglicher Vereinbarungen für den Zeitraum von zwölf Monaten zu zahlen ist. 1. Gesamtentgelt a) Entgelt nur für die Grundstücksnutzung Rz. 81 Zum Gesamtentgelt rechnet alles das, was der Mieter oder...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Inhalt der Vorschrift im Einzelnen

I. Steuerpflichtiger Erwerb (Abs. 1 Satz 1) 1. Bereicherung Rz. 2 Die Erbschaftsteuer wird erhoben, um den Zuwachs an wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit zu erfassen. Dies ist der Fall, wenn dem Empfänger ein in Geld messbarer Vermögensvorteil (so § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG) zufließt. Hat z.B. ein Nacherbe selbst durch Baumaßnahmen auf einem nachlasszugehörigen Grundstück zu L...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VII. Übliche Miete

1. Ansatz der üblichen Miete vor 2007 Rz. 185 Wurde ein bebautes Grundstück oder ein Teil hiervon nicht oder vom Eigentümer oder dessen Familie selbst genutzt, anderen unentgeltlich zur Nutzung überlassen oder an Angehörige (§ 15 AO) oder Arbeitnehmer des Eigentümers vermietet, tritt an die Stelle der Jahresmiete die übliche Miete (§ 146 Abs. 3 Satz 1 BewG). Bei der üblichen Miet...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Erwerbe von Todes wegen (Abs. 1 Satz 2)

Nach Satz 2 von ... Rz. 8 Nach Satz 2 von § 10 Abs. 1 ErbStG wird in den Fällen des § 3 ErbStG, also bei Erwerben von Todes wegen, der gesamte Vermögensanfall erfasst, sofern für die Wirtschaftsgüter, aus denen er besteht, nach § 12 ErbStG ein Wert festzustellen ist. 1. Abfindungsansprüche bei einer Personengesellschaft oder GmbH Rz. 9 Eine Ausnahme gilt nach Abs. 10 nur bei ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Allgemeine Bewertungsvorschriften (Abs. 1)

1. Anwendungsbereich Rz. 6 § 12 verweist in Absatz 1 auf den "Ersten Teil des Bewertungsgesetzes (Allgemeine Bewertungsvorschriften)". Es gelten für die Bewertung der erbschaft-/schenkungsteuerlichen Erwerbe im Grundsatz daher die allgemeinen Bewertungsvorschriften des BewG, also §§ 1 bis 16 BewG. Dieser Grundsatz wird jedoch durchbrochen, soweit in § 12 Abs. 2 bis 7 ErbStG ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / XII. Nichtabzugsfähigkeit von Schulden und Lasten (Abs. 6)

1. Zweck, Aufbau und Anwendungsbereich des Abs. 6 Rz. 151 Mit der Regelung des § 10 Abs. 6 ErbStG soll eine doppelte Begünstigung steuerfreien Vermögens verhindert werden. Fallen Vermögensgegenstände nicht oder nur teilweise in den steuerpflichtigen Erwerb, wird der Abzug von Schulden, die mit diesem Vermögen in Zusammenhang stehen, ganz oder teilweise versagt. Damit entspri...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Grundbesitzbewertung (Abs. 3)

1. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift Rz. 40 Grundlegend Neues im Vergleich zur Rechtslage bis 31.12.2008 brachte die Regelung des § 12 Abs. 3 ErbStG für die Bewertung von Grundbesitz. Die Vorschrift ersetzte die bis 31.12.2008 für Grundbesitz geltenden Grundbesitzwerte durch die seit 1.1.2009 maßgeblichen, in § 151 Abs. 1, § 157 Abs. 3 BewG näher beschriebenen. Durch de...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / H. Bewertung des Wohnungs- und Teileigentums

Wohnungs- und Teileigentum ... Rz. 423 Wohnungs- und Teileigentum ist nach den Grundsätzen des Ertragswertverfahrens unter Berücksichtigung der Mindestbewertung und der Nachweismöglichkeit eines niedrigeren Verkehrswerts zu bewerten (§ 146 Abs. 7 BewG). Voraussetzung für diese Bewertung ist, dass die wirtschaftliche Einheit "Wohnungs- oder Teileigentum" im Besteuerungszeitpun...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Grundbesitzbewertung (Abs. 3 a.F.)

1. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift Rz. 140 Grundlegend Neues im Vergleich zur Rechtslage bis 31.12.1995 brachte die Regelung des § 12 Abs. 3 ErbStG a.F. für die Bewertung von Grundvermögen. Die Vorschrift ersetzte die bis 31.12.1995 für Grundbesitz geltenden Einheitswerte durch die seit 1.1.1996 maßgeblichen sog. Grundbesitzwerte, vgl. § 138 BewG Rz. 8 bis 12. Die Gr...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Grundstücksbewertung nach dem ErbStRG

Mit der Entscheidung ... Rz. 46 Mit der Entscheidung des BVerfG v. 7.11.2006 musste sich der Gesetzgeber von der bisherigen Grundbesitzbewertung verabschieden und neue Bewertungsmethoden einführen, die eine hinreichende Nähe zum gemeinen Wert aufweisen. Dies ist durch das Erbschaftsteuerreformgesetz im Sechsten Abschnitt des Zweiten Teils des Bewertungsgesetzes realisiert wo...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Nach Satz 2 von ...

Rz. 8 Nach Satz 2 von § 10 Abs. 1 ErbStG wird in den Fällen des § 3 ErbStG, also bei Erwerben von Todes wegen, der gesamte Vermögensanfall erfasst, sofern für die Wirtschaftsgüter, aus denen er besteht, nach § 12 ErbStG ein Wert festzustellen ist.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / D. Ermittlung des Ertragswerts

§ 146 Abs. 2 Satz 1 ... Rz. 71 § 146 Abs. 2 Satz 1 BewG enthält die Umschreibung des vereinfachten Ertragswertverfahrens. Danach ist die durchschnittliche Jahresmiete mit 12,5 zu multiplizieren und um die Alterswertminderung zu kürzen. Die Wertermittlung orientiert sich an folgendem Schema: Rz. 72 Die Berechnungsgrößen "Vervielfältiger" und "Alterswertminderung" sind vom Gese...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Steuerpflichtiger Erwerb (Abs. 1 Satz 1)

1. Bereicherung Rz. 2 Die Erbschaftsteuer wird erhoben, um den Zuwachs an wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit zu erfassen. Dies ist der Fall, wenn dem Empfänger ein in Geld messbarer Vermögensvorteil (so § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG) zufließt. Hat z.B. ein Nacherbe selbst durch Baumaßnahmen auf einem nachlasszugehörigen Grundstück zu Lebzeiten des Vorerben in Erwartung der Nach...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Inhalt der Vorschrift im Einzelnen

I. Allgemeine Bewertungsvorschriften (Abs. 1) 1. Anwendungsbereich Rz. 6 § 12 verweist in Absatz 1 auf den "Ersten Teil des Bewertungsgesetzes (Allgemeine Bewertungsvorschriften)". Es gelten für die Bewertung der erbschaft-/schenkungsteuerlichen Erwerbe im Grundsatz daher die allgemeinen Bewertungsvorschriften des BewG, also §§ 1 bis 16 BewG. Dieser Grundsatz wird jedoch durc...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Da das Erbschaftsteuergesetz ...

Rz. 60 Da das Erbschaftsteuergesetz die Bereicherung des Erwerbers erfassen will, geht es vom Nettoprinzip aus (s. Rz. 2). Abzugsfähig sind demnach alle Erwerbsschmälerungen bzw. Schulden und Lasten. Der Begriff Nachlassverbindlichkeiten ist insofern zu eng gefasst (s. Rz. 39).mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / X. Zuschlag bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen

§ 146 Abs. 5 BewG ... Rz. 358 § 146 Abs. 5 BewG sieht vor, dass der um die Alterswertminderung gekürzte Ausgangswert um einen Zuschlag von 20 % zu erhöhen ist, wenn es sich bei dem zu bewertenden Grundstück um ein Ein- oder Zweifamilienhaus handelt, das ausschließlich Wohnzwecken dient. Nach Auffassung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags sollte der Zuschlag 10 % b...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / XI. Abzug von Nachlassverbindlichkeiten (Abs. 5)

