Weimann/Lang, Umsatzsteuer ... / 14 Behandlung nicht ansässiger Unternehmen
 

Rz. 68

Ein nicht ansässiges Unternehmen ist nach luxemburgischem Verständnis ein Unternehmen, das keine feste Niederlassung in Luxemburg unterhält. Nicht ansässige Unternehmen müssen sich in Luxemburg umsatzsteuerlich registrieren, wenn sie mindestens eine der folgenden Aktivitäten ausführen:

  • in Luxemburg steuerbare Lieferungen von Gegenständen,
  • in Luxemburg steuerbare Versandhandelslieferungen,
  • in Luxemburg steuerbare sonstige Leistungen, die nicht unter die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers oder das MOSS-Verfahren fallen,
  • Bewirken eines innergemeinschaftlichen Erwerbs in Luxemburg.

Die Lieferschwelle für Versandhandelslieferungen beträgt 100.000 EUR.

 

Rz. 69

Nichtansässige Unternehmen, die in einem anderen EU Mitgliedstaat niedergelassen sind, sind berechtigt, sich direkt, d. h. ohne Einschaltung eines Fiskalvertreters, in Luxemburg umsatzsteuerlich zu registrieren.

 

Rz. 70

Unternehmen aus Nicht-EU-Staaten sind ebenfalls nicht allgemein verpflichtet, einen in Luxemburg ansässigen Fiskalvertreter zu bestellen. Jedoch kann die Steuerbehörde zur Sicherung der Steueransprüche eine Bankbürgschaft oder ähnliche Sicherheit fordern.

 

Rz. 71

Eine Vereinfachungsregelung für Konsignationslager besteht in Luxemburg nicht (vgl. entsprechend OFD Frankfurt am Main, Verfügung vom 23.02.2017, S 7100a A-004-St 110).

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