Reuber, Die Besteuerung der... / 2.2 Subjektiver Tatbestand
 

Tz. 14

Stand: EL 110 – ET: 02/2019

Auf subjektiver Ebene muss der Täter leichtfertig handeln. Die Leichtfertigkeit stellt gegenüber der (einfachen) Fahrlässigkeit einen gesteigerten Grad der Schuld dar. Leichtfertig handelt hiernach, wer die Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den besonderen Umständen des Falls und seinen persönlichen Fähigkeiten und Kenntnissen verpflichtet und imstande ist, obwohl sich ihm hätte aufdrängen müssen, dass dadurch eine Rechtsverletzung eintreten wird. Zusammengefasst lässt sich die Leichtfertigkeit damit als das Außerachtlassen der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt in besonders schwerem Maße beschreiben.

Hinweis:

Leichtfertigkeit setzt nicht voraus, dass der Umfang der Steuerverkürzung besonders groß sein muss, allerdings besteht eine gewisse Wechselwirkung, da erwartet wird, dass steuerliche Sachverhalte von erheblicher Relevanz besonders sorgfältig geprüft werden.

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