Fachbeiträge & Kommentare zu Bewertungsgesetz

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / G. Abrundung

Rz. 420 Der Ertragswert nach § 146 Abs. 2 bis 5 BewG, der Mindestwert (§ 146 Abs. 6 BewG) sowie der nachgewiesene niedrigere Verkehrswert (§ 146 Abs. 7 BewG i.d.F. vor dem Jahressteuergesetz 2007 bzw. § 138 Abs. 4 BewG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007), sind je nach dem, welcher Wert als Grundstückswert festzustellen ist, auf volle 500 EUR nach unten abzurunden (§ 139 B...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Allgemeine Grundsätze

Rz. 51 Die Frage, was zu der wirtschaftlichen Einheit des bebauten Grundstücks gehört, wird nicht in § 146 BewG beantwortet, sondern in § 138 Abs. 3 Satz 2 BewG. Dort wird Bezug genommen auf § 70 BewG. Danach ist jedes Grundstück eine wirtschaftliche Einheit des Grundvermögens (§ 70 Abs. 1 BewG). Der Begriff des Grundstücks bestimmt sich nicht nach dem Zivilrecht, sondern n...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift

Rz. 40 Grundlegend Neues im Vergleich zur Rechtslage bis 31.12.2008 brachte die Regelung des § 12 Abs. 3 ErbStG für die Bewertung von Grundbesitz. Die Vorschrift ersetzte die bis 31.12.2008 für Grundbesitz geltenden Grundbesitzwerte durch die seit 1.1.2009 maßgeblichen, in § 151 Abs. 1, § 157 Abs. 3 BewG näher beschriebenen. Durch den Verweis in Absatz 3 auf § 151 Abs. 1 Sat...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Regelungsbereich von § 12 Abs. 5

Rz. 63 Zur Bewertung des durch Erbfall oder Schenkung übergehenden Betriebsvermögens bestimmt § 12 Abs. 5 Halbs. 1 ErbStG, dass der nach § 151 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BewG am Bewertungsstichtag (§ 11 ErbStG) festgestellte Wert anzusetzen ist. Rz. 64 Durch die Bezugnahme in § 12 Abs. 5 Halbs. 2 ErbStG auf § 151 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BewG wird über eine Verweisungskette (§§ 109 Abs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Entscheidung des BVerfG v. 7.11.2006

Rz. 37 Das BVerfG ist mit seinem am 31.1.2007 veröffentlichten Beschluss v. 7.11.2006 letztlich der Kritik gefolgt und hat entschieden, dass der Gesetzgeber dafür sorgen müsse, für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2007 bei allen Vermögensgegenständen den gemeinen Wert anzusetzen. Der Beschl. des BVerfG v. 7.11.2006 trifft im Wesentlichen folgende Aussagen: In dem Beschluss...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / F. Nachweis eines niedrigeren Verkehrswerts

Rz. 419 Der Grundstückseigentümer kann einen unter dem Ertragswert, ggf. begrenzt auf den Mindestwert, liegenden Verkehrswert für das zu bewertende Grundstück nachweisen (§ 146 Abs. 7 BewG i.d.F. vor dem Jahressteuergesetz 2007). Ein solcher Nachweis besteht für Besteuerungszeitpunkte vor dem 1.1.2007 neben der Nachweismöglichkeit in § 146 Abs. 6 BewG i.d.F. vor dem Jahress...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Grundzüge der Bewertung des Grundbesitzes

Rz. 50 Bei unbebauten Grundstücken (§ 178 BewG) bestimmt sich der Wert nach der Fläche und dem Bodenrichtwert (§ 196 BauGB). Maßgebend sind die zuletzt ermittelten Bodenrichtwerte, § 179 Satz 3 BewG. Sofern die Gutachterausschüsse keine Werte vorlegen bzw. ermitteln, kommen Werte vergleichbarer Flächen zum Ansatz. Einen Abschlag von dem so ermittelten Wert von 20 %, wie bis...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Überblick über das Ertragswertverfahren für die Grundstücksbewertung ab 1996