Da das Erbschaftsteuergesetz ... Rz. 60 Da das Erbschaftsteuergesetz die Bereicherung des Erwerbers erfassen will, geht es vom Nettoprinzip aus (s. Rz. 2). Abzugsfähig sind demnach alle Erwerbsschmälerungen bzw. Schulden und Lasten. Der Begriff Nachlassverbindlichkeiten ist insofern zu eng gefasst (s. Rz. 39). 1. Erblasserschulden (Abs. 5 Nr. 1) a) Vom Erblasser herrührend Rz....mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Wert des Betriebsvermögens (Abs. 5)

1. Regelungsbereich von § 12 Abs. 5 Rz. 63 Zur Bewertung des durch Erbfall oder Schenkung übergehenden Betriebsvermögens bestimmt § 12 Abs. 5 Halbs. 1 ErbStG, dass der nach § 151 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BewG am Bewertungsstichtag (§ 11 ErbStG) festgestellte Wert anzusetzen ist. Rz. 64 Durch die Bezugnahme in § 12 Abs. 5 Halbs. 2 ErbStG auf § 151 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BewG wird übe...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Allgemeine Bewertungsvorschriften (Abs. 1 a.F.)

1. Anwendungsbereich Rz. 110 Nach § 12 Abs. 1 ErbStG a.F. galten für die Bewertung der erbschaft-/schenkungsteuerlichen Erwerbe im Grundsatz die allgemeinen Bewertungsvorschriften des BewG, also §§ 1 bis 16 BewG. Eine Ausnahme hiervon bestand, soweit in § 12 Abs. 2 bis 6 ErbStG a.F. anderes geregelt war. Rz. 111 Der unmittelbare Anwendungsbereich der Verweisnormen §§ 1–16 Be...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Ertragsbewertung unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten

1. Vorgaben des BVerfG Rz. 29 Das BVerfG billigt dem Gesetzgeber eine weitgehende Freiheit hinsichtlich der Auswahl der Steuerquelle bzw. des Steuergegenstands zu, fordert allerdings dann bei der Ausgestaltung des jeweiligen Steuergesetzes, dass die einmal getroffene Belastungsentscheidung folgerichtig i.S. der Belastungsgleichheit umgesetzt wird. Eine gleichmäßige Besteueru...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 10. Bezugsgröße "Wohn-/Nutzfläche"

Rz. 267 Wird die übliche Miete aus Mietspiegeln abgeleitet, handelt es sich um eine Miete, die sich auf einen Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche bezieht. Die Wohn-/Nutzfläche wird ggf. auch bei der Ableitung der üblichen Miete aus Vergleichsmieten benötigt, wenn diese Vergleichsmieten auf 1 m2 Wohn-/Nutzfläche bezogen sind. Bei Ein- und Doppelgaragen sowie Stellplätzen in Hoch- ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Alterswertminderung bei Verlängerung der gewöhnlichen Nutzungsdauer

Rz. 346 Sind an einem Gebäude nach dessen Bezugsfertigkeit bauliche Maßnahmen durchgeführt worden, die die gewöhnliche Nutzungsdauer dieses Gebäudes um mindestens 25 Jahre verlängert haben, ist bei der Alterswertminderung von einer der Verlängerung der gewöhnlichen Nutzungsdauer entsprechenden Bezugsfertigkeit auszugehen (§ 146 Abs. 4 Satz 2 BewG). Somit ist die Alterswertm...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Rückgriff bei der Bedarfsbewertung auf bekannte Bewertungsmethoden

Rz. 3 Sowohl die Einheitsbewertung 1964 in den alten Bundesländern als auch die Einheitsbewertung 1935 für das Beitrittsgebiet beruhen im Wesentlichen auf zwei Bewertungsmethoden, und zwar zum einen auf dem Ertragswertverfahren unter Kapitalisierung der Miete und zum anderen auf dem Sachwertverfahren unter getrenntem Ansatz des Boden- und Gebäudewerts, ggf. erhöht um den We...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Höchstgrenze für die Alterswertminderung

Rz. 343 Die Alterswertminderung ist nach § 146 Abs. 4 Satz 1 BewG auf höchstens 25 % des Ausgangswerts begrenzt. Der Höchstsatz von 25 % ist bei einer jährlichen Alterswertminderung von 0,5 % erreicht, wenn das Gebäude im Besteuerungszeitpunkt – gerechnet in vollen Jahren – länger als 50 Jahre steht. Unter Berücksichtigung der Vereinfachungsregelung der Finanzverwaltung "Be...mehr