Reuber, Die Besteuerung der Vereine, Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft

Stand: EL 115 – ET: 03/2020

Die Beteiligung einer steuerbegünstigten Körperschaft an einer Kapitalgesellschaft ist grundsätzlich Vermögensverwaltung (s. § 14 Satz 3 AO, Anhang 1b), so AEAO zu § 64 TZ 3 (Anhang 2), BFH vom 27.03.2001, BStBl II 2001, 449). Sie ist aber dann einem steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb i. S. v. § 14 AO (s. Anhang 1b) zuzuordnen, wenn mit der Beteiligung tatsächlich entscheidend Einfluss auf die Geschäftsführung der Kapitalgesellschaft ausgeübt wird oder ein Fall der Betriebsaufspaltung vorliegt (s. BFH vom 30.06.1971, BStBl II 1971, 753; s. H 15.7 Abs. 4-6 EStH). Besteht die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft, die selbst ausschließlich der Vermögensverwaltung dient, so liegt auch bei Einflussnahme auf die Geschäftsführung kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb vor (R 5.7 Abs. 5 i. V. m. R 4.1 Abs. 2 Sätze 2 bis 5 KStR 2015). Dies gilt auch bei einer Beteiligung an einer steuerbegünstigten Zwecken dienenden Kapitalgesellschaft. Die Grundsätze der Betriebsaufspaltung sind nicht anzuwenden, wenn sowohl das Betriebs- als auch das Besitzunternehmen steuerbegünstigt sind (s. AEAO zu § 64 Abs. 1 AO TZ 3, Anhang 2). Zu weiteren Einzelheiten s. "Vermögensverwaltung".

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