Rz. 9 § 146 Abs. 1 BewG enthält die Begriffsbestimmung für bebaute Grundstücke, und zwar als Negativabgrenzung zu den unbebauten Grundstücken. Alle Grundstücke, die nach § 145 Abs. 1 BewG nicht als unbebaut anzusehen sind, rechnen demnach zu den bebauten Grundstücken. Rz. 10 In § 146 Abs. 2 BewG wird die Bewertung von vermieteten Grundstücken geregelt. Ausgangsgröße ist die...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. § 12 Abs. 5 Satz 2 ErbStG a.F.

Rz. 170 Die entscheidenden Vorschriften zur Bewertung des Betriebsvermögens waren aufgrund der Verweisung des § 12 Abs. 5 Satz 2 ErbStG a.F. die Vorschriften §§ 95 bis 99, 103, 104, 109 Abs. 1 und 2 sowie § 137 BewG. Rz. 171 Für die Besteuerung wiederum von größter Bedeutung, weil dort der Grundsatz niedergelegt war, dass die Übernahme von Steuerbilanzwerten und ertragsteue...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Durchschnittliche Jahresmiete – vor 2007

Rz. 162 Nach § 146 Abs. 2 Satz 1 BewG ist aus den Jahresmieten der letzten drei Jahre vor dem Besteuerungszeitpunkt eine durchschnittliche Jahresmiete zu errechnen. Hierfür werden die Dreijahresmieten zu einer Summe zusammengerechnet und durch drei dividiert. Rz. 163 Die Jahresmieten für die letzten drei Jahre vor dem Besteuerungszeitpunkt sind nach dem Gesetzeswortlaut tag...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Organschaft

Rz. 184 Zur Bewertung von Grundstücken bei Organschaften enthalten die Hinweise zu 167 zu Tz. 46 der gleich lautenden Erlasse v. 2.4.2007 das nachstehende Beispiel: Beispiel An der grundstücksbesitzenden C-GmbH sind die A-GmbH zu 75 % und die B-GmbH zu 25 % beteiligt. Gleichzeitig mit dem Erwerb von 80 % der Anteile an der B-GmbH durch die A-GmbH begründen alle Gesellschafte...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Auffassung des BFH

Rz. 46.8 Dennoch ist der BFH mit den Vorlagebeschlüssen vom 2.3.2011 der Auffassung, dass eine relationsgerechte Abbildung der durch den Erwerb vermittelten Leistungsfähigkeit bei der vereinfachten Ertragsbewertung nicht stattfindet. Vielmehr haftet auch dieser Bewertung Zufälliges und Willkürliches an. Das vereinfachte Ertragswertverfahren führt zu Einzelergebnissen, die i...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Anwendungsbereich

Rz. 110 Nach § 12 Abs. 1 ErbStG a.F. galten für die Bewertung der erbschaft-/schenkungsteuerlichen Erwerbe im Grundsatz die allgemeinen Bewertungsvorschriften des BewG, also §§ 1 bis 16 BewG. Eine Ausnahme hiervon bestand, soweit in § 12 Abs. 2 bis 6 ErbStG a.F. anderes geregelt war. Rz. 111 Der unmittelbare Anwendungsbereich der Verweisnormen §§ 1–16 BewG für Zwecke der Er...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / § 146 Abs. 2 Satz 1 ...

Rz. 71 § 146 Abs. 2 Satz 1 BewG enthält die Umschreibung des vereinfachten Ertragswertverfahrens. Danach ist die durchschnittliche Jahresmiete mit 12,5 zu multiplizieren und um die Alterswertminderung zu kürzen. Die Wertermittlung orientiert sich an folgendem Schema: Rz. 72 Die Berechnungsgrößen "Vervielfältiger" und "Alterswertminderung" sind vom Gesetzgeber festgelegt; var...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 1. Gesamtentgelt

a) Entgelt nur für die Grundstücksnutzung Rz. 81 Zum Gesamtentgelt rechnet alles das, was der Mieter oder Pächter für die Grundstücksnutzung aufgrund des Miet- oder Pachtvertrags zu zahlen hat. Den Begriff des "Gesamtentgelts" verwendet der Gesetzgeber auch in § 79 Abs. 1 Satz 1 BewG als Umschreibung der Jahresrohmiete. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass es sich in bei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Der Ertragswert, ermittelt ...

Rz. 376 Der Ertragswert, ermittelt nach § 146 Abs. 2 bis 5 BewG, darf nicht geringer sein als der Wert, mit dem der Grund und Boden allein als unbebautes Grundstück nach § 145 Abs. 3 BewG zu bewerten wäre (Mindestbewertung nach § 146 Abs. 6 BewG). Wie bei der Einheitsbewertung 1964 hat der Gesetzgeber bei der Ertragsbewertung bebauter Grundstücke nach § 146 BewG eine Unterg...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Wertminderung wegen tatsächlicher Bebauung

Rz. 397 Die tatsächliche Bebauung eines Grundstücks kann sich sowohl erhöhend als auch mindernd auf den Wert des Grund und Bodens auswirken. § 5 Abs. 1 Satz 2 WertV bestimmt in diesem Zusammenhang, dass dann, wenn vom Maß der zulässigen Nutzung am Wertermittlungsstichtag in der Umgebung des zu bewertenden Grundstücks regelmäßig nach oben abgewichen wird oder wenn die zuläss...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / E. Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts

Rz. 18 Für die wirtschaftliche Einheit eines Grundstücks, dessen Gebäude, Gebäudeteile und Anlagen dem Zivilschutz dienen, kann – jedenfalls für Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2006 – der Nachweis eines niedrigeren gemeinen Wertes (vgl. § 138 Abs. 4 BewG) geführt werden.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / § 146 Abs. 2 Satz 2 ...

Rz. 80 § 146 Abs. 2 Satz 2 BewG definiert die Jahresmiete als Gesamtentgelt, das für die Nutzung des bebauten Grundstücks von dem Mieter oder Pächter aufgrund vertraglicher Vereinbarungen für den Zeitraum von zwölf Monaten zu zahlen ist.mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Wohnungs- und Teileigentum ...

Rz. 423 Wohnungs- und Teileigentum ist nach den Grundsätzen des Ertragswertverfahrens unter Berücksichtigung der Mindestbewertung und der Nachweismöglichkeit eines niedrigeren Verkehrswerts zu bewerten (§ 146 Abs. 7 BewG). Voraussetzung für diese Bewertung ist, dass die wirtschaftliche Einheit "Wohnungs- oder Teileigentum" im Besteuerungszeitpunkt bereits entstanden ist. Rz....mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Gesetzestext

Schrifttum Adel/Thummert/Wenzl, Probleme bei der Bedarfsbewertung von Grundvermögen im ländlichen Raum am Beispiel ehemaliger landwirtschaftlicher Hofstellen, INF 1997, 609; Ammenwerth, Vorweggenommene Erbfolge in ein vermietetes Einfamilienhaus, ErbBstg 2007, 16–19; Brill, Bewertung bebauter Grundstücke im Ertragswertverfahren, AO-StB 2014, 47–48; Brüggemann, Bewertung von M...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / Bei der Maklermethode ...

Rz. 333 Bei der Maklermethode "Miete × Vervielfältiger" fließt die Wertminderung wegen Alters in den Vervielfältiger ein. Bei der Einheitsbewertung 1964 wurde aus der Sicht des Jahres 1964 zwischen Altbauten, unterteilt in Gebäude mit einem Baujahr vor 1895, einem Baujahr von 1895 bis 1899, einem Baujahr von 1900 bis 1904, einem Baujahr von 1905 bis 1915 und einem Baujahr v...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Nicht notierte Anteile an Kapitalgesellschaften (Abs. 2 a.F.)

Rz. 131 Der gemeine Wert von Anteilen an Kapitalgesellschaften war gemäß § 12 Abs. 1 ErbStG a.F. i.V.m. § 11 Abs. 2 Satz 2 BewG unter Berücksichtigung des Vermögens und der Ertragsaussichten zu schätzen. Nach § 12 Abs. 2 Satz 1 ErbStG a.F. war maßgeblicher Zeitpunkt hierfür der Zeitpunkt der Entstehung der Steuer. Insoweit stellte § 12 Abs. 2 Satz 1 ErbStG a.F. klar, was na...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / III. Nutzungsüberlassung zu gewerblichen, freiberuflichen oder öffentlichen Zwecken

Rz. 137 Obwohl der Gesetzgeber die Umschreibung der Jahresmiete, insbesondere hinsichtlich der Berücksichtigung der Betriebskosten, weitestgehend auf Wohngrundstücke zugeschnitten hat, gilt § 146 Abs. 2 BewG für alle Grundstücke und Grundstücksteile, die vermietet sind, also auch bei einer Vermietung zu gewerblichen, freiberuflichen oder öffentlichen Zwecken. Selbst bei der...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. § 12 Abs. 5 Satz 3 ErbStG a.F.

Rz. 183 Neben § 12 Abs. 5 Satz 1 ErbStG a.F., der hinsichtlich der Bewertung von Betriebsgrundstücken eine Ausnahme von der Übernahme der Steuerbilanzwerte enthielt, beinhaltete auch Absatz 5 Satz 3 eine Durchbrechung der Bestandsidentität zwischen Steuerbilanz und Vermögensaufstellung. Rz. 184 Die Vorschrift schränkte die Übernahme der Steuerbilanzwerte bei Wertpapieren, A...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Jahresmiete bei Betriebsverpachtung und Leasingverträgen

Rz. 158 Eine vergleichbare Problematik ergibt sich in den Fällen der Betriebsverpachtung und bei Leasingverträgen, die eine Grundstücksüberlassung zum Gegenstand haben. Bei Leasingverträgen wird in der Literatur die Auffassung vertreten, dass es kaum möglich sein dürfte, aus der vereinbarten Leasingrate eine Miete abzuleiten, indem nur der Finanzierungskostenanteil ausgesch...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 4. Begriff der üblichen Miete

Rz. 216 Bei der üblichen Miete handelt es sich um die Miete, die für nach Art, Lage, Größe, Ausstattung und Alter vergleichbare, nicht preisgebundene Grundstücke von fremden Mietern bezahlt wird (§ 146 Abs. 3 Satz 2 BewG).Betriebskosten sind hierbei nicht einzubeziehen. a) Vergleichsmerkmal "Art des Grundstücks" Rz. 217 Die Grundstücke, aus denen die übliche Miete abgeleitet...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 8. Durchschnittliche Miete

a) Besteuerungszeitpunkte vor dem 1.1.2007 Rz. 239 In den Fällen, die in § 146 Abs. 3 Satz 1 BewG genannt sind, tritt an die Stelle der Jahresmiete die übliche Miete. Die Gesetzesformulierung dürfte – für Besteuerungszeitpunkte vor dem 1.1.2007 – so zu verstehen sein, dass die Zeiten, in denen für ein Gebäude oder ein Gebäudeteil innerhalb des dreijährigen Mietermittlungszei...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Bedarfsbewertung ehemaliger Hofstellen

Rz. 364.1 Der BFH hatte sich mit der Frage zu befassen, ob bei der Bewertung eines ehemals landwirtschaftlich genutzten Eindachhofs, bestehend aus einer Wohnung und Stallungen, für die Wohnung ein pauschaler Zuschlag von 20 % nach § 146 Abs. 5 BewG anzusetzen ist. Der BFH hat entgegen der Auffassung des Finanzamts und des Finanzgerichts keinen Zuschlag angesetzt. Denn leers...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Bewertung

Rz. 431 Das Wohnungseigentum ist stets nach dem Ertragswertverfahren unter Ansatz der durchschnittlichen Jahresmiete, bei Eigennutzung und bei vergleichbarer Nutzung i.S. des § 146 Abs. 3 Satz 1 BewG unter Ansatz der üblichen Miete, vervielfacht mit 12,5, zu bewerten. Bei Teileigentum, das vermietet ist, ist der Grundstückswert ebenfalls nach dem Ertragswertverfahren zu erm...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Bodenschätze und Mineralgewinnungsrechte (Abs. 4)

Rz. 60 Die von ihrer praktischen Bedeutung nur wenige Fälle betreffende Norm regelt die Bewertung von Bodenschätzen. Im Grundsatz ist davon auszugehen, dass Bodenschätze zu einem steuerlichen Betriebsvermögen gehören, also bilanziert sind. Dann finden für deren Bewertung über die Verweisung in § 12 Abs. 5 ErbStG die Regelungen des § 151 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. §§ 95, 96, 97 Bew...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Bewertung

Rz. 37 Die Bewertung des Vermögensanfalls erfolgt nach § 12 ErbStG, wobei das sog. Stichtagsprinzip nach § 11 ErbStG zu beachten ist. Erbansprüche des Erben bzw. entsprechende Ansprüche des Vermächtnisnehmers und mit dem Erbfall entstandene Versicherungsansprüche sind i.d.R. getrennt erbschaftsteuerlich zu erfassen, weil letztere betagte Ansprüche (s. § 9 BewG Rz. 24) sind,...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Triple-Net-Vereinbarungen

Rz. 132 Werden Instandsetzungs- und Instandhaltungskosten jedoch im Rahmen von sog. Triple-Net-Vereinbarungen vom Mieter getragen, sind diese Kosten – ggf. mit einem pauschalen Zuschlag – in die Jahresmiete einzurechnen. Dies gilt nicht für die üblichen Schönheitsreparaturen bei Wohnraum. Schleswig-Holstein führt mit Erlass v. 14.11.2005 Folgendes aus: „Ermittlung der Jahresm...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 6. Keine Berücksichtigung von ungewöhnlichen oder persönlichen Verhältnissen

Rz. 237 Bei der Mietableitung bleiben Mieten, die auf ungewöhnlichen oder persönlichen Verhältnissen beruhen, außer Betracht (§ 146 Abs. 3 Satz 3 BewG). Diese Vorschrift entspricht dem allgemeinen Grundsatz bei der Ermittlung des gemeinen Werts in § 9 Abs. 2 Satz 3 BewG. Dadurch werden z.B. Mieten, die wegen einer Notlage wesentlich über oder unter der ortsüblichen Marktmie...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / B. Begriff des bebauten Grundstücks

Rz. 47 § 146 Abs. 1 BewG definiert die bebauten Grundstücke als Grundstücke, auf die die in § 145 Abs. 1 BewG genannten Merkmale nicht zutreffen. Die bebauten Grundstücke bilden somit eine "Restgröße" aus der Ausgangsgröße "sämtlicher Grundstücke" abzüglich der Grundstücke, auf denen sich keine benutzbaren Gebäude befinden. Versucht man, aus dieser Negativabgrenzung eine pos...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Sonstige Vermögensgegenstände und Schulden (Abs. 6)

Rz. 75 Der Wert von Wirtschaftsgütern und von Schulden, die vermögensverwaltenden Personengesellschaften und Gemeinschaften gehören, wird nach § 151 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 BewG gesondert festgestellt. Im Ergebnis ist die Regelung ohne eigenständigen sachlichen Regelungsgehalt, da die Bewertung der einzelnen zum Vermögen der Personengesellschaft oder Gemeinschaft zählenden Wirt...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / V. Bodenschätze und Mineralgewinnungsrechte (Abs. 4 a.F.)

Rz. 160 Die Norm war von geringer praktischer Bedeutung, da sie nur wenige Fälle betraf. Sie regelte die Bewertung von Bodenschätzen. Im Grundsatz ist davon auszugehen, dass Bodenschätze zu einem steuerlichen Betriebsvermögen gehören, also bilanziert sind. Dann fanden für deren Bewertung über die Verweisung in § 12 Abs. 5 Satz 2 ErbStG a.F. die Regelungen des § 109 BewG Anw...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VII. Ausländischer Grundbesitz und ausländisches Betriebsvermögen (Abs. 6 a.F.)

Rz. 200 Die besonderen Bewertungsvorschriften der Absätze 2 bis 5 galten nur für inländisches Vermögen. Auslandsvermögen war deshalb im Grundsatz nach § 12 Abs. 1 ErbStG a.F. i.V.m. § 9 BewG mit dem gemeinen Wert anzusetzen. Für ausländischen Grundbesitz und für ausländisches Betriebsvermögen wurde dieser Grundsatz zur Verdeutlichung in § 12 Abs. 6 i.V.m. § 31 BewG wiederhol...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Befreiungsvorschrift im Rahmen der Grundstücksbewertung

Rz. 2 § 150 BewG führt die bisherige Befreiungsvorschrift aus der Einheitsbewertung 1964 fort. Gebäude, Gebäudeteile und Anlagen, die zu den in § 1 des Zivilschutzgesetzes (ZSG) bezeichneten Zwecken geschaffen worden sind und im Frieden nicht oder nur gelegentlich oder geringfügig für andere Zwecke benutzt werden, bleiben bei der Grundstücksbewertung außer Betracht. Dies wi...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 8. Nutzungsrechte an einem Grundstück (Abs. 6 Satz 6)

Rz. 196 § 10 Abs. 6 Satz 6 ErbStG soll verhindern, dass Nutzungsrechte (Wohnrecht, Nießbrauch) an einem Grundstück, die bereits bei der Bewertung des Grundstücks berücksichtigt wurden, zusätzlich als Nachlassverbindlichkeit oder Duldungslast abgezogen werden können. Im Rahmen des Regelbewertungsverfahrens für Grundvermögen nach den §§ 179 und 182 ff. BewG ist ein derartiger...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 3. Übliche Miete ab 2007

Rz. 213 Die Voraussetzungen für den Ansatz der üblichen Miete haben sich durch die Änderungen des § 146 Abs. 3 BewG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007 für Besteuerungszeitpunkte nach dem 31.12.2006 geändert. Als wesentliche Änderung ist hervorzuheben, dass die übliche Miete auch dann anzusetzen ist, wenn Grundstücke oder Grundstücksteile zu einer um mehr als 20 % von der ...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / 2. Gegenleistung als maßgebende Bemessungsgrundlage

Rz. 46.4 Zwar bildet der Wert der Gegenleistung und nicht der gemeine Wert die grunderwerbsteuerrechtliche Regel-Bemessungsgrundlage. Dennoch verlangt eine einheitliche Steuersatzregelung eine ausreichend folgerichtig und belastungsgleich ausgestaltete Bemessungsgrundlage. Der BFH bestätigt, dass § 8 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 GrEStG mit Art. 3 Abs. 1 GG insoweit vereinbar ist, al...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / I. Einheitsbewertung zum 1.1.1964 bzw. 1.1.1935

Rz. 1 Bebaute Grundstücke in den alten Bundesländern werden bei der Einheitsbewertung 1964 unter Ansatz einer Jahresrohmiete oder einer vergleichbaren üblichen Miete, multipliziert mit einem gesetzlich vorgeschriebenen Vervielfältiger, bewertet. Das Produkt aus "Miete × Vervielfältiger" kann im Einzelfall durch Zuschläge erhöht oder durch Abschläge gekürzt werden. Der so er...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / A. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift

I. Einheitsbewertung zum 1.1.1964 bzw. 1.1.1935 Rz. 1 Bebaute Grundstücke in den alten Bundesländern werden bei der Einheitsbewertung 1964 unter Ansatz einer Jahresrohmiete oder einer vergleichbaren üblichen Miete, multipliziert mit einem gesetzlich vorgeschriebenen Vervielfältiger, bewertet. Das Produkt aus "Miete × Vervielfältiger" kann im Einzelfall durch Zuschläge erhöht...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / II. Kein Ansatz von umlagefähigen Betriebskosten

Bei der Einheitsbewertung ... Rz. 122 Bei der Einheitsbewertung auf den 1.1.1964 wird für die Ertragsbewertung eine Jahresrohmiete zugrunde gelegt, bei der nur die Kosten des Betriebs der zentralen Heizungs-, Warmwasserversorgungs- und Brennstoffversorgungsanlage sowie des Fahrstuhls als Betriebskosten außer Ansatz bleiben. Für die Ertragsbewertung ab dem 1.1.1996 hat sich d...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Jahresmiete im Besteuerungszeitpunkt – ab 2007

1. Vereinfachung der Mietermittlung Rz. 180 Die Maßgeblichkeit der im Besteuerungszeitpunkt vereinbarten Miete führt gegenüber der bisher maßgeblichen durchschnittlichen Jahresmiete zu Vereinfachungen. Künftig ist es nicht mehr erforderlich, einen dreijährigen Mietermittlungszeitraum zu beurteilen. Vielmehr sind ausschließlich die vertraglichen Vereinbarungen im Besteuerungs...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IX. Wertminderung wegen Alters

Bei der Maklermethode ... Rz. 333 Bei der Maklermethode "Miete × Vervielfältiger" fließt die Wertminderung wegen Alters in den Vervielfältiger ein. Bei der Einheitsbewertung 1964 wurde aus der Sicht des Jahres 1964 zwischen Altbauten, unterteilt in Gebäude mit einem Baujahr vor 1895, einem Baujahr von 1895 bis 1899, einem Baujahr von 1900 bis 1904, einem Baujahr von 1905 bis...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / VI. Wert des Betriebsvermögens (Abs. 5 a.F.)

1. Regelungsbereich von § 12 Abs. 5 Satz 1 ErbStG a.F. Rz. 165 Zur Bewertung des durch Erbfall oder Schenkung übergehenden Betriebsvermögens bestimmte § 12 Abs. 5 Satz 1 ErbStG a.F., dass die Verhältnisse zur Zeit der Steuerentstehung maßgebend sind für "den Bestand und die Bewertung von Betriebsvermögen". Rz. 166 Die Stichtagsbewertung des Betriebsvermögens stellte die Bete...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / A. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift

I. Einheitsbewertung zum 1.1.1964 Rz. 1 Bei der Einheitsbewertung zum 1.1.1964 sind Gebäude und Gebäudeteile sowie Anlagen, die zum Schutz der Bevölkerung sowie lebens- und verteidigungswichtiger Sachgüter vor der Wirkung von Angriffswaffen geschaffen worden sind, bei der Ermittlung des Einheitswerts außer Betracht zu lassen, wenn sie im Frieden nicht oder nur gelegentlich o...mehr

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Gürsching/Stenger, Bewertun... / IV. Sonderfälle

1. Mietpreisbindung Rz. 142 Zur Mietpreisbindung wurde in R 167 Satz 6 ErbStR 2003 ausgeführt: "Maßgebend ist die Miete, die vertraglich vereinbart worden ist, unabhängig davon, ob Mietpreisbindungen bestehen." Bei der Ermittlung des Grundstückswerts ist somit auch dann von der tatsächlich vereinbarten Miete auszugehen, wenn Mietpreisbindungen öffentlich-rechtlicher oder priva...mehr